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Altersbezogene Vielfalt

Die diskriminierungsfreie Teilhabe an Bildung betrifft die unterschiedlichsten Bereiche der Persönlichkeit eines Menschen. Inklusion zielt dabei nicht nur auf Menschen mit Behinderung. Diskriminierung oder Ungleichbehandlung findet in vielen Bereichen statt. Dies erfordert einen achtsamen Umgang.

Eine Aufgabe von Schule ist es, Respekt für Verschiedenheit zu verbinden mit dem Nicht-Akzeptieren von Ausgrenzung und Diskriminierung. Die Unterschiede von Menschen werden wertfrei anerkannt und es entsteht ein Bewusstsein dafür, dass Vielfältigkeit grundlegend bereichert. Die Besonderheit und Einzigartigkeit eines Menschen ist dabei die Grundlage um Vielfalt wertzuschätzen. Dieses Herangehen ist die Formulierung eines Zieles beziehungsweise die Entscheidung für einen Wert wie Menschen miteinander umgehen und bildet somit die Grundlage für eine veränderte Norm, denn ‚es ist normal verschieden zu sein‘. Schule hat den Auftrag die Fähigkeit andere anzuerkennen und die Wertschätzung von Differenzen zu fördern.

Die unterschiedlichsten Faktoren machen einen Menschen zu dem, was er ist. Im Rahmenlehrplan werden einige der Dimensionen der Vielfalt benannt. Diese Dimensionen können als Themen oder Einheiten im Unterricht umgesetzt werden. Darüber hinaus bietet es sich an, diese selbstverständlich in den Schulalltag zu integrieren durch zum Beispiel eine gendergerechte Sprache; das Bereitstellen von Essen ohne Fleisch oder Vegan bei Schulveranstaltungen; Thematisierung von diskriminierendem Verhalten wenn es auftritt; Schulbücher im Hinblick auf Rollenklischees kritisch betrachten; gleichgeschlechtliche Lebensweise als eine von vielen erwähnen usw.

 

 

 

Die altersbezogene Vielfalt ist gerade auch im Hinblick auf den demographischen Wandel von besonderer Bedeutung. Prinzipiell kann sich Diskriminierung aufgrund des Alters gegen jede Altersgruppe richten.

Hinter den Attributen „alt“ und „jung“ stecken oft Vorurteile, wie etwa, dass junge Menschen wenig Erfahrung haben, naiv oder infantil sind oder ältere nicht mehr flexibel sind und Zusammenhänge nicht verstehen. Diese Zuschreibungen beinhalten oft unterschiedliche Werte und Einstellungen oder einen veränderten Umgang mit Kommunikation und Medien. Aus dem englischen haben sich die Begriffe Ageism (‚Altendiskriminierung) und Adultismus (‚Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen‘) auch im deutschen Sprachraum durchgesetzt.

Unabdingbar um einen positiven Umgang mit Generationenvielfalt zu gewährleisten ist ein gegenseitiges und wertschätzendes Umfeld zu schaffen, indem beispielsweise Themen wie Generationenvertrag oder Generationengerechtigkeit in der Schule behandelt werden.

Webseiten/Unterrichtsmaterial zum Thema:

 

http://sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/media.php/bb2.a.5723.de/Workshop6a.pdf

Kindsein ist kein Kinderspiel. Adultismus - (un)bekanntes Phänomen.

 

http://www.lehrer-online.de/alt-jung.php

Alt sein - jung sein

 

http://www.bpb.de/apuz/29217/dialog-der-generationen

Generationen-Gerechtigkeit. Dialog der Generationen.

 

http://www.diakonie.de/unterrichtseinheit-alt-sein-10823.html

„Alt sein“. Ältere Menschen - neue Rollenbilder

 

http://www.zgb.at/kinder_jugend/downloads/AB1-Altersbild.pdf

Mein Altersbild.

 

http://www.jugend-und-bildung.de/webcom/show_article.php/_c-10/_nr-1233/_p-1/i.html

Safety 1st: „Was bedeutet alt sein für dich?“