Im April 2009 hat das Berliner Abgeordnetenhaus ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Homophobie beschlossen. Unter dem Namen Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt ist so die Basis für den Ausbau der Vorreiterrolle der Stadt Berlin im Bereich Antidiskriminierung in der Schule geschaffen worden.
Laut
Zwischenbericht der LADS (Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung) zur Umsetzung des Maßnahmenpakets vom Februar 2011 sollen in jeder Ausbildungsphase verstärkt LSBTIQ-Themen integriert werden. Die Themen sollen in die Ausbildungspläne der Hochschulen, Fachhochschulen und Fachschulen implementiert werden.
In der ersten Phase der Lehramtsausbildung sollen Pflichtmodule in das Thema Sexualerziehung (inkl. LSBTIQ-Lebensweisen) und Diversity einführen. Lehrkräfte im Bereich Pädagogik an Hochschulen, Fachhochschulen und Fachschulen sollen werden.
Sarah Huch, Wissenschaftlerin der FU Berlin, ist derzeit mit den Universitäten in Kontakt, um den aktuellen Status und Entwicklungsmöglichkeiten zu überprüfen.
In der zweiten Phase der Lehramtsausbildung (Referendariat) sollen Pflichtmodule im allgemeinen Schulpraktischen Seminar zum Thema Sexualerziehung inkl. LSBTIQ-Lebensweisen, Homophobie (auch als Teil der Gewaltprävention) und Diversity mit Praxisbezug implementiert werden. Die Fortbildungen werden von
QUEERFORMAT durchgeführt.