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Schulbibliothek

Nützliche Informationen

Risiken für Kinder und Jugendliche im Internet

In vielen Schulbibliotheken findet man heutzutage Computerarbeitsplätze mit Internetzugang. Das ist nur konsequent, wenn man weiß, dass der Medienbestand einer Schulbibliothek oft nicht allein aus Büchern besteht, sondern auch CDs, DVDs, Software sowie elektronische Dokumente umfasst und die Recherche nicht selten auf das Internet ausgeweitet wird.
 
Sind aber Kinder und Jugendliche im Internet unterwegs, so können sie schnell auf Seiten landen, die eine Gefahr für Leib und Seele – sowie das Portemonnaie – darstellen. Die renommierte Computerzeitschrift c’t hat in ihrer Ausgabe 21/2011 in dem Artikel „Gefahrenzone“ die Risiken im Internet für Kinder und Jugendliche zusammengestellt. In einem zweiten Artikel „Kinder, Internet & Pannen – Medienerziehung mit Verständnis und Augenmaß“ wurde anhand sechs typischer Situationen dargestellt, worin die Faszination für Kinder und Jugendliche besteht, welche Probleme auftreten können, was das Gesetz dazu sagt, welche Gegenmaßnahmen möglich sind und wie Erwachsene reagieren können. Dabei wird u.a. auf soziale Netzwerke wie Facebook, Mobbing und Verletzung des Urheberrechts eingegangen. Die positiven Leserreaktionen auf diesen Artikel (auch von Medienverantwortlichen der Schulen) haben die Redaktion bewogen, eine Kopiererlaubnis auszusprechen: „Wir gestatten die Weitergabe dieser Artikel in gedruckter oder fotokopierter Form an öffentlichen Schulen …“ (c’t Ausgabe 22/2011, Seite 10).
 
Auch wenn sich die Artikel zunächst an Eltern wenden, so geben sie doch auch LehrerInnen, ErzieherInnen und SchulbibliothekarInnen eine guten Einblick in die Faszination und die Probleme des Internet.
 
Weiterführende Links u.a. zu bundesweiten Initiativen zum Jugendschutz finden Sie hier.

 

Brockhaus-Verlag verschenkt Bücherpakete an Schulbibliotheken

Der Brockhaus-Verlag unterstützt Schulbibliotheken, indem er Monat für Monat Bücherpakete an Schulbibliotheken verschenkt, die von einem Bildungspaten vorgeschlagen wurden. Die Auswahl erfolgt per Los. Im Monat Mai wird die Anzahl der Beschenkten erhöht.
 
Den Pressetext finden Sie hier, die Internetseite hier.

 

Diplomarbeiten zum Thema Schulbbliotheken

An der Fachhochschule Potsdam sind 2010 im Fachbereich Informationswissenschaften zwei Diplomarbeiten entstanden, die sich mit Schulbibliotheken beschäftigen.
 
„Berufsbild des Schulbibliothekars: Ein Vergleich einzelner ausgewählter europäischer Länder“ von Britta Reussing (pdf 486 kb): Sie vergleicht die Schulbibliotheksarbeit in Deutschland am Beispiel von Treptow-Köpenick mit Dänemark, Großbritannien und Südtirol.
 
„Vernetzung als Grundelement schulbibliothekarischer Arbeit“ von Anja Nachtweide (http://schulbibliotheken-berlin-brandenburg.de/wp-content/uploads/DA_Reussing.pdfpdf 840 kb): Die Arbeit gibt einen ausführlichen Überblick über Schulbibliotheken in Deutschland und alle daran beteiligten Organisationen und liefertGrundwissen für alle Neueinsteiger und Interessierten.
 
Beide Arbeiten beschäftigen sich ausführlich mit der schulbibliothekarischen Arbeit in Berlin Treptow-Köpenick, die 2005 begann (Hier ein Bericht).  Treptow-Köpenick wird als „Leuchtturm für die schulbibliothekarische Arbeit in Deutschland“ angesehen.
 
Die Leiterin der schulbibliothekarischen Arbeitsstelle, Dipl. Bibliothekarin Simone Frübing, ist an Rückmeldungen und an einem Gedankenaustausch sehr interressiert. Kontakt über diese Website.

 

Berufsorientierung als Chance – BaCh

Im Brandenburger Programm “Berufsorientierung als Chance – BaCh” besteht die Chance, noch Mittel zu erhalten, wenn die Antragstellung im November gelingt. Das Programm läuft am 31.12. aus.
 
Förderfähig sind Schulprojekte zur vertieften Berufsorientierung an Schulen mit gymnasialer Oberstufe (GOST) und an Förderschulen im Land Brandenburg.
 
Ein "Modul" trägt die Bezeichnung "Berufsorientierungsbüro" an Schulen mit GOST und soll ein "zentraler Infopunkt in den Schulen für Information und Beratung zur Berufswahl und Studienorientierung" sein. Die maximale Förderungssumme beträgt 5.000,- EUR. Könnte dieser Infopunkt nicht in der Schulbiblioithek sein?
 
Mindestens 51 % der Gesamtkosten müssen von der Schule über zusätzlich bereitgestellte Lehrerstellen (außerhalb des Pflichtstundenanteils) oder durch Drittmittel (z. B. Förderverein) erbracht werden.  Antragsteller ist der Schulträger oder ein mit der Schule kooperierender Dritter, z. B. der Förderverein der Schule.
 
Näheres auf der LASA-Website.

 

Zur Situation der Schulbibliotheken in Brandenburg

In einer kleinen Anfrage an die Landesregierung in Brandenburg Ende 2009 stellte das Mitglied des Landtages Jens Lipsdorf (FDP) elf Fragen "Zur Situation der Schulbibliotheken in Brandenburg". 
 
Dabei ging es nicht nur um die Anzahl der Schulbibliotheken in Brandenburg, sondern u.a. auch um Fragen der Förderung, der Zuständigkeit und der Einbeziehung in den Medienentwicklungsplan des Landes.
 
In den Antworten der Landesregierung wurde deutlich, dass die Schaffung und Ausstattung von modernen Schulbibliotheken als eine wichtige Komponente zur Förderung von Lesekompetenz angesehen wird. So verweisen beispielsweise die Empfehlungen für den Einsatz von Geldern aus dem Konjunkturpaket II für die Förderung von Projekten an brandenburger Schulen mit ganztägigen Angeboten darauf, dass Schulbibliotheken/ Mediotheken "hervorragende Bedingungen für die ganzheitliche Entwicklung von Lese- und Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler bieten können".
 
Auch andere Programme sind geeignet, Schulbibliotheken zu fördern, z.B. das EFRE-Förderprogramm MEP-GOST (bei Schulen mit gymnasialer Oberstufe) und das Förderprogramm IBIS/„Impuls für eine bessere IT-Ausstattung an Grund-, Förder- und Oberschulen“ (bei ausgewählten Grund-, Förder- und Oberschulen, den so genannten Referenzschulen).
 
Den vollständigen Wortlaut der Fragen und Antworten finden Sie hier.

Wie viele Schulbibliotheken gibt es in Berlin?

Zu diesem Thema liefert Karsten Schuldt (HU Berlin) in seinem Weblog "Bibliotheken als Bildungseinrichtungen" Hinweise. Er hat zum zweiten Mal (nach 2006) anhand der auf den Schulhomepages erwähnten Bibliotheken ein Bild der Berliner Schulbibliothekslandschaft gezeichnet. Schuldt stellt fest, dass durch die Schulprogramme das Thema Schulbibliothek häufiger aufgegriffen wurde als noch vor zwei Jahren:
 
"Wohl eher durch den Zwang zum Schulprogramm schreiben und weniger wegen eines veränderten Engagements lautet die Gesamtzahl nun 17,4%. 139 von 800 Schulen in Berlin geben an, eine Schulbibliothek zu besitzen."
 
Update April 2010

Schulbibliotheken und Schulerfolg

Die Dokumentation über die Wirkung gut ausgestatteter Schulbibliotheken auf Schülerleistungen ist aktualisiert worden und auf der Website des US-amerikanischen Schulbuchverlages Scholatic zu finden. Seit über 15 Jahren wird untersucht (zuerst: Colorado-Studien, inzwischen in 19 US-Staaten und  Kanada, in über 10.000 Schulen). Die amerikanischen school library media specialists müssen sich nicht mehr als die underdogs des Lehrerzimmers fühlen: Schüler/innen an Schulen mit guten - wohlgemerkt: guten! - Schulbibliotheken schneiden in den nationalen Leistungstests bis zu 20% besser ab als Schülerinnen und Schüler in Schulen mit weniger guten Bibliotheken.
 
Die Forscher haben Kriterien für gute Schulbibliotheken aufgestellt. Auch das sollte man nicht überlesen: Verglichen werden Schulen mit guten und weniger guten Bibliotheken, nicht etwa Schulen ohne Bibliothek.

Redaktionell verantwortlich: Victor Wolter, Victor-Klemperer-Kolleg Berlin
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Colorado-Studie

Die Colorado-Studie untersucht den Einfluss moderner Schulbibliotheken auf die Lernerfolge von Schülern in Colorado (USA). Schon die erste Studie 1999 konnte nachweisen, dass Lernende, die es gewohnt waren, regelmäßig gut ausgestattete und professionell geführte Schulbibliotheken zu nutzen, bei den Vergleichstest zur Lesekompetenz bis zu 18% besser abschnitten als Schüler an Schulen ohne Bibliothek.
 
Bis 2008 wurden diese Untersuchungen auf 19 Staaten in den USA ausgeweitet, die stets einen Zusammenhang zwischen Schulerfolg und Präsenz einer Schulbibliothek mit qualifiziertem Personal nachwiesen.
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Teacher-librarian

Immer öfter wird der Begriff "teacher-librarian" im Zusammenhang mit Schulbibliotheken verwendet. Andere Bezeichnungen sind "school librarian" oder "school library media specialist".
 
Diese Schulbibliothekslehrerer oder Medienspezialisten sind meist Lehrer, die zusätzlich zu ihrem pädagogischen Studium in den Bibliothekswissenschaften ausgebildet wurden. In einigen Ländern wird diese Ausbildung bereits organisiert und zertifiziert.
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