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Schulverweigerung

Hilfe bei Schulverweigerung

Erwachsene – ob als Eltern, Lehrerinnen und Lehrer oder auch sozialpädagogische Fachkräfte – sind mit der Situation konfrontiert, dass ein Teil der Kinder und Jugendlichen durch regelschulische Angebote nicht mehr erreicht wird. Die jungen Menschen schwänzen zum Teil über Wochen und Monate die Schule, steigen trotz körperlicher Anwesenheit aus dem Unterrichtsgeschehen aus oder stören den Unterricht in so erheblichem Ausmaß, dass ein Verbleib in der Klasse nicht mehr möglich erscheint. Wo liegen die Ursachen dafür und was kann getan werden, um diesen Kindern und Jugendlichen Bildungsteilhabe und erfolgreiches Lernen zu ermöglichen?

Auch wenn prozentual nur sehr wenige Schülerinnen und Schüler Probleme mit dem regelmäßigen Schulbesuch haben, so ist doch jeder einzelne Fall von Schulverweigerung einer zu viel. Die Länder Berlin und Brandenburg halten für die Betroffenen verschiedene Unterstützungsangebote bereit.

Für junge Menschen ist Bildung der Schlüssel zu Identität, Orientierung und gesellschaftlicher Teilhabe. Bundesweit verlassen aber 5,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler eines jeden Jahrgangs die Schule ohne einen Hauptschulabschluss (Bildungsbericht 2016 für 2014). Jugendliche ohne Schulabschluss haben jedoch wesentlich geringere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Deshalb haben sich sozialpädagogische Fachkräfte Gedanken gemacht und verschiedene Programme, Handreichungen und Hilfen für Betroffene entwickelt.

Berlin: Informationen für Eltern und Lehrkräfte

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie stellt auf ihrer Internetpräsenz Informationsmaterial zu diesem Thema zur Verfügung.

Dazu gehören:

  • Mein Kind will nicht zur Schule gehen
  • Schuldistanz - Handreichung für Schule und Sozialarbeit
  • Handlungsplan für Schulpersonal

==> Zur SenBJW

Brandenburg:

  •  „Projekte Schule/Jugendhilfe 2020“
    Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat 2015 das Programm „Projekte Schule/Jugendhilfe 2020“ auf den Weg gebracht. Es führt einen seit 2007 erprobten Ansatz fort, bei dem die entsprechenden Jugendlichen durch freie Träger der Jugendhilfe betreut und unterrichtet werden. Näheres zu diesem Programm finden Sie auf den Seiten des MBJS.
  • Die Kooperationsplattform kobra.net stellt Material zum Thema bereit.
  • Rechtliche Grundlage und Rahmen werden gebildet durch das Brandenburgische Schulgesetz und das Rundschreiben 11/08

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