Die technische Entwicklung der informationsverarbeitenden Systeme erlaubt es, komplexe Computer-Algebra-Systeme im Unterricht einzusetzen. Sie ergänzen die Möglichkeiten des Mathematikunterrichts und eröffnen neue didaktisch-methodische Dimensionen.
Durch den CAS-Einsatz Im Mathematikunterricht können neue Inhalte bearbeitet und neue Arbeitsformen angewandt werden. Darüber hinaus können Computer-Algebra-Systeme Denkprozesse initialisieren und zu einem entscheidenden Instrument zur Aktivierung der Schüler werden. Sie wirken somit als kognitive Werkzeuge und kognitive Medien.
Von besonderer Bedeutung ist die Akzentverschiebung weg vom Ausführen, hin zum Planen und Reflektieren. Mit Hilfe von CAS lässt sich das Erkennen von Problemen, das Formulieren von Fragen, das Finden von Lösungsansätzen, das Verstehen von Algorithmen, das Interpretieren von Ergebnissen und das Begründen ihrer Richtigkeit beziehungsweise Brauchbarkeit leichter ins Zentrum des Unterrichts rücken.
Durch die Förderung von eigenständigem Arbeiten und experimentellem, kreativem Vorgehen kann die Entwicklung von Schlüsselqualifikation wie das Denken in Zusammenhängen, das Problemlösevermögen, die Teamfähigkeit, Kommunikationsbereitschaft, Argumentationsfähigkeit unterstützt werden.
Fachdidaktisches Material
Hier finden Sie einige Berichte von Pilotprojekten zum Einsatz von Computer-Algebrasystemen im Mathematikunterricht und Veröffentlichungen von Fachdidaktikern.
Bildungsplan Baden-Württemberg
Prof. Dr. Regina Bruder
Andreas Pallack
Thorsten Braun, Engelbert Niehaus