2. Was ist das Neue an den Rahmenlehrplänen?
Neu an den Rahmenlehrplänen ist das gemeinsame pädagogische Rahmenkonzept für alle Fächer und eine höhere Verbindlichkeit und Vergleichbarkeit. Neben dem Erwerb von fachlichem Grundwissen wird ein starkes Augenmerk auf den Erwerb von Lernstrategien und Fähigkeiten im sozialen Umgang gelegt.
Unterricht in der Grundschule soll allen Schülerinnen und Schülern den Erwerb von Sachkompetenz, Methodenkompetenz, sozialer und personaler Kompetenz ermöglichen. Dieser Kompetenzansatz war grundlegend für die Beschreibung der Anforderungen in den Themenfeldern sowie für die Auswahl der Inhalte.
Mit Hilfe von Standards wird ausgewiesen, welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Grundschulzeit erworben haben sollen. Standards in den Rahmenlehrplänen beschreiben damit Ansprüche an die Grundschulen. Die Grundschule ist verpflichtet, Schülerinnen und Schüler so zu fördern, dass sie die in den Standards benannten Kompetenzen entwickeln können.
Um Bildungschancen anzugleichen und Anschlussfähigkeit an das Lernen in weiterführenden Schulen zu sichern, werden Differenzierung und Individualisierung stärker berücksichtigt. Dabei geht es um die Förderung aller Kinder: Sowohl um Schülerinnen und Schüler mit Begabungen oder sozialen Benachteiligungen wie auch um die Berücksichtigung der unterschiedlichen Ansprüche von Jungen und Mädchen.