Zum Inhalt springen
Archiv

Weitere Modell- und Schulversuche

BLK-Programm

"Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts" (SINUS-Transfer)

Laufzeit: 08/2003 - 07/2005 


In diesem BLK-Programm geht es um die Verbreitung (Dissemination) der positiven Erfahrungen des ebenfalls durch die Bund-Länder-Kommision in der Zeit von 1998 bis 2003 geförderten Programms "Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts" (Sinus).
Im Land Brandenburg nahmen 41 Schulen, die in sechs regionalen Schulsets organisiert waren, an diesem Projekt teil. Die Schulsets wurden durch eine Koordinatorin oder einen Koordinator betreut. Diese Betreuung umfasste die Hilfestellung bei der Festlegung von Arbeitsschwerpunkten, die Unterstützung bei der Entwicklung bzw. Erprobung von SINUS-orientierten Materialien ebenso wie bei der Evaluation der gemachten Erfahrungen. Landesweit wurden für die beteiligten Schulen ausgehend von den Bedürfnissen Fortbildungstagungen gestaltet, die u. a. den landesweiten Erfahrungsaustausch sichern sollen. Die inhaltliche Arbeit war dabei wie folgt modular strukturiert:

     

  • Weiterentwicklung der Aufgabenkultur
  • Naturwissenschaftliches Arbeiten
  • Aus Fehlern lernen
  • Sicherung des Basiswissens
  • Kumulatives Lernen
  • Fachübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten       
  • Fördern von Mädchen und Jungen
  • Entwicklung von Aufgaben für die Kooperation von Schülern
  • Verantwortung für das eigene Lernen stärken
  • Erfassen und Rückmelden von Kompetenzzuwachs
  • Qualitätssicherung innerhalb der Schule          

 

 

Schulversuch

Optimierung des Schulanfangs: Fachliches und soziales Lernen in einer integrierten Eingangsphase unter Einbeziehung förderdiagnostischer Aufgaben (FLEX)

Laufzeit: 08/1999 - 07/2004


Bezug nehmend auf § 19 Abs. 5 BbgSchulG wurde in zwei Grundschulen eine integrierte, flexible Eingangsphase entwickelt und erprobt. Alle schulpflichtigen Kinder wurden aufgenommen. Es erfolgten keine Zurückstellungen oder Wiederholungen. Vorzeitige Einschulung sollte unterstützt werden. Die Verweildauer in der Eingangsphase betrug flexibel zwischen ein und drei Jahre (danach Versetzung in die 3. Jahrgangsstufe). Es sollte keine Anrechnung eines 3. Verbleibjahres auf die Vollzeitschulpflicht erfolgen. Es wurde geprüft, ob ein Verzicht auf die formale Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf für die Bereiche Lern- und Sprachbehinderung und Verhaltensstörung zugunsten von kontinuierlicher förderdiagnostischer Begleitung der jahrgangsübergreifenden Lerngruppen sinnvoll ist. Ein pädagogisch-didaktisches und unterrichtsorganisatorisches Konzept zur optimalen und gezielten Förderung aller Kinder sollte entwickelt und erprobt werden.

 

 

Schulversuch

Birkenwerder

Laufzeit: 08/1998 - 07/2005


Gegenstand des Versuchs war die Entwicklung und Erprobung einer neuartigen schulorganisatorischen Form der gemeinsamen Beschulung körperbehinderter und nicht körperbehinderter Schülerinnen und Schüler in einer Grundschule und in einer Gesamtschule, sowie der damit verbundene Steuerungs- und Kooperationsprozess. Die Kombination von Lernen in Kooperationsgruppen in den Jahrgangsstufen 4 - 10 als neue Differenzierungsform mit Lernen in Klassen mit zielgleichem und zieldifferentem gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf bildete den Schwerpunkt des Versuchs.

 

 

Schulversuch

Schule 22 Potsdam/Primarstufe und Sek. I

Laufzeit: 08/1998 - 07/2004

 

Primarstufe: Im Rahmen des an der Primarstufe der Schule 22 in Potsdam bereits praktizierten Montessorikonzepts soll die verbale Leistungsbeurteilung auch in den Jahrgangsstufen 3 - 6 entwickelt und erprobt werden.

Sekundarstufe I: Nach Wiedereinrichtung einer Gesamtschule am Standort der Schule 22 sollen - ebenso wie in der Primarstufe - in den jahrgangsgemischten Lerngruppen anstelle von Jahrgangsklassen sowie in den jahrgangsbezogenen, fachleistungsdifferenzierten Kursen in den Klassenstufen 7 und 8 die schriftlichen Informationen zur Lernentwicklung anstelle von Ziffernnoten entwickelt und erprobt werden.

 

 

BLK-Programm "Systematische Einbeziehung von Medien, Informations- und
Kommunikationstechnologien in Lehr- und Lernprozesse" (SEMIK)

Brandenburgisches Programmelement:

"Profilbildung 'Medien und Kommunikation'  in der gymnasialen Oberstufe" (MuK)

Laufzeit: 08/1998 - 01/2003

 

Im Rahmen der Programmförderung wurde MuK als brandenburgisches Programmelement eingebracht. An der Voltaire-Gesamtschule Potsdam (Pilotschule) und fünf Netzwerkschulen wird in der gymnasialen Oberstufe die Möglichkeit erprobt, durch eine Koppelung von bzw. Abstimmung zwischen Basis-/Grundkursen neben originären - über die jeweilige EPA der beteiligten Fächer definierten - Kompetenzen gleichzeitig Fähigkeiten in der interdisziplinären Zusammenarbeit und eine umfassende Medienkompetenz als wichtige Schlüsselqualifikation für die Berufs- und Studierfähigkeit zu erwerben.

 

 

BLK-Programm

Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (SINUS)

Laufzeit: 04/1998 - 03/2003


Mit der Beteiligung an diesem Programm reagiert das Land Brandenburg - neben 14 anderen Bundesländern - auf die Befunde der TIMSS-Studie für Deutschland, die Anstrengungen zur Weiterentwicklung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts in der Sekundarstufe I dringend nahelegen. Fünf Jahre lang werden die Lehrkräfte einer Pilotschule und von fünf Netzwerkschulen in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften insbesondere zu folgenden Schwerpunkten Unterrichtsvorhaben entwickeln und erproben:

  • Weiterentwicklung der Aufgabenkultur
  • Aus Fehlern lernen
  • Prüfen - Erfassen und Rückmelden von Kompetenzzuwachs
  • Fördern von Mädchen und Jungen.

Die fachliche Koordination und Beratung der Schulen erfolgt länderübergreifend durch das Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) der Universität Kiel. Ein länderübergreifender Austausch über Arbeitsergebnisse und Konzepte ist wesentlicher Bestandteil des Programms. Die Ergebnisse werden in Unterrichtsmaterialien und in die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte einfließen.

 

 

BLK-Programm "Qualitätsverbesserung in Schulen und Schulsystemen" (QuISS)

Brandenburgisches Programmelement:

"Selbstständige Schulen und Schulaufsicht" (SeSuS)

Laufzeit: 04/1999 - 03/2004


Brandenburg beteiligt sich neben elf weiteren Bundesländern an diesem länderübergreifenden Vorhaben mit zwei Schulsets, d. h. mit zwei Schulämtern und jeweils sechs Schulen in deren Zuständigkeitsbereichen. Die Schwerpunkte des brandenburgischen Modellversuchs liegen in den neuen Steuerungsbeziehungen zwischen selbständigen Schulen und Schulaufsicht bei der Umsetzung der Vorgaben von § 129 Abs. 3 des brandenburgischen Schulgesetzes: Verabredung pädagogischer Ziele, Auswertung von Arbeitsergebnissen, regelmäßiger Bericht an die Schulaufsicht, wobei die Qualitätsentwicklung und -sicherung von Unterricht und Erziehung im Vordergrund stehen wird.