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Quellen

 
 

Quelle 1: Luftaufnahme Belle-Alliance-Platz um 1892

Luftaufnahme Belle-Alliance-Platz um 1892
1 (siehe Buch Seite 192), © Landesarchiv Berlin

Quelle 2: Grundsätze der behutsamen Stadterneuerung der Internationalen Bauausstellung Berlin 1976 (IBA)

12 Grundsätze der behutsamen Stadterneuerung
 
  1. Die Erneuerung muß mit den jetzigen Bewohnern und Gewerbetreibenden geplant und - substanzerhaltend - realisiert werden.
  2. Planer sollen mit Bewohnern und Gewerbetreibenden in den Zielen der Erneuerungsmaßnahmen übereinstimmen, technische und soziale Planungen Hand in Hand gehen.
  3. Die Eigenart Kreuzbergs soll erhalten, Vertrauen und Zuversicht in den gefährdeten Stadtteil müssen wieder geweckt werden. Substanzbedrohende Schäden an Häusern sind sofort zu beseitigen.
  4. Behutsame Änderung von Grundrissen soll auch neue Wohnformen möglich machen.
  5. Die Erneuerung von Wohnungen und Häusern soll stufenweise geschehen und allmählich ergänzt werden.
  6. Die bauliche Situation soll durch wenige Abrisse, Begrünung im Blockinneren, Gestaltung von Fassaden verbessert werden.
  7. Öffentliche Einrichtungen sowie Straßen, Plätze und Grünbereiche müssen bedarfsgerecht erneuert und ergänzt werden.
  8. Beteiligungsrechte und materielle Rechte der Betroffenen bei der Sozialplanung müssen geregelt werden.
  9. Entscheidungen für die Stadterneuerung müssen offen gefunden und möglichst am Ort diskutiert werden. Die Betroffenenvertretung ist zu stärken.
  10. Stadterneuerung, die Vertrauen erzeugt, braucht feste Finanzzusagen. Das Geld muß schnell und auf den Fall bezogen ausgegeben werden können.
  11. Es sind neue Formen der Trägerschaft zu entwickeln. Treuhänderische Sanierungsaufgaben (Dienstleistungen) und Baumaßnahmen sollen getrennt werden.
  12. Die Stadterneuerung nach diesem Konzept muß über die Zeit der IBA hinaus gesichert sein.
 
 
Zitiert aus: Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen (Hg.) 1990, S. 64f.
 

Quelle 3: Wohnhof an der Jerusalems- und Neuen Kirche, Lindenstraße 81-84, 2006

Wohnhof an der Jerusalems- und Neuen Kirche, Lindenstraße 81-84, 2006
© Privatarchiv Horst Zeitler, Berlin

Quelle 4: Kreuzberger Hinterhof, 1973

Kreuzberger Hinterhof, 1973
© Privatarchiv Horst Zeitler, Berlin

Quelle 5: Kurzbeschreibung der Projektziele der IBA in der Lindenstraße (Kreuzberg)

Projekte der IBA:
  • Wohnhof an der Jerusalems- und Neuen Kirche, Lindenstraße 81-84: 48 familiengerechte Wohnungen mit Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoß, große Balkons und hausfrauengerechte Gestaltung; Sozialer Wohnungsbau mit unüblich niedrigen Kosten
  • Wohnpark am Berlin Museum, Lindenstraße 15-19: 311 familiengerechte Wohnungen im Sozial. Wohnungsbau, davon 3 Seniorenhäuser mit jeweils 15 Kleinwohnungen, 15 rollstuhlgerechte Wohnungen: Problematik der Eingliederung zwischen ehem. Berlin-Museum und Victoria-Versicherungsgebäude
  • Wohnanlage Ritterstraße-Nord, Lindenstr. 30-31 und 36-37: 315 überwiegend große, familiengerechte Wohnungen in 35 Mehrfamilienhäusern im sozialen Wohnungsbau, auch für Wohngemeinschaften; Wiederherstellung der Blockstruktur, Wohnhofcharakter. Individualisierung durch Addition unterschiedlicher Grundrisse und Hausformen. Einbeziehung von Hausgärten, Fassadenbegrünung usw.
 
Zitiert aus: Internationale Bauausstellung (Hg.) 1987, S. 176ff.
Redaktionell verantwortlich: Sabine Wähling, LISUM
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