Das zielorientierte Vorgehen - typisch dafür ist die Voranstellung eines "advance organizers" als vorbereitende Lernlandkarte - beinhaltet systematische Selbstreflexionen der Lernenden und Lehrenden. Als Beispiel für einen "advance organizer" sei hier eine mögliche Variante vorgestellt, die sich auf drei typische Stationen beschränkt, die das Thema "Anpassung und Widerstand" ins Zentrum rücken.
Der "advance organizer" benennt nicht nur zentrale Begriffe aus den hier ausgewählten drei Themengebieten, die typischerweise nicht aufeinander aufbauend, sondern parallel erarbeitet werden. Er zeigt auch schon Verknüpfungen der Bereiche auf und gibt ebenso Hinweise auf die organisatorische Gliederung in drei Expertengruppen (Varnhagen, CV, Rotholz).
Organisatorisches Grundprinzip von SOL ist das Gruppenpuzzle, das heißt das Arbeiten in Kleingruppen und die damit verbundene gegenseitige Vermittlung der Lehrinhalte.12 Zweites didaktisch-methodisches Prinzip ist der Aufbau des Unterrichts nach dem sogenannten Sandwich-Verfahren. Dies beinhaltet den möglichst häufigen Wechsel von individuellen und kollektiven Erarbeitungs- und Lernphasen. Hierbei kann die Vielfalt methodischer Verfahren in ihrer ganzen Breite angewandt werden.13
12 Mathis, Christian (2007): Gruppenpuzzle. In: Günther-Arnd, Hilke (2007): Geschichts-Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II. 1. Aufl. Berlin: Cornelsen Scriptor, S. 221-223.
13 Klippert, Heinz (2006): Methoden-Training. Übungsbausteine für den Unterricht. 16., überarb. Aufl. Weinheim: Beltz (Beltz-Praxis). Zur konkreten Anwendung dieser Prinzipien siehe Mindmap weiter unten. Klippert, Heinz; Clemens, Erich (2007): Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen. Bausteine für den Fachunterricht. 5., unveränd. Aufl. Weinheim: Beltz (Beltz-Praxis).