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Fachstelle Grundbildung/ Alphabetisierung für Erwachsene

Fachstelle Grundbildung/Alphabetisierung für Erwachsene

Etwa 7,5 Millionen Menschen in Deutschland können nicht ausreichend lesen und schreiben. Das hat die "leo. level one-Studie" der Universität Hamburg im Februar 2011 ergeben. Die Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen, auf ihre Berufsmöglichkeiten und ihre Lebensgestaltung sind gravierend. Grund genug, die bisherige Arbeit des LISUM für den Bereich Grundbildung und Alphabetisierung in der Fachstelle Grundbildung/Alphabetisierung für Erwachsene zu bündeln. 
 
Seit dem 1. August 2011 gibt es im LISUM die Fachstelle Grundbildung/Alphabetisierung für Erwachsene. Sie unterstützt die fachliche Weiterentwicklung der Grundbildungsarbeit in den Weiterbildungseinrichtungen im Land Brandenburg.

Was ist Grundbildung?

Grundbildung/Alphabetisierung für Erwachsene dient dem Erwerb grundlegender Kompetenzen, die für die eigenständige Gestaltung des Lebens, für Teilhabe und aktives Handeln in unserer Gesellschaft notwendig sind. Von zentraler Bedeutung sind dabei Lesen, Schreiben und Rechnen. Auch Kompetenzen für den Umgang mit Computer und Medien, alltagsweltliche Kompetenzen und erste Fremdsprachenkenntnisse sowie Lernkompetenz gehören dazu. Grundbildung richtet sich an bildungsbenachteiligte Menschen, die diese Fähigkeiten und Kenntnisse in ihrer Schulzeit nicht ausreichend erworben haben oder sie nach Abschluss der Schule nicht genutzt und dadurch wieder verlernt haben.
  
Speziell für diese Zielgruppe wurde im Land Brandenburg ein achtteiliges Gesamtangebot entwickelt. Diese Angebote der Grundbildung - sei es zum Lesen und Schreiben, zum Rechnen oder zu Alltagsfragen - und weitere Angebote gibt es an vielen Weiterbildungseinrichtungen im Land Brandenburg.
 

Was bietet die Fachstelle?

Die Fachstelle unterstützt diese Arbeit der Weiterbildungseinrichtungen mit ihren Angeboten. Sie konzentriert sich dabei auf vier Felder:
• Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote für Akteure im Bereich Grundbildung,
• Förderung des fachlichen Austauschs, u. a. durch eine jährliche Fachtagung,
• Entwicklung und Bereitstellung von Materialien und Medien sowie Informationsservice und
• Kontaktaufbau und Vernetzung.
 
Die Fachstelle ist Teil des Arbeitsbereichs Weiterbildung/Erwachsenenbildung im LISUM.
 
Ansprechpartnerin für die Fachstelle ist Birgit Hensel, Tel.: 03378 / 209 432, birgit.hensel(at)lisum.berlin-brandenburg.de.
 

Was bietet Ihnen die Fachstelle auf den folgenden Seiten?

Redaktionell verantwortlich: Birgit Hensel, LISUM
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Gemeinsamer Kampf gegen Analphabetismus

Die Kultusministerkonferenz und der Deutsche VHS-Verband werben für eine große gesellschaftliche Beteiligung an der nationalen Strategie für Grundbildung und Alphabetisierung. In der neuesten Pressemitteilung werden besonders die Maßnahmen der Länder dargestellt. Mehr dazu in der Pressemitteilung

Bund und Länder gemeinsam für mehr Grundbildung

Die gemeinsame Strategie haben Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der Präsident der Kultusministerkonferenz Bernd Althusmann am 16. Dezember 2011 verkündet. Schwerpunkt ist die arbeitsplatzorientierte Grundbildung. Auch die Länderaktivitäten werden verstärkt. Zur Meldung

Richtlinie zum Förderschwerpunkt "Arbeitsplatzorientierte Grundbildung" in Kraft

Wichtiger Teil der nationalen Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung ist der Schwerpunkt "Arbeitsplatzorientierte Grundbildung". Die Richtlinie zum Förderschwerpunkt ist seit dem 23.12.2011 in Kraft. Zur Richtlinie 

"Zitat des Monats" zum Weltalphatag 2011

Zum Weltalphabetisierungstag am 8. September 2011 nahm auch das "Zitat des Monats" auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg die Alphabetisierung und Grundbildung in den Blick. Heike Drewelow, Künstlerin und Kursleiterin in der Alphabetisierung, kommentiert ein Zitat.

Bildungsministerin Münch zum Weltalphabetisierungstag

Die Zahl der Analphabeten muss weiter gesenkt werden, so Bildungsministerin Martina Münch zum Weltalphabetisierungstag am 8. September 2011. "Wer selbst einfache Texte nicht verstehen und nicht verfassen kann, ist massiv eingeschränkt in seinem Leben: Er hat geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, kann nicht umfassend am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und hat es schwer, seinen Alltag zu meistern", so die Ministerin. Zur Pressemitteilung

7,5 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben

Mehr als vierzehn Prozent der Erwerbsfähigen in Deutschland, etwa 7,5 Millionen Erwachsene, können zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, nicht jedoch zusammenhängende kurze Texte. Dies ist das Ergebnis der "Leo.Level one"-Studie von Professor Anke Grotlüschen von der Universität Hamburg. Von Analphabetismus im engeren Sinne betroffen sind etwa vier Prozent der Bevölkerung - sie können lediglich einzelne Wörter lesend verstehen bzw. schreiben. 
Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat daher einen Grundbildungspakt angekündigt, ein breites gesellschaftliches Bündnis mit Unternehmensverbänden, Kammern, Gewerkschaften und VHS-Verbänden.
Informationen zur Studie
Informationen des BMBF
 
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