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Hintergründe

Was ist freie Software?

Freie Software bezeichnet Programme und Betriebssysteme, welche einer Lizenz unterstehen, die es erlaubt Einsicht in den Quellcode zu haben, ihn zu verändern und das Programm außerdem frei zu verbreiten (mit und ohne Änderungen).
 
Je nach Lizenz gibt es unterschiedlich starke Ausprägungsgrade dieser Freiheit, sowie die Möglichkeit freie Software auch kommerziell zu vertreiben.

Die Geschichte freier Software

Zu Anfang der Softwareentwicklung war es üblich den Quellcode der Programme frei zur Verfügung zu stellen. Das lag daran, dass die Entwicklung in erster Linie in Universitäten statt fand. Die Entwickler und Forscher ließen ihre Programme den für Hochschulen üblichen Peer-Review-Prozess durchlaufen, um Fehler schneller ausfindig zu machen und von anderen Programmierern Rückmeldung zu erhalten.

Als UNIX (ein Mehrbenutzerbetriebssystem) 1983 unter eine unfreie Lizenz gestellt wurde, entschied sich Richard Stallman dazu im Rahmen des von ihm gegründeten GNU Projekt ein freies UNIX-ähnliches Betriebssystem zu entwickeln (GNU = GNU's not Unix). Hierbei war es vor allem wichtig, die lizenzrechtlichen Grundlagen zu klären, damit das System auch nach Veränderung durch andere Personen (z.B. Softwareentwickler) weiterhin frei blieb. Stallman entwarf daher das Copyleft-Prinzip. Dieses sorgt dafür, dass alle Personen, die die jeweilige Software verteilen (mit oder ohne Veränderungen) zudem die Freiheit zum Weitergeben und auch Verändern mitgeben müssen.

Um die Entwicklung von GNU zu koordinieren und zu organisieren wurde die Free Software Foundation (FSF) im Jahre 1985 gegründet. Diese vereinte die vielen unterschiedlichen Softwarelizenzen der 80er Jahre gemeinsam mit dem Copyleft-Prinzip zu einer einzelnen Lizenz, der GNU GPL (GNU General Public License). Diese ist bis heute die am weitesten verbreitete Lizenz für freie Software.

Als das GNU Betriebssystem fertig gestellt war, fehlte lediglich der Betriebssystemkern (Kernel). In diesem Moment kam Linux ins Spiel. Der Linux-Kern wurde unter die GNU GPL gestellt und konnte dann in das GNU-System integriert werden. Aus dieser Entwcklung leitet sich der Name GNU/Linux ab, auch wenn umgangssprachlich meist nur von Linux gesprochen wird. Diese Tatsache sorgt auch heute noch für Diskussionen unter Nutzern freier Software.
Redaktionell verantwortlich: Sebastian Seitz
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Creative Commons

Das Lizenzierungsmodell Creative Commons regelt die Urheberrechte der Werke (Ton, Text, Foto, Film), die im Internet zur Verfügung gestellt werden. Creative Commons (CC) legt die Verwertung der Werke zwischen den Möglichkeiten ,alle Rechte' und ,keine Rechte' fest.
Autorinnen und Autoren, deren Werke unter CC veröffentlicht sind, verzichten bewusst und (teilweise) uneingeschränkt auf Verwertungsrechte und erlauben den kostenfreien Download, die Verbreitung (in Form von digitalen Kopien) und öffentliche Aufführung bzw. Vorführung.

GNU General Public License

Bild von de.wikipedia.org
Die GNU GPL (GNU's not Unix - General Public License) ist eine von der Free Software Foundation herausgegebene Softwarelizenz, welche es erlaubt die Software zu verändern, weiterzugeben und in abgeänderter Form zu veröffentlichen, solange die geänderten Versionen den gleichen lizenzrechtlichen Bestimmungen entsprechen (Copyleft). Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Freiheit eines Programms auch bei der Weiterentwicklung durch andere erhalten bleibt.

Weitere Lizenzen

Die MIT-Lizenz erlaubt es Software uneingeschränkt zu benutzen, inklusive und ohne Ausnahme, dem Recht, sie zu verwenden, kopieren, ändern, fusionieren, verlegen, verbreiten, unterlizenzieren und/oder zu verkaufen.
 
Software unter BSD-Lizenz darf frei verwendet werden. Es ist erlaubt, sie zu kopieren, zu verändern und zu verbreiten. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Vermerk des Copyrights nicht entfernt werden darf. Somit eignet sich unter einer BSD-Lizenz stehende Software auch als Vorlage für kommerzielle Produkte.
 
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