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Portfolio

Was ist ein Portfolio?

Dieses Wort bezeichnet eine sinnvolle Sammlung von Arbeiten, mit der Engagement, Leistungen, Erkenntnisse und Entwicklungen in einem oder mehreren Lernbereichen transparent gemacht werden.

Die so erbrachte Leistung kann auch von Dritten (Eltern, Personalchef) unabhängig bewertet werden. Das Portfolio ermöglicht eine im höchsten Maße individuelle und fachbezogene Bewertung.

Zu unterscheiden sind drei Formen:

Arbeitsportfolio - Es dient dazu, die Arbeiten der Schüler aufzunehmen. Wie in einem Container, so bleiben die Arbeiten dort, bis sie in ein Vorzeigeportfolio oder ein Beurteilungsportfolio übernommen oder mit nach Hause genommen werden. Zweck des Arbeitsportfolios ist die Diagnose des Lernens. Es dient dazu, die Stärken und Schwächen eines Schülers zu beschreiben und dient des Weiteren dem Lehrer dazu, seinen zukünftigen Unterricht zu planen.

Beurteilungsportfolio - Die Hauptaufgabe des Beurteilungsportfolios ist es, zu dokumentieren, was ein Schüler gelernt hat. Das Curriculum bestimmt, was für das Portfolio ausgewählt werden kann. Das Beurteilungsportfolio ist formeller als die anderen Portfolio-Formen. Insbesondere gilt es zu spezifizieren, was Schüler tun müssen und wie gut sie es tun müssen.

Präsentationsportfolio - Es enthält die besten Arbeiten eines Schülers. Die in der Regel vom Schüler ausgewählten Arbeiten zeigen, was Schüler für bedeutsam halten, was sie bewerten und anderen gerne zeigen möchten. Im Prinzip zeigt das Vorzeigeportfolio die höchste Leistungsstufe, die ein Schüler nach seiner Auffassung erreicht hat.

 

 

 

Informationsbrief für Grundschulen des Landes Brandenburg zum Thema Portfolio

Portfolio
Portfolio

In der Grundschulverordnung des Landes Brandenburg (GV) ist festgelegt, dass für jedes Kind eine Lernentwicklungsdokumentation erstellt werden soll.

 

In dem Informationsbrief wird dargestellt, wie eine Lernentwicklungsdokumentation als Portfolio angelegt werden kann und welche Arbeitsschritte dabei wichtig sind.

In dieser Publikation werden die verschiedenen Aspekte einer Lernentwicklungsdokumentation erläutert und deren Umsetzung im Unterricht an Beispielen veranschaulicht. Das Landesinstitut für Schule und Medin Berlin-Brandenburg (LISUM) möchte damit Grundschulen in Ihren schulinternen Absprachen zur Gestaltung der Portfolioarbeit unterstützen und Hilfestellung in der Umsetzung der Grundschulverordnung geben.

Seit Inkrafttreten der Grundschulverordnung vom 2. August 2007 ist das Portfolio Bestandteil des Unterrichts in den Grundschulen im Land Brandenburg.
Das Portfolio für die Grundschulen im Land Brandenburg ist eine Lernentwicklungsdokumentation. Sie macht – ausgehend von den Ergebnissen der individuellen Lernstandsanalysen in den Jahrgangsstufen 1, 3 und 5 und den darauf basierenden Lernplänen – Lernprozesse und Lernergebnisse der einzelnen Schülerin oder des einzelnen Schülers sichtbar. In der Grundschulverordnung und den dazu gehörenden Verwaltungsvorschriften ist aufgeführt, welche Informationen in einem Portfolio enthalten sein sollten, um dem Anspruch einer Lernentwicklungsdokumentation gerecht zu werden.

Präsentationsprüfung im mittleren Schulabschluss

In der für die Berliner Schulen entwickelten Handreichung "Präsentationsprüfung im mittleren Schulabschluss: Prüfung in besonderer Form" widmet sich ein Abschnitt den Möglichkeiten der Portfolioarbeit (S. 8 -10)

 

Die Handreichung wurde herausgegeben von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg.

Logbuch aus dem Verbundprojekt „Lernen für den Ganztag“

Das Logbuch ist ein Instrument, mit dem die Schülerinnen und Schüler lernen können, eigene schulische Ziele zu bestimmen, ihren Lernprozess zu planen und zu überwachen und ihre Ergebnisse selbst auszuwerten.

Wie in der Seefahrt im Logbuch der Standort des Schiffes auf seiner Fahrt aufgeschrieben wurde, dokumentiert das Logbuch den Stand des Lernens einer Schülerin/eines Schülers.


In der vorliegenden Form ersetzt es gleichzeitig Mitteilungsheft, Hausaufgabenheft, Entschuldigungszettel u.a. Es enthält auch Vorlagen für gemeinsame Auswertungsgespräche von Lehrkräften, Schülern und Eltern.


In diesem Schuljahr wird das Logbuch in den 6. Klassen einiger Grundschulen, an Oberschulen und an einem Gymnasium im Land Brandenburg erprobt. Es wurde im Verbundprojekt „Lernen für den Ganztag“ entwickelt.

Hinweis: Dieses Logbuch wird zukünftig direkt über die Autoren vertrieben bzw. Fragen dazu von der Autorengruppe beantwortet. Als Kontaktadresse steht (siehe Impressum) Hermann Zöllner mit folgender Mailadresse zur Verfügung:
hermann.zoellner(at)googlemailcom