Um gegen Mobbing in der Schule vorzugehen, hat die Techniker Krankenkasse (TK) zusammen mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS) die Initiative "Mobbingfreie Schule - gemeinsam Klasse sein!" ins Leben gerufen.
Das Thema Jugendgewalt ist in den vergangenen Jahren immer stärker ins Blickfeld des öffentlichen Interesses geraten. Nicht zuletzt die Gewalttaten, die durch die Beleidigungen auf der Internetplattform "isharegossip.com" angestachelt wurden, lösten 2011 Diskussionen über die Ursachen dieser Aggressionen und über den Schutz davor aus.
Ein Aspekt in dieser Diskussion ist immer auch das Thema "Mobbing in der Schule". Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Mobbing-Opfer teilweise gewalttätig reagieren, unter Umständen erst Jahre später. Durch das Mobbing im Internet hat das Thema in der jüngsten Vergangenheit an Brisanz gewonnen: Die Anonymität enthemmt die Jugendlichen, Pöbeleien verbreiten sich in Sekundenschnelle und erreichen eine unendliche Zahl von Internetnutzern.
Mobbing geschieht oft, ohne dass es von den Erwachsenen bemerkt wird. Es erzeugt großes Leid bei den Opfern und ihren Familien. Mobbing an Schulen kann Ursache für Verhaltensstörungen und andere psychische Störungen sein, die bis ins Erwachsenenalter wirken. Jede achte Schülerin und jeder achte Schüler soll heute in der Schule von Mobbing betroffen sein. Das besagt eine bundesweite Forsa-Umfrage im Auftrag der TK.