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Gendersensible Berufsorientierung

Wozu spezifische Angebote für Mädchen und Jungen?

Geschlechterstereotype Vorlieben prägen nach wie vor die Wahl von Berufsausbildungen und Studiengängen: Circa 70 Prozent der Mädchen wählen aus zwanzig "typisch weiblichen" Ausbildungsberufen, etwa 50 Prozent der Jungen konzentrieren sich auf zwanzig "typisch männliche" Ausbildungsberufe.

Bei der Wahl von traditionellen Berufsausbildungen und Studiengängen werden häufig Alternativen nicht geprüft, insbesondere solche, die geschlechtsspezifisch determiniert zu sein scheinen. So entspricht z. B. der Frauenanteil in der Forschung mit 25 Prozent auch nicht annähernd dem Bevölkerungsanteil.
Die Abbruchquote in Ausbildung und Studium beträgt seit Jahren über 20 Prozent – ein weiterer Grund, den Prozess der Berufsorientierung umsichtig und kritisch zu gestalten.

Unter klischee-frei.de, dem Fachportal der bundesweiten Initiative für eine Berufsorientierung frei von Geschlechterklischees, stehen übersichtlich gestaltete Faktenblätter zum Herunterladen zur Verfügung. Diese aktuellen Statistiken zeigen die geschlechtsspezifischen Unterschiede in Bezug auf Ausbildung, Studium und Arbeitsmarkt. 

Girls'Day & Boys'Day - bundesweiter Berufsorientierungstag für Jungen und Mädchen ab Klasse 5

Quelle: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.
Quelle: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.

An diesem bundesweiten Berufsorientierungstag können Schüerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 5 Einblicke in Berufsfelder erhalten, die Mädchen und Jungen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. Für Mädchen bieten vor allem technische Unternehmen und Abteilungen, Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen am Girls'Day Veranstaltungen an. Jungen können am Boys'Day Berufe kennenlernen, in denen bislang nur wenige Männer arbeiten. Die Angebote umfassen vor allem Berufe aus dem sozialen, erzieherischen und pflegerischen Bereich. Zudem gibt es Veranstaltungen zu den Themen Lebensplanung, Männlichkeitsbilder, Sozialkompetenzen, die Jungen besuchen können.

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Regionale Angebote und Informationen für Berlin:

Regionale Angebote und Informationen für Brandenburg:       

Zukunftstag für Mädchen und Jungen in Brandenburg

Der Zukunftstag für Mädchen und Jungen in Brandenburg bietet Jugendlichen ab Jahrgangsstufe 7 die Möglichkeit, einen Tag lang Berufe kennenzulernen. In Unternehmen, Handwerksbetrieben, Hochschulen und anderen Einrichtungen erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Arbeitswelt. Gleichzeitig bieten die Angebote die Chance, Rollenklischees von „typischen“ Frauen- oder Männerberufen aufzubrechen.  

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Bundesinitiative Klischeefrei

Die Bundesinitiative Klischeefrei möchte eine klischeefreie Berufs- und Studienwahl im gesamten Bundesgebiet etablieren. Mädchen und Jungen sollen einen Beruf finden, der zu ihren individuellen Stärken, Interessen und der Lebensplanung passt. Das Fachportal www.klischee-frei.de stellt allen, die junge Menschen im Prozess der Berufs- und Studienorientierung unterstützen, Informationen, Daten, Praxisbeispiele und Materialien zur Verfügung.