1732 wurde das Vorderhaus erbaut und diente als Wohnsitz für Potsdamer Stadtkommandanten. 1808 tagte hier die erste Stadtverordnetenversammlung und seit 1820 das Stadtgericht.
Das Gefängnis entstand 1907.
Nach 1933 war hier das "Erbgesundheitsgericht" tätig. Im Gefängnis wurden Angeklagte des Volksgerichtshofes eingesperrt.
Im Juni 1945 zogen die Untersuchungsabteilungen des sowjetischen Militärtribunals und das Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten in das Gebäude. Im Keller des Gefängnisses wurden Zellen eingerichtet. Die Häftlinge wurden nach ihrer Verurteilung von hier zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion gebracht.
1952 übergab der sowjetische Geheimdienst den ganzen Komplex an die Staatssicherheit der DDR. Seitdem diente es bis 1989 als Untersuchungshaftanstalt für politische Gefangene.
1995 erklärten die Potsdamer Stadtverordneten das Haus zur Gedenkstätte.