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Angebote außerschulischer Träger in Berlin

Im Folgenden werden einige Berliner Träger vorgestellt, die sich im engeren oder weiteren Sinne im Themenfeld Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus bzw. Prävention engagieren und Angebote für Jugendliche und pädagogische Fachkräfte bereitstellen. (Die folgende alphabetische Vorstellung der Träger und ihrer Angebote ist weitgehend dem Wortlaut ihrer Internetpräsenz entnommen.)

cultures interactive e.V. (CI)

Mainzer Str. 11

12053 Berlin

Tel.: 030/60401950

E-Mail: info@cultures-interactive.de

www.cultures-interactive.de (Zugriff 8. Juli 2016)

Als Fachträger zu Jugendkulturen, zur Prävention von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus arbeitet Cultures interactive (CI) mit Jugendlichen, pädagogischen Fachkräften und Kommunen. Politische Bildung verbindet Cultures interactive mit jugendkulturellen Workshops. Auf diese Weise ist es möglich, bei Heranwachsenden aus verschiedenen Milieus demokratische Teilhabemöglichkeiten und menschenrechtlich geprägte Haltungen zu stärken, Vorurteile abzubauen und Dialog zu fördern. Themen wie Rassismus, Ausgrenzung bzw. Inklusion, soziale Gerechtigkeit, Geschlechterrollen lassen sich ebenso diskutieren wie gewaltverherrlichende und religiös-ideologisch motivierte Positionen und Ideologien. Gleichzeitig fördert das Selbstverständnis des 'Do-it-yourself' (DIY) und Peer-Learning-Formate Kreativität und Eigenengagement.  

Die mobilen Angebote werden in Jugendeinrichtungen, Schulen (z.B. Projekttage für 7. bis 12. Klasse) oder Flüchtlingsunterkünften umgesetzt. Dabei wird eine lebensweltorientierte politische Bildung mit Workshops wie Breakdance, Comic, Musikproduktion, Medienworkshops, Rap oder Parkour verbunden. In diesem Rahmen bietet CI auch Fortbildungen für Fachkräfte aus Jugendarbeit und Schule an. 

Dialog macht Schule

Prinzenallee 22

13359 Berlin

Tel.: 030/65775617

E-Mail: info@dialogmachtschule.de

www.dialogmachtschule.de (Zugriff 8.7.2016)

Dialog macht Schule setzt sich für eine Demokratie ein, in der alle gesellschaftlichen Gruppen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft die Gesellschaft und Politik mitgestalten können. Diesem Selbstverständnis folgend, sollen Schulen dabei unterstützt werden, den Anforderungen einer vielfältigen Schülerschaft gerecht zu werden. 

Schülerinnen und Schüler sollen in ihrer demokratischen Bewusstseinsbildung gefördert werden und sich zu selbstbestimmten Persönlichkeiten entwickeln, die geleitet von ihren Stärken für sich und andere Verantwortung übernehmen. Das Angebot wurde speziell auf die Bedarfe ethnisch vielfältiger Schulen mit einem hohen Anteil an sozial benachteiligten  Schülerinnen und Schüler konzipiert. Das Programm bringt die Bereiche Persönlichkeitsentwicklung, politische Bildung und Integrationsarbeit zusammen:

  • Jugendliche ab der 7. Klasse werden in ihrer (multikulturellen) Identitätsbildung unterstützt und demokratische Handlungskompetenzen gestärkt. 
  • Durch Projekte, Aktionen und Kampagnen wird eine dialogische  und demokratische Schulkultur gefördert. 

Dialoggruppen:

Studierende und junge Akademikerinnen und Akademiker werden zu Dialogmoderierenden ausgebildet und für zwei Jahre an Schulen in schwieriger Lage geschickt. Diese Dialogmoderierende sind Mentorinnen und Moderatoren politischer Bildung, die in interkulturellen und interdisziplinären Teams geschützte Vertrauensräume in den Schulen schaffen, in denen die Themen und Interessen der Jugendlichen im Vordergrund stehen. Dazu teilen sie eine Schulklasse in zwei Dialoggruppen mit max. 15 Schülerinnen und Schüler auf. Dabei wird jeweils eine Gruppe von zwei Dialogmoderatorinnen und Dialogmoderatoren im Rahmen des Regelunterrichts (Ethik oder Gemeinschaftskunde) begleitet. Durch die intensive zweijährige Begleitung können sie die Beziehungen zu den Schülerinnen und Schülern aufbauen, ihre Themen erkunden und diese durch langfristige Projekte, die die gesamte Schule einbinden, umsetzen. Themen wie Identität, Heimat, Zugehörigkeit, Geschlechterrollen, Gerechtigkeit, Rassismus, Grund- und Menschenrechte werden so schrittweise bearbeitet und persönliche, soziale und demokratische Kompetenzen aufgebaut.

Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland

Koppenstr. 93

10243 Berlin

Tel.: 030/30308080 

E-Mail: weis@gesichtzeigen.de

www.gesichtzeigen.de (Zugriff 8.7.2016)

Gesicht zeigen! steht und arbeitet für Respekt und Toleranz, gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt sowohl in  Kampagnen als auch in  Fortbildungen, Veranstaltungen sowie Workshops. 

Diese Angebote – von A wie Ausgrenzung bis Z wie Zivilcourage – werden von Gesicht zeigen! begleitet. Das heißt auch: Die Schulen erhalten immer ein individuell zusammengestelltes Angebot. In Vorgesprächen werden geklärt: die Schwierigkeiten innerhalb der Gruppe, die Bearbeitung spezieller Themen, der Wunsch nach vertiefenden Fragestellungen, die Frage nach mehr Theorie oder mehr Praxisnähe.  

Workshops:

Im Rahmen der Ausstellung 7x jung werden demokratieorientierte Workshops für Jugendliche und Schulklassen ab etwa 11 Jahren angeboten. Im Themenbereich "Freiheit und Identität" richten sich Workshops an Schulklassen und Jugendgruppen, die Teil der Vielfalt Deutschlands sind, zu der auch Musliminnen und Muslime zählen. Das Projekt will das Interesse aneinander wecken, Vorurteile abbauen und den demokratischen Elan der Gesellschaft stärken. Durch kreative und respektvolle Ansätze soll zu nachdenklichem Handeln und gesellschaftlichem Engagement ermutigt und gegen Intoleranz und Fundamentalismus sensibilisiert werden: http://www.7xjung.de/39/

Mit dem Projekt "Die Freiheit, die ich meine" sollen im Bezirk Mitte muslimische und nicht-muslimische Mädchen und junge Frauen gestärkt und so zu Multiplikatorinnen innerhalb ihrer Familie, ihres Milieus, ihres Umfeldes sowie Freundeskreises gemacht werden. Denn: Die Diskussionen um den Islam nehmen großen Raum in der Wahrnehmung vieler Menschen ein und führen zu Verunsicherungen. Das zivilgesellschaftliche Engagement soll gestärkt werden und sowohl Diskriminierungen als auch Radikalisierungstendenzen entgegen gewirkt werden.

Fortbildungen:

Erfahrungen in der pädagogischen Praxis nutzt Gesicht zeigen! für Beratungs- und Fortbildungsangebote. Auch mit Erwachsenen wird partizipativ und interaktiv gearbeitet. Im Mittelpunkt steht eine vorurteilsbewusste und selbstreflexive Herangehensweise. Themen sind zum Beispiel: Ausgrenzung und Diskriminierung, Mobbing, rechtsextreme Symbole, Styles und Codes, Partizipation, Islam in Deutschland. Die Fortbildungsangebote wenden sich an Lehrkräfte und alle, die pädagogisch mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Gesicht zeigen! bietet schulinterne Fortbildungen, trainiert Kollegien oder Fachbereiche.

HAYAT-Deutschland

Beratungshotline 

Montag–Freitag von 11.00–17.00 Uhr:

Tel.: 0157/71359963

www.hayat-deutschland.de (Zugriff 8.7.2016)

Achtung: HAYAT arbeitet nicht präventiv mit Jugendlichen in Schulen etc., sondern berät ausschließlich Fälle, in denen eine Radikalisierung bereits erfolgt ist oder zu befürchten ist.  

HAYAT (türkisch und arabisch für 'Leben') ist ein Projekt der Berliner ZDK (Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH). Die deutschlandweit arbeitende Beratungsstelle richtet sich vorrangig an Angehörige von Personen, die sich salafistisch radikalisieren oder sich dem militanten Jihadismus anschließen und gegebenenfalls in Konfliktregionen ausreisen. HAYAT ist auch eine Anlaufstelle für Personen, die mit dem militanten Jihadismus brechen und gewalttätige Gruppen verlassen wollen. 

Zur Beratung und Begleitung von Eltern, Geschwistern, Freundinnen und Freunden, Lehrkräften oder auch Arbeitgeberinnen und Arbeitsgebern von islamistisch ideologisierten und radikalisierten Personen wurden Methoden und Ansätze entwickelt, die auf Erfahrungen mit einer Deradikaliserungs- und Ausstiegsinitiative für hochradikaliserte Neonazis basieren. Ziel ist es, Menschen im Umfeld radikalisierter Personen zu beraten und mit ihnen zusammen zu arbeiten, um einen Radikalisierungsprozess von Angehörigen zu verhindern, zu verlangsamen oder umzukehren. Darüber hinaus arbeitet HAYAT-Deutschland direkt mit den sich radikalisierten Personen, um ihnen Erfordernisse und Möglichkeiten einer Distanzierung von radikaler Ideologie und radikalen Gruppen aufzuzeigen.

HEROES

Hermannstraße 22

12049 Berlin-Neukölln

Tel.: 030/509 18 060

E-Mail: info@heroes-net.de 

http://www.heroes-net.de ( Zugriff 8.7.2016)

Achtung: HEROES ist kein Projekt im Rahmen der Prävention religiös begründeter Ideologisierung (Islamismus). Fragen von Geschlechterrollen sind aber immer wieder Thema in Schulen und Jugendeinrichtungen. Deshalb sollen hier die Angebote von HEROES vorgestellt werden.

HEROES ist ein Projekt des Strohhalm e.V., in dem sich junge Männer gegen die Unterdrückung im Namen der Ehre und für die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern engagieren. In regelmäßigen Trainings setzen sich die jungen Männer mit Themen wie Ehre, Identität, Geschlechterrollen und Menschenrechte auseinander. Als offizielle HEROES besuchen sie anschließend Schulklassen, Ausbildungsstätten oder Jugendeinrichtungen, wo sie Workshops für Mädchen und Jungen anleiten. 

Workshops:

Die HEROES regen die Jugendlichen anhand von Rollenspielen dazu an, mit ihnen über Ehre zu diskutieren und animieren sie gegen Unterdrückung im Namen der Ehre Stellung zu beziehen. Dem Workshop liegt der Gedanke der Peer Education zu Grunde: Die HEROES kennen die Konflikte, Zwänge und Träume der meist gleichaltrigen Jugendlichen. Gerade bei schwierigen Themen nehmen Jugendliche am ehesten alternative Perspektiven von anderen Jugendlichen an, vor allem wenn sie sich in ihren Emotionen und sozialen Kontexten verstanden fühlen. In den Rollenspielen werden Konfliktsituationen anschaulich dargestellt und durch Interaktion mit den Jugendlichen weiterentwickelt und vorgeschlagene Lösungsansätze durchgespielt. 

Fortbildungen:

HEROES bietet auch eine Fortbildung an für Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, migrantische Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Polizeikräfte, Jugendamtsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, Familienhelferinnen und -helfer, Einzelfallhelferinnen und -helfer, Ausbildungsstätten, Universitäts-Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Fachhochschulen sowie Studierende. Themen der Fortbildung sind u.a.: Vorstellung der HEROES-Workshops, Begriff der Ehre und Unterdrückung im Namen der Ehre; Umgang mit Diskriminierungserfahrungen; Sexismus, Geschlechterrollen, Konzepte von Männlichkeit und Weiblichkeit; pädagogische Praxis und Lösungen für Fachkräfte aus 'Nicht-Ehrenkulturen'.

Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA)

Oranienstraße 34

10999 Berlin

Tel.:030/23588230 (Mo-Do 9.00 bis 15.00 Uhr)

E-Mail: mail@kiga-berlin.org

www.kiga-berlin.org (Zugriff 8.7.2016)

Der Bildungsträger KIgA e.V. entwickelt Konzepte, lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze sowie Materialien für die politische Bildung und die pädagogische Arbeit und setzt diese in die Praxis um. 

Themenfelder sind: Antisemitismus und Islam/Islamismus/Antimuslimischer Rassismus. 

Die Zielgruppe ist die Migrationsgesellschaft. Spezifischer Schwerpunkt ist die Arbeit mit muslimisch sozialisierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das Team arbeitet interdisziplinär und setzt sich aus Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen.

Angebote für Jugendliche:

Die Bildungsangebote für Jugendliche reichen von Projekttagen über mehrtägige Workshops bis hin zu schuljahresbegleitenden Seminarreihen. 

Zu Inhalten und Nutzungsmöglichkeiten wird eine Beratung angeboten. Workshops bzw. Projektschultage umfassen den Zeitraum von sechs Unterrichtsstunden. Sie werden in der Regel von zwei Teamleiterinnen bzw. Teamleitern der KIgA durchgeführt und richten sich an Jugendliche ab Klasse 9. Themen sind u.a.: der Nahostkonflikt; Juden in islamischen Gesellschaften; jüdisches Leben in Kreuzberg; Prävention islamistischer Radikalisierung durch Sensibilisierung, Information und Stärkung von Dialogfähigkeit und pluralistischem Demokratieverständnis.  

Fortbildungen:

Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und anderen Formen stereotypisierenden und ausgrenzenden Denkens berührt komplexe und hochsensible Themenbereiche. Dazu werden bundesweit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und lokale Akteure der schulischen und außerschulischen Bildung unterstützt. Die Angebote umfassen die Bereitstellung von Hintergrundmaterial, die Vermittlung eines sensiblen Umgangs mit schwierigen oder umstrittenen Inhalten, Anregungen zur kritischen (Selbst-) Reflexion sowie konkrete Methodentrainings und Fortbildungen.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Ahornstr. 5

10787 Berlin

Tel.: 030/21 45 86 0 

E-Mail: schule@aktioncourage.org 

www.schule-ohne-rassismus.org (Zugriff 8.7.2016)

Das Netzwerk Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage (SoR) befasst sich u.a. mit den Themen 'Diskriminierung aufgrund der Religion' und 'Diskriminierung durch Religionen'. In diesem Kontext werden auch Materialien, Veranstaltungsformate und Konzepte zur Prävention von Islamismus/Salafismus und Muslimfeindlichkeit entwickelt. 

So hat SoR 2014 das Handbuch 'Islam & Schule' für Lehrkräfte und Pädagoginnen und Pädagogen erstellt und 2015 aktualisiert. Es präsentiert einen multidimensionalen Präventionsansatz zu Islamismus und Muslimfeindlichkeit und thematisiert u.a., welche Rolle Lehrkäfte und Eltern dabei spielen können. Das Handbuch informiert über historische, organisatorische und rechtliche Hintergründe von Anerkennungs- und Gleichbehandlungsdefiziten gegenüber der muslimischen Minderheit in Deutschland. Zugleich liefert es Sachinformationen über islamistische Gruppen. Es analysiert Problemfelder in den muslimischen Lebenswelten und die Bedarfe und Anforderungen im schulischen Alltag. Es hilft, Lösungswege für praktische Probleme im Schulalltag zu entwickeln.

Denn: Viele Debatten und Konflikte, die sich vordergründig um den Islam drehen, haben ihre Ursprünge nicht in der Religion, sondern in den aktuellen sozialen Lebenswelten von Jugendlichen oder manche auch in Traditionen der Herkunftsgesellschaften der Migrantinnen und Migranten. Das Handbuch trägt zu einer differenzierten Analyse pseudoreligiöser Haltungen und daraus resultierender Problemen bei und bietet mit einer an den Menschenrechten orientierten Pädagogik das methodische und argumentative Rüstzeug, damit Kinder und Jugendliche menschenverachtenden Ideologien kritisch begegnen können. SoR bietet regelmäßig Fortbildungen und Workshops für Fachkräfte zum Handbuch an: www.schule-ohne-rassismus.org/wer-wir-sind/landeskoordinationen/berlin/aktivitaeten/ (Zugriff 8.7.2016)

ufuq.de – Jugendkulturen, Islam und politische Bildung

Boppstr. 7, Hausteil A

10967 Berlin 

Tel.: 030/98 34 10 51

E-Mail: info@ufuq.de

www.ufuq.de (Zugriff 8.7.2016)

Das arabische Wort ufuq heißt Horizonte oder Perspektiven. ufuq.de will einen möglichst unaufgeregten Beitrag zu einem selbstverständlichen Miteinander in der pluralistischen Migrationsgesellschaft leisten. Das Themenfeld umfasst den Islam, die Islamfeindlichkeit und die Islamismusprävention. Zielgruppe von ufuq.de sind Jugendliche sowie Fachkräfte, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten. Ziel der Arbeit ist es, Jugendliche zu stärken, ihr Demokratieverständnis zu fördern und sie für die einfachen Antworten zu sensibilisieren, die ihnen von Ideologien angeboten werden. Provokationen von Jugendlichen werden auch als Chance für beständig notwendige Prozesse der Vergewisserung und Weiterentwicklung von Werten und Normen in einer von Diversität geprägten demokratischen Gesellschaft verstanden. Dazu will ufuq.de Räume schaffen.

Workshops:

In Schulklassen und Jugendeinrichtungen arbeitet ufuq.de mit heterogenen Gruppen zu Themen wie Identität, Zugehörigkeit, Diskriminierung, Gewalt, Gerechtigkeit, Geschlechterrollen oder Islam, Demokratie und Islamismus. Die Teamleiterinnen und Teamleiter sind meist zwischen 20 und 30 Jahre alt, unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlich religiös. Mit Filmen und jeweils themenspezifischen Formaten arbeiten sie mit den Jugendlichen im Rahmen des Unterrichts (i.d.R. 3 x 2 Stunden) oder im Rahmen von Projekttagen. Die Leitfrage an die Jugendlichen lautet dabei jeweils: "Wie wollen wir leben?" - in der Klasse, in der Schule, in unserer Stadt oder in der Welt. Die Erfahrung zeigt: Den Jugendlichen Denkanstöße zu geben und sie miteinander ins Gespräch zu bringen, schützt sie vor einfachen Weltbildern und sensibilisiert sie für unterschiedlichste Formen der Diskriminierung und Abwertung - auch wenn es ihre eigenen Bilder und Vorurteile infrage stellt. Außerdem erfahren sie, dass ihre Stimme zählt. Denn das Empowerment junger Musliminnen und Muslime ist ein wesentlicher Aspekt präventiver wie integrativer Arbeit.         

Fortbildungen:

Jugendliche befinden sich in Suchprozessen – in spezifischer Weise betrifft das Jugendliche mit Migrationshintergrund. In ihren vielfältigen Suchprozessen verhalten sie sich nicht immer erwartungsgemäß. So kommt es zu Positionen und Verhaltensformen, die zwar selten mit 'Islamismus' zu tun haben, für pädagogische Fachkräfte aber extreme Herausforderungen darstellen können – zum Beispiel wenn Abwertungen anderer religiös oder unter Verweis auf nationale/kulturelle Herkünfte begründet werden. Pädagogische Fachkräfte werden dafür sensiblisiert, welche Rolle Religion für viele Jugendliche spielt. Ihnen wird erklärt, warum Islam und Demokratie gut miteinander vereinbar sind und wie Islam und Islamismus unterschieden werden können. Vor allem aber bietet ufuq.de Materialien, Formate und Haltungen an, die bei der Arbeit mit 'ihren' Jugendlichen helfen können. Darüber hinaus bietet ufuq.de Schulen bzw. Arbeitsgruppen von Fachkräften an Schulen kontinuierliche Beratung und Begleitung an. Auch das Portal auf www.ufuq.de richtet sich an pädagogische Fachkräfte.

Violence Prevention Network (VPN)

Alt-Moabit 73

10555 Berlin

Tel.: 030/91705464

E-Mail: post@violence-prevention-network.de 

www.violence-prevention-network.de (Zugriff 8.7.2016)

Violence Prevention Network ist ein Verbund von Fachkräften aus den Bereichen Deradikalisierung und Extremismusprävention. In diesem Rahmen stehen eine Reihe von Projekten und Angeboten zur Verfügung:

Beratungsstelle BAHIRA in der Şehitlik Moschee: http://www.violence-prevention-network.de/de/aktuelle-projekte/bahira-beratungsstelle (Zugriff 8.7.2016)

Hier steht die Prävention von islamisch begründetem Extremismus innerhalb muslimischer Communities im Vordergrund. Es werden spezifische Qualifizierungs- und Sensibilisierungsangebote mit und für Mitglieder der Moscheegemeinde entwickelt und die direkte Interventions- und Beratungsarbeit implementiert. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden geschult und beraten. Muslimische Jugendliche lernen in der Moschee ihre Religion kennen, werden dazu angeregt, ihr religiöses Wissen zu reflektieren und erhalten ein friedliches und tolerantes Verständnis vom Islam. 

 

KOMPASS - Toleranz statt Extremismus 

http://www.violence-prevention-network.de/de/aktuelle-projekte/beratungsstelle-kompass-toleranz-statt-extremismus (Zugriff 8.7.2016)

KOMPASS ist eine Beratungsstelle, an die man sich wenden kann, wenn es um direkte Deradikalisierung bzw. die Vermeidung weiterer Radikalisierung junger Menschen geht. Hier erfolgt eine Ansprache der gefährdeten Person durch das mobile Beratungs- und Interventionsteam von KOMPASS. Gefährdete junge Männer und Frauen im Umfeld des extremistischen Salafismus bzw. Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Kriegsgebieten sollen schnell vor Ort angesprochen und Ausstiegsprozesse initiiert werden.


MAXIME Berlin

Bergmannstraße 5 / Haus 2, 3. OG

10961 Berlin-Kreuzberg

Tel.: 030/544 677 79

E-Mail: maxime@violence-prevention-network.de

www.violence-prevention-network.de/de/aktuelle-projekte/maximeberlin (Zugriff 8.7.2016)

Der Fokus von MAXIME Berlin, einem interkulturell und interreligiös ausgerichteten Präventionsprojekt zur Toleranz- und Demokratieentwicklung, liegt in den Bereichen Fortbildungen für Moderatorinnen und Moderatoren, Anti-Gewalt- und Kompetenztraining (AKT®) sowie Workshops an Schulen zu den Themen interreligiöse/interkulturelle Kompetenz und politische Bildung. Die Workshops werden für die 9. und 10. Klassen angeboten und dauern zwischen ein und drei Tagen inklusive Besuchen von Kirche, Moschee und Jüdischem Museum.