Zum Beginn des Schuljahres 2009/10 startete das Berliner Modellvorhaben
Kollegiale Unterrichtshospitation zur Qualitätsentwicklung des Unterrichts in der Schulanfangsphase (KUQS). Es dient der Weiterentwicklung des Unterrichts - insbesondere des jahrgangsübergreifenden Lernens - in der Schulanfangsphase und soll die Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse - nicht nur - im Bereich der Schulanfangsphase unterstützen. Das Modellvorhaben wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin durchgeführt.
Kernstück des Projekts ist die kollegiale Unterrichtshospitation. Je zwei Lehrkräfte aus zwei Schulen bilden Tandems und hospitieren gegenseitig unter Berücksichtigung ausgewählter Beobachtungskriterien. Nach dieser kriteriengestützten Beobachtung des Unterrichts erfolgt ein Feedback durch eine gleichgestellte Kollegin bzw. einen gleichgestellten Kollegen.
Eine aktive Unterstützung der Projektmitarbeiterin/des Projektmitarbeiters seitens der Schulleitung ist dabei Voraussetzung, damit - mittelfristig - eine schulinterne Verankerung kollegialer Unterrichtshospitation erfolgen kann.
Das sind die Vorteile kollegialer Unterrichtshospitation:
Fortbildung findet dort statt, wohin sie zielt: im Unterricht. Lehrkräfte reflektieren "auf Augenhöhe" ihr Unterrichtshandeln und seine Wirkungen. Im Dialog erarbeiten sie neue Erkenntnisse und erweitern ihre Professionalität. Erfahrungsberichte einiger Projektmitarbeiterinnen verdeutlichen das sehr eindrucksvoll.
Was unterscheidet die kollegiale Unterrichtshospitation von der bekannten Hospitation bei einer anderen Kollegin?
Jede Kollegin, bei der hospitiert wird, bestimmt selber, was sie lernen möchte. Nur diese Aspekte ihres Unterrichtshandelns sind Gegenstand der Beobachtung und des anschließenden Feedbackgesprächs.