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Schulqualität

Schulversuche
Schulversuche zur Schulzeitverkürzung
Seit Beginn des Schuljahres 2001/02 bzw. des Schuljahres 2003/04 laufen im Land Brandenburg zwei Schulversuche, mit denen unter Beteiligung von Gymnasien und Gesamtschulen nach Wegen gesucht wird, Schul- und Ausbildungszeiten zu verkürzen. Erprobt wird, wie es besonders leistungsfähigen und leistungsbereiten Schülerinnen und Schülern gelingt, die allgemeine Hochschulreife in zwölf Schuljahren zu erreichen - im Schulversuch Leistungsprofilklassen durch Überspringen der Jahrgangsstufe 8 - im Schulversuch 6 + 6 durch den direkten Übergang aus dem 1. Halbjahr des Jahrgangs 10 in das 2. Halbjahr des Jahrgangs 11. Da zum Schuljahr 2007/08 der sechsjährige Bildungsgang zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife in den Jahrgangsstufen 7 und 8 als Regelfall eingeführt wird, wurden zum Schuljahr 2006/07 letztmalig Schülerinnen und Schüler in die Schulversuche aufgenommen. Für diese Schülerinnen und Schüler werden die Schulversuche den mit der Änderung des Schulgesetzes beschlossenen neuen Regelungen angepasst. Die älteren Schülerjahrgänge führen die Versuche entsprechend der jeweiligen Konzeption zu Ende.
Die wissenschaftliche Begleitung der Schulversuche durch das LISUM wird nach einer Analyse der Abiturergebnisse der jeweils ersten Jahrgänge beider Schulversuche im Schuljahr 2008/09 mit einem Bericht an die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Ende des Kalenderjahres 2009 abgeschlossen.
Schulversuch
Lernstandsanalyse in der Grundschule
Laufzeit: ab 05/2004
 
Das Projekt Lernstandsanalysen in der Grundschule wird in Kooperation von MBJS, LISUM und der Universität Potsdam entwickelt. Ab 2004/05 wurde zunächst in den Jahrgangsstufen 1 der Grundschulen im Land Brandenburg begonnen, individuelle Lernbiografien zu erfassen und diese mit individuellen Lernplänen zu vernetzen. Lernstandsanalysen für die darauffolgenden Schuljahre sollen folgen. Die pädagogischen Lernstandsanalysen verfolgen das Ziel, mithilfe lernprozessbegleitender Erhebungsverfahren individuelle Hilfen für den Unterricht im Sinne einer möglichst optimalen Passung zwischen der Lernausgangslage des Kindes und den Lernanforderungen der Schule zu erreichen. Die Lernstandsanalysen sollen dazu beitragen, dass Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens (LRS und Rechenschwäche) so rechtzeitig erkannt werden können, dass Hilfen frühzeitig greifen können.
Dabei sind folgende Prinzipien leitend:
  • Prinzip Anerkennung - Jedes Kind soll im Unterricht erleben, dass es kompetent und liebenswert ist
  • Prinzip Kind-Umfeld-Analyse - Die Analyse erfasst die Wechselwirkung zwischen Kind und Umfeld
  • Prinzip Arbeitshypothesen - Ergebnisse von Lernstandsanalysen sind Bilder, die wir uns von Kindern machen, sie können nicht unmittelbar Realität abbilden
  • Prinzip pädagogische Diagnostik - Lernstände von Kindern werden analysiert, um den Unterricht zu verbessern
 Weitere Informationen und Materialien erhalten Sie hier
 
 
Modellvorhaben
MoSeS
 
Modellvorhaben MoSeS läuft seit einem Jahr an zunächst 12 ausgewählten Schulen. Zwischen der Autonomie einer Schule und ihrer Qualität gibt es einen kausalen Zusammenhang. Um dieses Beziehungsgeflecht aufzudecken, ist mit dem Modellvorhaben MoSeS ein Erprobungsraum für zunächst 12 ausgewählte Schulen eröffnet worden, in dem diese Schulen ihre personal- und dienstrechtlichen, verwaltungstechnischen und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten weitgehend selbstständig gestalten können.
Ein Gesamtbild rund um das Projekt MoSeS mit Links zu den teilnehmenden Schulen finden Sie hier.
 
 
Redaktionell verantwortlich: Juliane Schimko, LISUM
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