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Klassenrat

Das Konzept des Klassenrats trägt dazu bei, soziales Verhalten, Verantwortungsbewußtsein, Problemlösefähigkeiten und Gemeinschaftsgefühl einzuüben.

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Der Klassenrat ist ein Instrument der Selbst- und Mitbestimmung für alle Belange, die das Miteinander der Klasse betreffen.

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In Brandenburg wird der Klassenrat mit dem Modellprogramm "Demokratie lernen und leben" systematisch an Schulen etabliert. Das wiederkehrende Procedere und die damit verbundenen Übungsmöglichkeiten sind für Schüler/innen wichtig. Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit des Klassenrates sind gemeinsam vereinbarte Regeln.

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So kann z.B. ein Klassenrat arbeiten:

 

In jeder Klasse / Lerngruppe findet zu einem regelmäßig festgelegten Zeitpunkt der Klassenrat statt. Unter der wechselnden Leitung von zwei Kindern werden Lösungen für Konflikte gefunden, Klassenvorhaben geplant und Zuständigkeiten und Aufgaben für die Klassengemeinschaft abgesprochen. Jede Lerngruppe besitzt ein Klassenratsbuch, das für alle zugänglich ist. In diesem müssen der Name und das Datum eingetragen werden, um im nächsten Klassenrat nach dem Grund der Eintragung gefragt zu werden. In Kurzform wird notiert wie jeder "Fall" geklärt wird. Die Person, die den Eintrag vornahm, wird als erstes befragt. Herrscht über den Hergang Einigkeit, werden Lösungsvorschläge gesammelt. An diesen haben sich die Kontrahenten aktiv zu beteiligen und sich auf einen Vorschlag zu einigen. Behandelt werden auch Vorschläge zum Klassenleben, die Vergabe von Klassenämtern u.ä. Meinungen müssen begründet werden, um freundschaftsabhängige Stellungsnahmen zu vermeiden.

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Erfahrungen zeigen, dass der Klassenrat eine Möglichkeit ist, um Anliegen angstfrei zu regeln. Er ist nicht ein Instrument des Anklagens und Abstrafens. Es geht nicht darum, Recht zu haben, sondern Konflikte eigenverantwortlich zu klären und Verantwortung für die Klassengemeinschaft wahrzunehmen. Somit kommt Ruhe und Gelassenheit in die Lerngruppe, weil Anliegen in angemessenem Rahmen geklärt werden.

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Beispiele und weiterführende Materialien:

Hermann Zöllner, "Anregungen für die pädagogische Profilierung der Oberschule", Ludwigsfelde, 2005 (Link auf der Startseite)

http://www.fachportal-paedagogik.de (Literaturdatenbank)

www.blk-demokratie.de/index.php

 


 

Quellen:

/1/ Annette Czerwanski, Dorit Grieser, Claudia Solzbacher, Witlof Vollstädt, "Förderung von Lernkompetenz in der Schule" Bd. 2: Praxisbeispiele und Materialien, Bertelsmann Stiftung

/2/ Hermann Zöllner, "Anregungen für die pädagogische Profilierung der Oberschule", Ludwigsfelde, 2005

/3/  nach Heinz Schirp (2004): Werteerziehung und Schulentwicklung. Beiträge zur Demokratiepädagogik. BLK Modellversuch Demokratie lernen & leben