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Religiöse Vielfalt

Die diskriminierungsfreie Teilhabe an Bildung betrifft die unterschiedlichsten Bereiche der Persönlichkeit eines Menschen. Inklusion zielt dabei nicht nur auf Menschen mit Behinderung. Diskriminierung oder Ungleichbehandlung findet in vielen Bereichen statt. Dies erfordert einen achtsamen Umgang.

Eine Aufgabe von Schule ist es, Respekt für Verschiedenheit zu verbinden mit dem Nicht-Akzeptieren von Ausgrenzung und Diskriminierung. Die Unterschiede von Menschen werden wertfrei anerkannt und es entsteht ein Bewusstsein dafür, dass Vielfältigkeit grundlegend bereichert. Die Besonderheit und Einzigartigkeit eines Menschen ist dabei die Grundlage um Vielfalt wertzuschätzen. Dieses Herangehen ist die Formulierung eines Zieles beziehungsweise die Entscheidung für einen Wert wie Menschen miteinander umgehen und bildet somit die Grundlage für eine veränderte Norm, denn ‚es ist normal verschieden zu sein‘. Schule hat den Auftrag die Fähigkeit andere anzuerkennen und die Wertschätzung von Differenzen zu fördern.

Die unterschiedlichsten Faktoren machen einen Menschen zu dem, was er ist. Im Rahmenlehrplan werden einige der Dimensionen der Vielfalt benannt. Diese Dimensionen können als Themen oder Einheiten im Unterricht umgesetzt werden. Darüber hinaus bietet es sich an, diese selbstverständlich in den Schulalltag zu integrieren durch zum Beispiel eine gendergerechte Sprache; das Bereitstellen von Essen ohne Fleisch oder Vegan bei Schulveranstaltungen; Thematisierung von diskriminierendem Verhalten wenn es auftritt; Schulbücher im Hinblick auf Rollenklischees kritisch betrachten; gleichgeschlechtliche Lebensweise als eine von vielen erwähnen usw.

 

 

 

 

Die wachsende religiöse Vielfalt liegt zum größten Teil begründet in der Einwanderung von Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern, die ihre jeweilige Religion mitbringen. Hinzu kommt die Möglichkeit zur Konversion zu neuen und anderen Religionen. Die Religionsfreiheit und auch die Freiheit keine Religion zu wählen, ist ein Menschenrecht.

Gläubige Menschen finden in ihrer Religion eine weltanschauliche Orientierung. Dabei treffen unterschiedliche Werte und Wertorientierung in den unterschiedlichen Religionen aufeinander. So gibt es in einigen Religionen klare Vorgaben, z.B. bezüglich Speisen oder Feiertagen. Deren Einhaltung zu ermöglichen, ist Ausdruck von grundsätzlichem Respekt. Durch die unterschiedlichen Inhalte und Gebote der Religionen wird auch das Miteinander von Menschen beeinflusst. Ein positiver und wertschätzender Umgang mit religiöser Vielfalt ist somit die Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben.

Die unterschiedlichen Sichtweisen der Religionen können sich gegenseitig bereichern, wenn die Überzeugung des Anderen nicht als Bedrohung gesehen werden, sondern als Vermögen an Wissen und Erfahrungen. Der konstruktive Vergleich eigener Standpunkte mit fremden Ansichten führt zu neuen Herangehensweisen und Erkenntnissen.