Zum Inhalt springen
Soziale Vielfalt

Die diskriminierungsfreie Teilhabe an Bildung betrifft die unterschiedlichsten Bereiche der Persönlichkeit eines Menschen. Inklusion zielt dabei nicht nur auf Menschen mit Behinderung. Diskriminierung oder Ungleichbehandlung findet in vielen Bereichen statt. Dies erfordert einen achtsamen Umgang.

Eine Aufgabe von Schule ist es, Respekt für Verschiedenheit zu verbinden mit dem Nicht-Akzeptieren von Ausgrenzung und Diskriminierung. Die Unterschiede von Menschen werden wertfrei anerkannt und es entsteht ein Bewusstsein dafür, dass Vielfältigkeit grundlegend bereichert. Die Besonderheit und Einzigartigkeit eines Menschen ist dabei die Grundlage um Vielfalt wertzuschätzen. Dieses Herangehen ist die Formulierung eines Zieles beziehungsweise die Entscheidung für einen Wert wie Menschen miteinander umgehen und bildet somit die Grundlage für eine veränderte Norm, denn ‚es ist normal verschieden zu sein‘. Schule hat den Auftrag die Fähigkeit andere anzuerkennen und die Wertschätzung von Differenzen zu fördern.

Die unterschiedlichsten Faktoren machen einen Menschen zu dem, was er ist. Im Rahmenlehrplan werden einige der Dimensionen der Vielfalt benannt. Diese Dimensionen können als Themen oder Einheiten im Unterricht umgesetzt werden. Darüber hinaus bietet es sich an, diese selbstverständlich in den Schulalltag zu integrieren durch zum Beispiel eine gendergerechte Sprache; das Bereitstellen von Essen ohne Fleisch oder Vegan bei Schulveranstaltungen; Thematisierung von diskriminierendem Verhalten wenn es auftritt; Schulbücher im Hinblick auf Rollenklischees kritisch betrachten; gleichgeschlechtliche Lebensweise als eine von vielen erwähnen usw.

 

 

Die soziale Vielfalt eines Menschen wird in der Gesellschaft durch den sozialen Status definiert. Dieser bezeichnet eine soziale Position oder die Zuordnung zu einer Position innerhalb einer sozialen Struktur. Es erfolgt in der Regel eine Bewertung aufgrund verschiedener Kriterien wie Macht, Einfluss, Einkommen, Vermögen, Prestige usw., so dass soziale Klassen entstehen.

Unterschieden wird der erworbene und der zugeschriebene soziale Status. Der erworbene Status kann durch Leistung oder Fähigkeiten unabhängig von sozialer Herkunft erreicht werden, wohingegen der zugeschriebene Status aufgrund von beispielsweise dem Status der Eltern, Alter oder Geschlecht von außen festgeschrieben ist.

Schule bildet ein Lern- und Entwicklungsmilieu, welches den sozialen Status neben der familiären Herkunft beeinflussen beziehungsweise sich auf den Bildungserfolg auswirken kann. Darüber hinaus verändert sich der soziale Status in unterschiedlichen Kulturkreisen und im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Wandel (z.B. Machtverlust des Adels).

Geprägt wird der soziale Status durch soziale Fähigkeiten/Kompetenzen wie z.B. Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Empathie. Deren Verfügbarkeit und Anwendung tragen zur effektiven Auseinandersetzung mit konkreten Lebenssituationen bei.

 

 

 

Webseiten/Unterrichtsmaterial zum Thema:

http://www.boeckler.de/pdf/schule_th_soziale_sicherung_2014.pdf

Sozial und sicher? Der deutsche Sozialstaat im Wandel

 

http://www.edidact.de/contentBase/edidact/vorschau/3-08-04-14-4.6.4.pdf

Vorschau Arbeitsmaterial: Soziale Rollen: Spielen wir alle nur Theater?

 

http://bildungsserver.hamburg.de/rolle-und-sozialisation/

Rolle und Sozialisation

 

zfds.zeit.gaertner.de/content/download/182/1465/file/mai.pdf
Wie gerecht ist Deutschland? Chancengleichheit für Kinder aus armen Familien