Auf dem Friedhof in Halbe sind 22 300 Kriegsopfer des Zweite Weltkrieges und etwa 6000 Opfer des NKWD-Lagers Ketschendorf begraben. Zu den Bestatteten zählen Angehörige der Deutschen Wehrmacht, der Waffen-SS, des Volkssturms, der Hitlerjugend, zahllose Flüchtlinge und Zivilisten, sowjetische Zwangsarbeiter, Opfer der Wehrmachtsjustiz. Gefallene der Roten Armee sind auf vielen Friedhöfen in der Umgebung begraben.
Was ist in den letzten Apriltagen des Jahres 1945 in Halbe geschehen? Wieso sind ausgerechnet hier so viele Tote begraben? Wie konnte es zu diesem Krieg kommen? Wie soll man mit den Toten umgehen? Wer sind diese Toten? Sind sie Helden? Warum gab es nach dem Krieg Opfer der stalinistischen Gewaltherrschaft?
Wie kann man mit dem Erlebten leben? Wer trug die Verantwortung? Wie leben die Einwohner Halbes mit dem Friedhof? Welche Verantwortung tragen die heute lebenden Generationen angesichts der Kriegstoten? Welche Verantwortung trägt jeder einzelne von uns? Ist Frieden ein Geschenk?
Fragen über Fragen. Wer gibt die Antworten? Die Denkwerkstatt gibt die Antworten nicht. Sie gibt Unterstützung beim Finden der Antworten. Sie will zum Nachdenken und Mitdenken anregen. Sie fordert auf zur Auseinandersetzung mit den Geschehnissen in Halbe und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart hinein.
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