Das erst Anfang Juli 2010 aufgelegte Programm „Arbeit für Brandenburg“ will Langzeitarbeitslose über 50 Jahre zwei, in Ausnahmefällen 3 Jahre beschäftigen. Die Stadt Potsdam wird 25 Stellen unterstützen. Für die Landkreise und die anderen kreisfreien Städte sind noch keine Zahlen bekannt.
Aufbau und Erhalt von Schulbibliotheken werden ausdrücklich als mögliches Aufgabenfeld genannt. Schulen würden so einen Bibliotheksmitarbeiter erhalten, der kontinuierlich über eine lange Zeit in der Schulbibliothek arbeiten könnte. Damit würde ein Wunsch vieler Schulen in Erfüllung gehen.
Nach bisherigem Kenntnisstand muss man sich in Potsdam bis zum 26.8.2010 mit einem Konzept bewerben. Die Schulen müssen also schnell handeln, da der Termin bereits in der ersten Schulwoche liegt.
Als Träger der Maßnahme ist wohl ein gemeinnütziger Verein nötig, dem die Ausgaben erstattet werden. Das könnte möglicherweise der Förderverein der Schule sein.
Mehr Informationen und die Antragsunterlagen findet man
hier.
3. Schulbibliothekstag im Frühjahr 2011
Der 3. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag ist bereits in der Planungsphase. Allerdings wird er nicht wie die beiden vorhergehenden im November stattfinden. Der avisierte Termin ist der 26. März 2011.
Programmvorschläge, Vorschläge für Referenten (auch Selbstbewerbungen) werden gern entgegengenommen. Bewährte Seminare sollen weiterhin stattfinden: Neuere Kinder- und Jugendliteratur, Tipps und Tricks aus den Schulbibliotheken (Praxisberichte, best practice), Gründungseinmaleins, Fundraising ...
Aktuelle Informationen und Kontaktmöglichkeiten findet man auf den Seiten der Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg (
AGSBB).
Bildung einer AG Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg
Die Arbeitgemeinschaft Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg (AGSBB) wurde am 17.4.2010 in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin gegründet.
Der neue Zusammenschluss verfolgt das Ziel, durch Bündelung und Vernetzung von Kräften und Ressourcen eine neue, moderne Sicht auf Schulbibliotheken zu fördern und deren Aufbau an den Schulen Berlins und Brandenburgs zu unterstützen.
Die AGSBB lädt alle an Schulbibliotheken Interessierte ein, in der Arbeitsgemeinschaft mitzuwirken. Kontaktmöglichkeiten findet man auf der
Homepage der Vereinigung.
Berliner Reaktion auf Potsdamer Schulbibliotheksresolution

Berlins Bildungssenator Zöllner hat auf die Zusendung der
Resolution des 2. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstages antworten lassen.
Das Schreiben betont, dass Schulbibliotheken in Bezug auf Medienerziehung, Sprach- und Lesekompetenz sowohl im Unterricht als auch im außerunterrichtlichen Bereich ein wichtiger Bestandteil der Bildung seien. Das Land Berlin trage deshalb bereits jetzt der Rolle von Schulbibliotheken durch verschiedene Maßnahmen Rechnung.
So wird in dem Schreiben darauf hingewiesen, dass in den Musterraumprogrammen für Schulen stets Räume für Schulbibliotheken vorgesehen sind und eine Grundausstattung bei zukünftigen Neubauten „abgesichert“ sei.
Im Rahmen des Programms „
eEducation Masterplan Berlin“ solle die Medienkompetenz der Berliner Schülerinnen und Schüler gestärkt werden. Hierbei werde von der Bildungsverwaltung auch die Rolle der Schulbibliotheken als wichtig anerkannt. Sie sollen Teil von Lernumgebungen werden, in denen Arbeits- und Lernergebnisse aus kooperativem Arbeiten gespeichert und wiedergefunden werden können.
Zu der in der Entschließung angesprochenen Fortbildung wird angeregt, das pädagogische Personal zu berücksichtigen: "Die Ausweitung des Ganztagsbetriebes im Rahmen der Schulstrukturreform in Berlin bietet umfangreiche Möglichkeiten für Bildungsangebote außerhalb von Unterricht und damit auch für die Nutzung von Schulbibliotheken."
Brandenburger Reaktion auf Potsdamer Schulbibliotheksresolution

In einer kleinen Anfrage an die Landesregierung in Brandenburg Ende 2009 stellte das Mitglied des Landtages Jens Lipsdorf (FDP) elf Fragen "Zur Situation der Schulbibliotheken in Brandenburg". Eine der Fragen bezog sich konkret auf die Resolution des
2. Schulbibliothekstages.
In den Antworten der Landesregierung wurde deutlich, dass die Schaffung und Ausstattung von modernen Schulbibliotheken als eine wichtige Komponente zur Förderung von Lesekompetenz angesehen wird. So verweisen beispielsweise die
Empfehlungen für den Einsatz von Geldern aus dem Konjunkturpaket II für die Förderung von Projekten an brandenburger Schulen mit ganztägigen Angeboten darauf, dass Schulbibliotheken/ Mediotheken "hervorragende Bedingungen für die ganzheitliche Entwicklung von Lese- und Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler bieten können".
Bezüglich der Resolution wurde angeführt, dass "die Rahmenbedingungen zur Realisierung der Forderungen vorhanden" seien. So wären einige brandenburger Programme geeignet, Schulbibliotheken zu fördern, z.B. das
EFRE-Förderprogramm
MEP-GOST (bei Schulen mit gymnasialer Oberstufe) und das Förderprogramm
IBIS/„Impuls für eine bessere IT-Ausstattung an Grund-, Förder- und Oberschulen“ (bei ausgewählten Grund-, Förder- und Oberschulen, den so genannten Referenzschulen).
Fortbildungsmöglichkeiten bestünden durch eine Kooperation mit der Landesfachstelle für Archive und öffentliche Bibliotheken (
LFS) im Brandenburgischen Landeshauptarchiv.
Den vollständigen Wortlaut der Fragen und Antworten finden Sie
hier.
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LISUM, Bildungsserver Berlin-Brandenburg