Zum Inhalt springen

In diesem Kapitel sind die Themenfelder und Inhalte für die Doppeljahrgangsstufen 7/8 und 9/10 dargestellt. Die in den Themenfeldern aufgeführten Inhalte sind in den jeweiligen Doppeljahrgangsstufen verbindlich. Sie werden abhängig von der Entwicklung und den Kompetenzen der Lernenden im Unterricht erarbeitet und vertieft. Abhängig von den Stundenvolumina der naturwissenschaftlichen Fächer an den Schulen kann das in der Übersicht gekennzeichnete Themenfeld der Doppeljahrgangsstufe 7/8 oder 9/10 zugeordnet werden.

Die Themenfelder und Inhalte bieten zahlreiche Möglichkeiten, Bezüge zu anderen Fächern und zu übergreifenden Themen herzustellen. Auf unterschiedlichen Niveaus können einzelne Aspekte erneut aufgegriffen und vertieft werden. Die Themenfelder sind didaktisch verbunden und ergeben eine sinnvolle und begründete Reihenfolge, die jedoch nicht starr ist und an Lerngruppen und schulartspezifische Bedingungen angepasst werden kann. Zu jedem Themenfeld sind wichtige Bezüge zu den Basiskonzepten dargestellt.

Die ausgewiesenen Themenfelder werden für Schülerinnen und Schüler, die wegen einer erheblichen und langandauernden Beeinträchtigung ihres Lern- und Leistungsverhaltens sonderpädagogische Förderung erhalten oder für die sonderpädagogischer Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen5 festgestellt wurde, schülerbezogen berücksichtigt. Sie werden entsprechend der Lebensbedeutsamkeit für die Schülerinnen und Schüler ausgewählt.

Um die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, unabhängig von ethnischer und kultureller Herkunft, sozialem und wirtschaftlichem Status, Geschlecht und sexueller Orientierung, Alter und Beeinträchtigung sowie Religion und Weltanschauung zu ermöglichen, ist es erforderlich, diese individuelle Vielfalt der Lernenden bei der Planung des Unterrichts zu berücksichtigen. Damit fördert der Unterricht die Stärken unterschiedlicher Persönlichkeiten und ermöglicht inklusives Lernen.

Die Themenfelder und Inhalte bilden die Grundlage für differenzierte Aufgabenstellungen und eine Materialauswahl, die eine Herausforderung für das gesamte Leistungsspektrum einer Lerngruppe darstellt. Die Lernenden erhalten Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit den Themenfeldern und Inhalten allein und in der Zusammenarbeit mit anderen unter Beweis zu stellen. Sie erfahren dabei, in welchem Maße sie die gesetzten Standards erreichen bzw. was sie tun können, um ihre Kompetenzen zu vertiefen und zu erweitern. Die Themenfelder und Inhalte knüpfen vor allem an die Themen und Inhalte für das Fach Naturwissenschaften 5/6 an.

Die Bezüge zu den Basiskonzepten und die Kontexte enthalten Anregungen, die die Fachkonferenzen oder Fachlehrkräfte je nach Schulart bzw. -profil nach eigenem Ermessen bei der Planung von Unterricht berücksichtigen können. Dazu ist es erforderlich, dass die Lehrkräfte auf der Grundlage eines schulinternen Curriculums ein eigenes Unterrichtskonzept entwickeln. Dabei sind neben den vorgegebenen Kompetenzen und Inhalten die Interessen der Schülerinnen und Schüler, das Schulprogramm, besondere Gegebenheiten der Schule sowie aktuelle Anlässe zu berücksichtigen. Hierfür ist die Kooperation der Lehrkräfte in Fachkonferenzen oder überschulischen Arbeitskreisen notwendig.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren im Unterricht und an außerschulischen Lernorten etwas über Strukturen, Prozesse und Zusammenhänge in Natur und Technik. Damit sie dieses Wissen einschätzen, bewerten und sinnvoll in das eigene Weltbild einfügen können, ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie auch erfahren, wie diese Erkenntnisse gewonnen werden. Dazu lernen sie die naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen kennen, zu denen sowohl die charakteristischen Denkmethoden, mit denen man in den Naturwissenschaften zu Erkenntnissen gelangt, als auch die charakteristischen Arbeitsmethoden der Fachgebiete Physik, Chemie und Biologie zählen.

Der experimentellen Methode kommt aufgrund ihrer exponierten Stellung in den naturwissenschaftlichen Fächern eine tragende Rolle zu. Aus diesem Grund werden für jedes Themenfeld verbindlich Experimente und Untersuchungen angegeben. Diese können entsprechend der experimentellen Ausstattung der Schule variiert werden, sofern die mit dem Experiment bzw. der Untersuchung verbundenen Intentionen gewahrt bleiben.

Die in den Tabellen angegebenen Fachbegriffe beschränken sich auf wichtige, unverzichtbare Begriffe des Faches.

Der Rahmenlehrplan enthält in den Teilen C für die naturwissenschaftlichen Fächer in allen Themenfeldern Beispiele für Differenzierungsmöglichkeiten, die den Lehrkräften helfen, das für ihre Lerngruppe und für einzelne Schülerinnen und Schüler passende Leistungsniveau anzubieten. Differenzierungsmöglichkeiten beziehen sich auf:

  • die Komplexität von Sachverhalten und Kontexten
  • die Tiefe, mit der die Inhalte behandelt werden
  • das Abstraktionsniveau
  • die experimentellen Zugänge, z. B. mit Bezug auf den Grad der Selbstständigkeit
  • die unterschiedlichen Bearbeitungsweisen, z. B. bei der Textrezeption und Neustrukturierung von Sachverhalten, beim Erkunden oder Recherchieren
  • unterschiedliche Verarbeitungsweisen, z. B. Aufgaben lösen, Textproduktion, Anwenden und Memorieren von Wissen
  • exemplarisches oder fachsystematisches Lernen.

5 In Brandenburg sind diese Schülerinnen und Schüler dem Bildungsgang Förderschule Lernen gemäß § 30 BbgSchulG zugeordnet.

Doppeljahrgangsstufe 7/8
3.1Die Zelle – kleinste Funktionseinheit des Lebendigen
3.2Lebensräume und ihre Bewohner – vielfältige Wechselwirkungen
3.3Stoffwechsel des Menschen
3.4*Sexualität, Fortpflanzung und Entwicklung
Doppeljahrgangsstufe 9/10
3.5Gesundheit – Krankheit
3.6Bau und Funktion des Nervensystems
3.7Genetik
3.8Evolution

* Abhängig von den Stundenvolumina der naturwissenschaftlichen Fächer an den Schulen können die gekennzeichneten Themenfelder der Doppeljahrgangsstufe 7/8 oder 9/10 zugeordnet werden.

Die Themenfelder der Biologie sollten u. a. dazu genutzt werden, um die in der Primarstufe angebahnten naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen aufzugreifen und zu vertiefen.

Die Zelle wird als kleinste lebensfähige Einheit bezeichnet. Sie kann sich mit anderen Zellen zu Geweben, Organen und Organismen zusammenschließen. Die Fähigkeit zu Stoffwech-sel, Wachstum, Bewegung, Informationsverwertung und Fortpflanzung haben nur Zellen.

Sie können fest miteinander verbunden sein (z. B. in Organen) oder frei in einer Flüssigkeit schwimmen (z. B. Blutzellen). Form und Größe der einzelnen Zellen sind wegen ihrer unterschiedlichen Aufgaben sehr verschieden. Ihre Grundstruktur ist aber außer z. B. bei den roten Blutkörperchen immer gleich. Jeder Bestandteil erfüllt eine besondere Aufgabe. Die Zelle ist demnach die Grundlage aller biologischen Unterrichtsinhalte dieses Themenfeldes.

InhalteExperimente/Untersuchungen
  • Bau der pflanzlichen und tierischen Zelle
  • Funktionen der Zellbestandteile
  • Zelle - Gewebe - Organ - Organismus
  • Kennzeichen des Lebendigen
  • Modellbau einer Zelle
  • Mikroskopie von Zellpräparaten
  • Herstellung und Zeichnung von mikroskopischen Präparaten
Bezüge zu den Basiskonzepten
Struktur und Funktion
  • verschieden differenzierte Zellen von Pflanzen und Tieren und deren Funktion innerhalb von Organen
System
  • einzellige Lebewesen als lebendige Systeme
  • Zelle und die Funktion ihrer wesentlichen Bestandteile ausgehend vom lichtmikroskopischen Bild einer Zelle
  • Zusammenhänge zwischen den Systemebenen Zellorganell, Zelle, Gewebe, Organ, Organsystem und Organismus
Mögliche KontexteFachbegriffe
  • Leben im Heuaufguss
  • Das Kleinste sichtbar machen
  • eukaryotische Zelle
  • Zellwand, Zellmembran, Zellplasma, Mitochondrium, Chloroplast, Vakuole, Zellkern
  • Gewebe
  • Organ
  • Organismus
Beispiele für Differenzierungsmöglichkeiten
  • unterschiedliche Komplexität von Zellmodellen bzw. Entwicklung eigener Zellmodelle
  • ­Nutzung unterschiedlicher Realobjekte
  • mikroskopische Untersuchungen mit Dauer- oder Frischpräparaten, Färbeverfahren

Lebewesen wie Pflanzen oder Tiere, die sich einen bestimmten Lebensraum teilen, bilden zusammen Lebensgemeinschaften. In diesen sind sie voneinander abhängig und leben somit in einem kleinen oder großen Ökosystem. Durch ein eng verzahntes Mosaik sehr unterschiedlicher Lebensräume entsteht eine unglaubliche Artenvielfalt, die in diesem Themenfeld untersucht werden soll.

InhalteExperimente/Untersuchungen
  • Gliederung eines Ökosystems
  • Wechselbeziehungen im Ökosystem
  • Bedeutung der Ökosysteme für den Menschen
  • Pflanzen- und Tierbestimmung
  • Anlegen einer Pflanzensammlung
  • Tierbeobachtung
  • Geländepraktikum
Bezüge zu den Basiskonzepten
Entwicklung
  • Ökosystem im Wechsel der Jahreszeiten
  • langfristige Veränderungen von Ökosystemen
  • Veränderungen von Ökosystemen durch Eingriffe des Menschen
System
  • für ein Ökosystem charakteristische Arten und deren Bedeutung im Gesamtgefüge
  • Nahrungsketten und -netze
  • Bedeutung von Umweltfaktoren für ein Ökosystem
  • Zusammenhänge von Organismus, Population und Ökosystem
  • Bedeutung der Fotosynthese
  • stoffliche und energetische Wechselwirkungen in einem Ökosystem
  • Energiefluss zwischen den Trophiestufen
  • Stoffkreisläufe in einem Ökosystem
  • Schutz der Umwelt und die Erfüllung der Grundbedürfnisse aller Lebewesen sowie künftiger Generationen als Merkmale nachhaltiger Entwicklung
Mögliche KontexteFachbegriffe
  • Regenwürmer verbessern den Boden
  • Ein Insekt als Haustier
  • Asseln – landbewohnende Krebse?
  • biotische und abiotische Umweltfaktoren
  • Fotosynthese
  • Symbiose, Parasitismus, Konkurrenz
  • Produzenten, Konsumenten, Destruenten
  • Nahrungskette/Nahrungsnetz
  • Ökosystem
  • Stoffkreislauf
  • Nachhaltigkeit und Umweltschutz
Beispiele für Differenzierungsmöglichkeiten
  • Untersuchung verschieden komplexer Ökosysteme (Pflasterritze, Hecke oder Teich)
  • Beurteilung anthropogener Einflüsse unter verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit (sozial, ökonomisch und/oder ökologisch)
  • Darstellung von Stoffkreisläufen unter Verwendung von Wortgleichungen oder Reaktionsgleichungen

Das Wort Stoffwechsel ist ein häufig verwendeter Fachbegriff, wird aber oft nur synonym für Verdauung angewandt. Unter Stoffwechsel versteht man alle biochemischen Vorgänge, die innerhalb unseres Körpers auf unterschiedlichen Systemebenen ablaufen. Exemplarisch für Stoffwechselvorgänge werden in diesem Themenfeld Ernährung und Verdauung sowie Transport und Ausscheidung betrachtet.

InhalteExperimente/Untersuchungen

Ernährung und Verdauung

  • Zusammensetzung der Nahrung
  • Bedeutung der Nähr- und Zusatzstoffe für den Menschen
  • Nachweisreaktionen der Nährstoffe
  • Bau und Funktion der Verdauungsorgane

Transport und Ausscheidung

  • Bau und Funktion des Blutgefäßsystems und des Herzens
  • Zusammensetzung des Blutes und Funktion der Blutbestandteile, Blutgruppen
  • Bau und Funktion der Atmungsorgane
  • Nährstoffnachweise
  • Praktikum: Herz-Kreislauf, Atmung z B. Messung von Puls, Blutdruck und Atemfrequenz unter verschiedenen Bedingungen, Untersuchung der Atembewegungen
  • Modellbildung am Beispiel der Lunge oder des Herzens

 

Bezüge zu den Basiskonzepten
Struktur und Funktion
  • Wirkungsweise von Enzymen (Schlüssel-Schloss-Prinzip)
  • Zusammenhang zwischen Bau und Funktion der Verdauungs- und Atmungsorgane
  • Aufbau und die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems sowie deren Erkrankungen
System
  • Energiegehalt von Nährstoffen
  • Ernährungspyramide unter energetischen Aspekten
  • Prinzip der Zellatmung als Prozess der Energieumwandlung von chemisch gebundener Energie in andere Energieformen
Mögliche KontexteFachbegriffe
  • Fast Food – Slow Food – Whole Food: Ernährung kritisch betrachtet
  • Essstörungen – mehr als eine Krankheit
  • Das Blut ist ein besonderer Saft
  • Herz- und Kreislauferkrankungen – Geißel unserer Kultur
  • Blutspende und Organtransplantation kann Leben retten
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen – jeder kann helfen
  • Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate
  • Enzyme
  • Schlüssel-Schloss-Prinzip
  • AB0-System
  • Antigen, Antikörper
  • Arterien, Venen, Kapillaren
  • Blutkreislauf
  • Diffusion
Beispiele für Differenzierungsmöglichkeiten
  • Darstellung der Verdauung unter Verwendung von Wortgleichungen oder Reaktionsgleichungen
  • Vorgabe von detaillierten Versuchsdurchführungen oder thesengeleitete Experimente zur Durchführung von Nährstoffnachweisen
  • Nutzung unterschiedlicher Modelle verschiedener Abstraktionsniveaus für die Beschreibung von Prozessen des Herz-Kreislauf- sowie des Atmungssystems

Sich fortzupflanzen und die eigenen Gene an die nächste Generation weiterzugeben, ist, evolutionsbiologisch betrachtet, das Ziel aller Lebewesen. Beim Menschen ist die Sexualität im Gegensatz zu fast allen anderen Tieren kein reines Instinktverhalten. In diesem Themenfeld werden die Komplexität der Sexualität, aber auch die Entwicklung des Menschen und die Geburt betrachtet. Der Pubertät als einer Zeit starker körperlicher Veränderungen und des Entdeckens der eigenen Sexualität wird in diesem Themenfeld besondere Bedeutung beigemessen.

InhalteExperimente/Untersuchungen

Grundlagen menschlicher Sexualität

  • Bau und Funktion der Geschlechtsorgane
  • Hormone und Hormonwirkung, Pubertät
  • Liebe und Partnerschaft
  • Verhütung

Die Entwicklung des Menschen

  • Entwicklung von Embryo und Fetus
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Umgang mit Kondomen am Modell
Bezüge zu den Basiskonzepten
Entwicklung
  • Befruchtung, Keimesentwicklung und Geburt als Stationen der Individualentwicklung des Menschen
  • Verfahren der pränatalen Diagnostik
Struktur und Funktion
  • Vor- und Nachteile verschiedener Verhütungsmethoden
  • Wirkungsweise der Sexualhormone bei der Regulation des weiblichen Zyklus und deren Bedeutung für die Pubertät
System
  • biologische, ethische, soziale und kulturelle Fragen der Sexualität
Mögliche KontexteFachbegriffe
  • Das erste Mal
  • Nein! heißt Nein – sexueller Missbrauch
  • Pubertät – ich verändere mich
  • Ungewollt schwanger – und jetzt?
  • Hygiene und sexuell übertragbare Krankheiten
  • Es ist normal, verschieden zu sein
  • Spermium, Eizelle
  • Zygote
  • Hormone
  • sexuelle Selbstbestimmung
  • sexuelle Orientierung
  • Geschlechtsidentität 
  • Transgeschlechtlichkeit und Intergeschlechtlichkeit
Beispiele für Differenzierungsmöglichkeiten
  • Nutzung unterschiedlicher Informationsquellen, z. B. Informationsmaterial der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Besuch von Beratungsstellen oder Fachärzten
  • geschlechtsspezifische Differenzierung, Intergeschlechtlichkeit
  • Darstellung der Regulation der Geschlechtshormone und ihre Wirkung auf den Organismus auf unterschiedlichen Abstraktionsniveaus
  • Lernszenarien unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven der Jugendlichen

Überall in unserer Umwelt gibt es Bakterien, Viren, Pilze und Einzeller. Manche von ihnen wirken als Krankheitserreger. Gelingt es ihnen, in den menschlichen Körper einzudringen, treffen sie auf ein komplexes Abwehrsystem, das die Erreger ganz allgemein aber auch sehr gezielt bekämpft. Die Abläufe der Immunantwort und Möglichkeiten zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten, z. B. durch Impfungen, werden in diesem Themenfeld erarbeitet.

InhalteExperimente/Untersuchungen
  • Bakterien und Viren als Krankheitserreger; Infektionskrankheiten
  • Bestandteile des Immunsystems
  • passive und aktive Immunisierung
  • Auswertung statistischer Untersuchungen zu Infektionskrankheiten
Bezüge zu den Basiskonzepten
Struktur und Funktion
  • Merkmale von Bakterien
  • Bau und das Prinzip der Vermehrung von Viren
  • Antigen-Antikörper-Reaktion und aktive und passive Immunisierung
System
  • Bestandteile des Immunsystems (humorale und zelluläre Immunabwehr)
Mögliche KontexteFachbegriffe
  • Geschichte des Penicillins
  • HIV/AIDS, Grippe, HPV
  • Mein Impfausweis
  • Allergien
  • Reisen in andere Klimazonen
  • Tiere als Krankheitsüberträger
  • Schutzimpfungen – Wohl oder Übel
  • prokaryotische Zelle
  • Antibiotikum
  • Infektion
  • spezifische und unspezifische Immunabwehr
Beispiele für Differenzierungsmöglichkeiten
  • Darstellung der Immunabwehr auf unterschiedlichen Abstraktionsniveaus
  • Nutzung unterschiedlicher Modelle verschiedener Abstraktionsniveaus für die Darstellung des Baus von Bakterien und Viren
  • Recherche zu Infektionskrankheiten unter Nutzung unterschiedlicher Quellen (Literatur, Internet, Besuch einer Beratungsstelle)

Das Nervensystem umfasst alle Nervenzellen des menschlichen Körpers. Mit ihm kommuniziert er mit der Umwelt und steuert gleichzeitig vielfältige Mechanismen im Inneren. Das Nervensystem nimmt mithilfe von Sinneszellen Informationen aus der Umwelt auf, verarbeitet sie und löst Reaktionen wie Muskelbewegungen oder Schmerzempfindungen aus. Dieses System kann durch Drogen oder Erkrankungen beeinträchtigt werden.

InhalteExperimente/Untersuchungen

Sinne des Menschen

  • Sinnesorgane und Reizarten
    Bau und Funktion eines Sinnesorgans
    Funktionsstörung des Sinnesorgans

Nervensystem

  • Bau und Funktion der Nervenzelle
    Aufbau und Funktion des Nervensystems

Sucht und Suchtprävention

  • Experimente zu den Leistungen der Sinnesorgane
  • Mikroskopie von Nervenzellen (Dauerpräparat)
Bezüge zu den Basiskonzepten
Struktur und Funktion
  • Aufbau des Nervensystems und Funktion im Zusammenwirken mit Sinnesorganen (Reiz-Reaktions-Schema)
  • Zusammenhang zwischen Bau und Funktion sowie Funktions-störungen von Sinnesorganen
System
  • Zusammenwirken von Organen und Organsystemen beim Informationsaustausch bei einem Sinnesorgan
  • biologische, ethische, soziale und kulturelle Fragen des Drogenmissbrauchs
Mögliche KontexteFachbegriffe
  • Funktionsstörungen der Sinnesorgane
  • Schädigungen und Erkrankungen des Nervensystems
  • Sinne und Gehirn arbeiten zusammen – Sinnestäuschungen
  • Lernen und Gedächtnis
  • Stress meiden – gesund bleiben
  • Wege in die Sucht – legale und illegale Drogen
  • Axon, Synapse, Soma, Dendrit
  • Zentralnervensystem und peripheres Nervensystem
  • vegetatives Nervensystem
  • Reflex
  • Reiz-Reaktions-Schema
Beispiele für Differenzierungsmöglichkeiten
  • Beschreibung oder Erklärung der Informationsaufnahme und -weitergabe im Nervensystem auf unterschiedlichen Abstraktionsniveaus
  • Nutzung unterschiedlicher Modelle verschiedener Abstraktionsniveaus für die Beschreibung von Prozessen der Informationsaufnahme, -verarbeitung und -speicherung

Der biologische Teilbereich der Genetik befasst sich neben der Weitergabe von Genen auch mit der Ausprägung von Merkmalen. Ausgehend von den Kreuzungsexperimenten MENDELs werden die bis heute noch gültigen Vererbungsregeln in verschiedenen Zusammenhängen untersucht. Von besonderem Interesse ist dabei die Humangenetik, welche sich mit der Vererbung beim Menschen beschäftigt.

InhalteExperimente/Untersuchungen

zelluläre Grundlagen der Vererbung

  • Chromosomen als Träger der Erbanlagen
  • Zellteilungsprozesse
  • Gregor Mendel und die Vererbungsregeln

Vererbung beim Menschen

  • Methoden der Humangenetik
  • Vererbung der Blutgruppen und des Geschlechts
  • Mutationen, genetisch bedingte Krankheiten
  • Arbeiten mit Chromosomen-Modellen
  • Auswertung von Karyogrammen
  • Aufstellen und Analysieren von Stammbäumen
Bezüge zu den Basiskonzepten
Struktur und Funktion
  • Gesetzmäßigkeiten von Erbgängen
  • Chromosomen als Träger der genetischen Information und deren Rolle bei der Zellteilung
Entwicklung
  • Vorgang der Mitose und ihre Bedeutung
  • Prinzip und Bedeutung der Meiose am Beispiel des Menschen
  • mendelsche Regeln
  • Unterschied zwischen Mutation und Modifikation
Mögliche KontexteFachbegriffe
  • Ein Mönch entdeckt Vererbungsregeln
  • Genetik in der Landwirtschaft – Züchtung
  • Genetische Beratung
  • Chromosom
  • DNA
  • Gen/Allel
  • Mitose/Meiose
  • Genotyp/Phänotyp
  • Erbgänge
  • Kreuzungsschema
  • Modifikation
  • Mutation
  • Karyogramm
  • Pränatale Diagnostik
Beispiele für Differenzierungsmöglichkeiten
  • Nutzung oder Bau unterschiedlicher Modelle verschiedener Abstraktionsniveaus für die Beschreibung von Zellteilungsprozessen
  • Analysieren/Interpretieren von Stammbäumen oder Entwickeln von Stammbäumen anhand von Fachtexten
  • Recherche zu genetisch bedingten Krankheiten unter Nutzung unterschiedlicher Quellen (Literatur, Internet, Besuch einer Beratungsstelle) und Präsentation der Ergebnisse in verschiedenen Formen

In der Evolution spiegeln sich die Vielfalt der Lebewesen und deren Wechselwirkungen wider. Betrachtungen zur Evolution beleuchten die Entstehung und das Werden des Lebens als stammesgeschichtlichen Prozess und vermitteln die Einsicht, dass wir Menschen Teil der Evolution sind. In diesem Themenfeld geht es um die Vernetzung und punktuelle Vertiefung des bereits erworbenen Wissens über Ökologie, Genetik und Evolution.

InhalteExperimente/Untersuchungen
  • Evolutionstheorien von Lamarck und Darwin
  • Indizien für die Evolution
  • Evolution des Menschen
  • Vergleich von Fossilien
  • Vergleich von Hominidenschädeln
Bezüge zu den Basiskonzepten
System
  • Angepasstheiten von Organismen an die Umwelt
Entwicklung
  • Fossilien als Belege für Evolution
  • stammesgeschichtliche Verwandtschaft ausgewählter Pflanzen oder Tiere
  • Abstammung des Menschen
  • Mutationen und Selektion als Beispiele für Mechanismen der Evolution
Mögliche KontexteFachbegriffe
  • Wie alles begann – die Entstehung der Erde und des Lebens
  • Die Stammesgeschichte der Organismen
  • Der Landgang der Pflanzen und Wirbeltiere
  • Darwin – ein Forscherleben
  • Wie wir wurden, was wir sind
  • Art
  • Fossilien
  • Rudiment
  • Homologie/Analogie
  • Brückentier
  • Evolutionsfaktoren (Selektion, Isolation, Mutation)
  • Variabilität
  • Stammbaum
Beispiele für Differenzierungsmöglichkeiten
  • Aufgabenstellungen unterschiedlicher Komplexität bei der Beschreibung bzw. Erklärung der Entstehung von Arten durch das Wirken der verschiedenen Evolutionsfaktoren
  • Lernszenarien zur Erarbeitung verschiedener Evolutionstheorien unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lerntypen
  • Beschreibungen oder Erklärungen zur Abgrenzung von homologen und analogen Entwicklungen auf unterschiedlichen Abstraktionsniveaus

Der Wahlpflichtunterricht stellt ein Angebot dar, das über den Regelunterricht hinausgeht und ihn thematisch erweitert. Er dient der Vertiefung von Fachinhalten und schafft die Möglichkeit, Fachliches und Überfachliches zu verbinden.

Im schulinternen Curriculum wird sichergestellt, dass thematische Dopplungen mit dem Regelunterricht und Vorgriffe auf Inhalte des Unterrichts in der gymnasialen Oberstufe vermieden werden.

Grundlage für den Unterricht im Wahlpflichtfach sind die fachlichen Kompetenzbereiche. Werden weitere Fächer hinzugezogen, gilt dies für die Kompetenzbereiche aller beteiligten Fächer.

In den Fächern Biologie, Chemie und Physik kann im Wahlpflichtfach auf Themenfelder aus dem Fachteil Naturwissenschaften 7 – 10 zurückgegriffen werden.

standardillustrierende Aufgaben Standards
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Bewerten – Handlungsoptionen diskutieren und auswählen - Handlungsoption - E_F - Mueggelsee - DOC
Sexualität, Fortpflanzung und Entwicklung
Biologie - Erkenntnisse gewinnen - Elemente der Mathematik anwenden - E - HIV-Infektionen
Stoffwechsel des Menschen
Biologie - Erkenntnisse gewinnen - Elemente der Mathematik anwenden - E - Oberflächenvergrößerung
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Erkenntnisse gewinnen - Elemente der Mathematik anwenden - G - Die RGT- Regel am Beispiel der Kiemendeckelfrequenz von Goldfischen
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Erkenntnisse gewinnwen - Elemente der Mathematik anwenden - H - Das Wachstum von Gurkenpflanzen
Sexualität, Fortpflanzung und Entwicklung
Biologie - Kommunizieren - Informationen erschliessen – Textrezeption – Recherchieren - E_F - Homosexualitaet - DOC
Genetik
Biologie - Kommunizieren - Informationen erschliessen – Textrezeption – Recherchieren - G_H - Mendel - DOC
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Kommunizieren - Textproduktion - Darstellungsform wechseln - F - Nahrungsbeziehungen - DOC
Sexualität, Fortpflanzung und Entwicklung
Biologie - Kommunizieren - Über (Fach)-Sprache nachdenken – Alltags und Fachsprache bewusst verwenden - E_F - Raetsel Sexualitaet - DOC
Stoffwechsel des Menschen
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Basiskonzept Entwicklungs-Konzept Variabilitaet und Angepasstheit - F - Das menschliche Blut - DOC
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Entwicklungs-Konzept - Geschichte und Verwandtschaft - D - Krebstiere - DOC
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Entwicklungs-Konzept - Geschichte und Verwandtschaft - E - Buschwindroeschen - DOC
Evolution
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Entwicklungs-Konzept - Geschichte und Verwandtschaft - G_H - Axolotl - DOC
Pflanzen, Tiere, Lebensräume
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Entwicklungs-Konzept - Reproduktion - D - Bluetenteile - DOC
Sexualität, Fortpflanzung und Entwicklung
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Entwicklungs-Konzept - Reproduktion - E - Von der Eizelle bis zur Geburt - DOC
Gesundheit - Krankheit
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Entwicklungs-Konzept - Reproduktion - F - Vermehrung von Viren - DOC
Genetik
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Entwicklungs-Konzept - Reproduktion - G_H - Meiose - DOC
Pflanzen, Tiere, Lebensräume
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Entwicklungs-Konzept - Variabilität und Angepasstheit - D - Der Lebensraum von Asseln - DOC
Die Zelle - kleinste Funktionseinheit des Lebendigen
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Entwicklungs-Konzept - Variabilität und Angepasstheit - E - Tierische und pflanzliche Zellen - DOC
Evolution
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Entwicklungs-Konzept - Variabilität und Angepasstheit - G_H - Der Birkenspanner - DOC
Pflanzen, Tiere, Lebensräume
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Struktur und Funktion - Kommunikation und Information - D - Wechselwirkungen zwischen Lebewesen - DOC
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Struktur und Funktion - Kommunikation und Information - E - Symbiosen - Bakterien und ihre Wechselwirkungen - DOC
Bau und Funktion des Nervensystems
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Struktur und Funktion - Kommunikation und Information - F - Reizbarkeit und Reize - DOC
Evolutin
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Struktur und Funktion - Kommunikation und Information - G_H - Die sexuelle Selektion - DOC
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - Struktur- und Funktionskonzept - F - Die Zelle als Raum für chemische Reaktionen
Die Sonne als Energiequelle
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - System-Konzept - Stoff- und Energieumwandlung - D - Energieumwandlungen - DOC
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - System-Konzept - Stoff- und Energieumwandlung - E - Garnelen im Stoffkreislauf - DOC
Stoffwechsel des Menschen
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - System-Konzept - Stoff- und Energieumwandlung - F_G_H - Verdauung von Naehrstoffen - DOC
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - System-Konzept - Struktur und Funktion - D - Die Blaumeise - DOC
Die Zelle - kleinste Funktionseinheit des Lebendigen
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - System-Konzept - Struktur und Funktion - E - Leben im Heuaufguss
Bau und Funktion des Nervensystems
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - System-Konzept - Struktur und Funktion - E - Oekosystem - DOC
Lebensräume und ihre Bewohner
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - System-Konzept - Struktur und Funktion - F - Das Schluessel-Schloss-Prinzip - DOC
Evolution
Biologie - Mit Fachwissen umgehen - System-Konzept - Struktur und Funktion - G_H - Vordergliedmaßen der Wirbeltiere - DOC
HIV-Infektionen
Oberflächenvergrößerung