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Unterricht

Individualisierung des Lernens

Individualisiertes Lernen und Diagnostik

Beim individualisierten Lernen wird die Verschiedenheit von Schülerinnen und Schülern einer Lerngruppe berücksichtigt, um allen Lernenden optimale Fortschritte zu ermöglichen.

Indikatoren individualisierten Unterrichts stellen einerseits die individuelle Betrachtung der Lernstände, der Leistungsfähigkeit, der Interessen, Neigungen und Persönlichkeiten von Schülerinnen und Schüler dar.
Andererseits gehört dazu auch ein Unterricht, der beispielsweise unterschiedliche Aufgaben und Lernmaterialien anbietet, der Schülerinnen und Schüler zur Reflexion des Arbeitsfortschritts, auch mit Hilfe von Selbsteinschätzungsbögen, anregt und der Impulse setzt, damit Schülerinnen und Schüler ihr Lernen selbst steuern und verantworten sowie eigene Schwerpunkte bearbeiten.
Das Augenmerk liegt dabei auf ergänzenden Hilfen für leistungsschwache Schülerinnen und Schüler oder solche mit gesundheitlichen Problemen ebenso wie auf zusätzlichen Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten für besonders leistungsstarke Lernende.

Die folgenden Materialien zum Thema Individualisiertes Lernen
  • bieten Lehrkräften eine Unterstützung für Unterrichtspraxis, Beratung und Diagnostik,
  • unterstützen Schülerinnen und Schülern dabei, ihre Stärken zu erkennen und ihre Selbstkompetenz zu erweitern,
  • schaffen mehr Transparenz in den Anforderungen für alle Beteiligten.

Fachübergreifend

Deutsch

Fremdsprachen

Material für Fachkonferenzen in Englisch
  • Beurteilung schriftlicher Leistungen Englisch Sek. I (doc - 59 KB)
    Herausgeber: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
    Arbeitsaufträge, Bewertungsraster und -vorschläge sind über das Dokument verlinkt
  • Beurteilung schriftlicher Leistungen Englisch Sek. II (doc - 62 KB)
    Hinweis: Dokument ist bis zur Klärung der Urheberrechte noch nicht zugänglich!
    Herausgeber: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
    Arbeitsaufträge, Bewertungsraster und -vorschläge sind über das Dokument verlinkt
Material für Fachkonferenzen in Französisch
  • Beurteilung schriftlicher Leistungen Französisch  Sek. I (doc - 56 KB)
    Herausgeber: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
    Arbeitsaufträge, Bewertungsraster und -vorschläge sind über das Dokument verlinkt
  • Beurteilung schriftlicher Leistungen Französisch Sek. II (doc - 53 KB)
    Hinweis: Dokument ist bis zur Klärung der Urheberrechte noch nicht zugänglich!
    Herausgeber: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
    Arbeitsaufträge, Bewertungsraster und -vorschläge sind über das Dokument verlinkt

Mathematik

Naturwissenschaften

Bildungspolitische Debatte zur Individualisierung des Lernens

In den bildungspolitischen Debatten, die durch die PISA-Studien ausgelöst wurden, ist die Forderung nach einer stärkeren Individualisierung von Lehr- und Lernprozessen häufig anzutreffen. Zur Reform des deutschen Bildungssystems erachtet so z. B. das Forum Bildung eine möglichst frühe und individuelle Förderung sowie die Verwirklichung lebenslangen Lernens für alle als vordringlich.

Unter der Überschrift „PISA - ein deutsches Problem?" vergleicht Cecilia Braslavsky die 12 Empfehlungen des Forums Bildung im internationalen Kontext. Sie relativiert die Bestürzung in Deutschland und verweist auf tiefer liegende Entwicklungen: „Mit dem Ende des Industriezeitalters ist die Welt an allen Ecken und Enden in Bewegung geraten. Globalisierung, Digitalisierung, Virtualisierung und Individualisierung lösen herkömmliche Grenzen auf und legen neue Horizonte frei. Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte wurde Mobilität in dem Maße gefordert und gefördert wie heute. Mobilität bezeichnet nicht nur die Fähigkeit, sich räumlich zu bewegen. Sie betrifft auch die geistige, soziale und emotionale Beweglichkeit, das Bedürfnis nach neuen Erfahrungen und neuen gedanklichen Horizonten. Mobilität bedeutet Risiko, aber auch größere Innovationsmöglichkeiten, Hoffnungen und Utopien.“
 
Schulen ans Netz fasst die Herausforderung wie folgt zusammen: „Das Lernen von morgen sollte die individuellen Bedürfnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen der Lernenden stärker berücksichtigen. Nicht zuletzt durch neue Medien können Kreativität, Eigenständigkeit und auch Leistungsbereitschaft geweckt werden. Diese Individualisierung und Leistungsorientierung des Lernens steht keineswegs im Widerspruch zu dem Ziel, den Jugendlichen soziale und kommunikative Werte zu vermitteln. Interaktive Medien ermöglichen ein kooperatives Lehren und Lernen: So können beispielsweise leistungsstarke Schülerinnen und Schüler schwächere unterstützen, sich zu bestimmten Themen und Zwecken Gruppen in virtuellen Lernzirkeln zusammenfinden und unabhängig von Ort und Zeit an gemeinsamen Projekten arbeiten“.

Kritisch hinterfragt wird die Forderung nach einer stärkeren Individualisierung von Lehr- und Lernprozessen von Rainer Fischbach. Unter der provokanten Überschrift „Der Mensch als Abfüllobjekt – Bildung in den Zeiten von Agenda 2010 und PISA-Schock“ problematisiert er in fünf Thesen die Entwicklung hin zu einer umfassenden Verwertbarkeit der Ware Qualifikation sowie den vermehrten Einsatz von "Wissensware", also von vergegenständlichtem, durch elektronische Technik transportiertem Wissen.
Redaktionell verantwortlich: Henry Freye, LISUM
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Dokumente und Materialien

 
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