Zum Schuljahr 2008/2009 ist der Rahmenlehrplan für moderne Fremdsprachen in den Jahrgangsstufen 1 bis 10 in Kraft getreten. Damit sind zwar wesentliche Voraussetzungen geschaffen, Polnisch-Unterricht4 in den Grundschulen namentlich der Grenzregion zu etablieren, Hürden bleiben gleichwohl zu überwinden.
Grundschulen entlang der deutsch-polnischen Grenze haben die Möglichkeit, gleichzeitig jeweils zwei Sprachen als Begegnungssprache und als erste Fremdsprache anzubieten. Parallel mit der Einführung von Englisch besteht ein fakultatives Angebot für das Erlernen der polnischen Sprache, als Begegnungssprache in der Jahrgangsstufe 1 und 2 und ab der Jahrgangsstufe 3 als Fremdsprache. Von dieser Möglichkeit macht seit dem Schuljahr 2006/2007 die Grundschule-Mitte in Frankfurt (Oder) Gebrauch. Andere Grundschulen sind interessiert, dieses Modell an ihrer Schule zu erproben.
Gegenwärtig (Stand 2008) zählt die Statistik rund 370 Schülerinnen und Schüler, die Polnisch als Begegnungssprache lernen; dazu kommen nochmals etwa 330 Schülerinnen und Schüler, die in außerunterrichtlichen Arbeitsgemeinschaften Polnisch lernen.
Für das Land Brandenburg ist es daher nur folgerichtig, dass mit Blick auf die interkulturelle Verständigung in grenznahen Regionen Konzepte eines 'grenzüberschreitenden Fremdsprachenunterrichts' ausgearbeitet werden müssen, in denen die Begegnung von Menschen, die jeweils die Sprache des Anderen lernen, einen besonderen Stellenwert hat.