Bundesweites Modellprogramm unterstützt Veränderungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht
Unterricht ist veränderbar. Das zeigen die Ergebnisse der bundesweiten SINUS-Programme die seit 12 Jahren an Brandenburgs Schulen durchgeführt werden. SINUS steht für "Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts". Mit diesem Programm reagierten Bund und Länder unter anderem auf Befunde aus Schulleistungsvergleichsstudien. Die positiven Erfahrungen und wesentlichen Ansätze des bundesweiten Versuchs in der Sekundarstufe I wurden bis Juli 2009 in einem Transferprogramm auch auf die Grundschulen übertragen.
Mit Beginn des Schuljahr 2009/2010 startete das bundesweite Anschlussvorhaben
SINUS an Grundschulen (SGS). Dieses Anschlussvorhaben nutzt die positiven Erfahrungen der bisherigen SINUS-Programme. Dabei geht es nicht nur um die Etablierung von Arbeitsstrukturen, die Unterrichtsentwicklung unterstützen, sondern auch um die Realisierung von Unterrichtsveränderung.
An dem Projekt SINUS an Grundschulen beteiligen Grundschulen aus allen Schulamtsbereichen. Weitere Grundschulen können in das Schulset aufgenommen werden.
Für das Projekt werden die bundesweiten Schwerpunkte zur Unterrichtsveränderung des Vorgängerprogramms, die in zehn
Modulen beschrieben werden, weiter geführt. Zusätzlich nimmt SINUS an Grundschulen (SGS) jedoch weitere Themen in den Blick:
- Informationen aus Rückmeldungen für die Entwicklung des Unterrichts nutzen
- Wege zu den Naturwissenschaften über den Sachunterricht eröffnen, dabei anschlussfähige Inhalte, Konzepte und Methoden beachten
- Umsetzung der Bildungsstandards für Mathematik
- Diagnose und Förderung von Lernenden mit besonderen Schwierigkeiten bzw. mit besonderen Begabungen
- Übergänge gestalten (KiGa/Grundschule, Grundschule/Sekundarstufe I, flexible Schuleingangsstufe)
Die Teams der SINUS-Grundschulen sind auf dem Weg, den eigenen Unterricht weiterzuentwickeln, diesen Prozess zu dokumentieren und zu evaluieren. Dazu werden die beteiligten Lehrkräfte und Teams in der Region durch Koordinatoren beraten und unterstützt. Vom
LISUM werden für die beteiligten Schulen und die regionalen Setkoordinationen Arbeitstagungen und Fortbildungsveranstaltungen angeboten, die u. a. den landesweiten Erfahrungsaustausch sichern sollen. Aufgabe der Landeskoordination ist es, darüber hinaus die Vernetzung dieses Programms mit anderen Systemen der Qualitätssicherung und kooperative Kontakte u. a. zum Programm „prima(r)forscher“ und der Universität Potsdam zu befördern.
Nächste Arbeitstagung
"Voneinander lernen - Unterrichtsentwicklung gestalten" - Landestagung "SINUS an Grundschulen" am
09./10. Mai 2012 im
LISUM
Projektleitung
Bernd Jankofsky
Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (
LISUM)
Leiter der Abteilung Schul- und Personalentwicklung
14974 Ludwigsfelde-Struveshof
Tel.: +49 (0) 3378 209-400
Fax: +49 (0) 3378 209-409
E-Mail:
bernd.jankofsky(at)lisum.berlin-brandenburg.de
Landeskoordination