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Notfallintervention

Intervention

Hier finden Sie die 

Für das sofortige Eingreifen bei Gewalthandlungen an Schulen ist folgende Schrittfolge hilfreich:

 
1. Die Situation für die eigene Verhaltensweise einschätzen: In der Auseinandersetzung eingreifen und die Gewalt unterbrechen. Wenn die verbale Aufforderung nichts nützt, dazwischen gehen. Wenn dies zu gefährlich ist, Hilfe holen.
2. Einen Überblick verschaffen:
Wer war beteiligt? Und wer war Zeuge?
3. Opferhilfe leisten:
Ist jemand verletzt? Erste Hilfe und seelischen Beistand organisieren.
4. Signale an den Täter/-in geben:
Gibt es einen eindeutigen Täter? Dann demjenigen gegenüber ausdrücken, dass das Verhalten Konsequenzen haben wird. Keine wilden Drohungen ausstoßen, die dann nicht umgesetzt werden.
5. Unterstützung holen:
Gezielt die Unterstützung eines Jugendlichen bzw. einer weiteren Lehrkraft einfordern, falls dies erforderlich ist.
6. Zuschauende wegschicken:
Die Zuschauer wegschicken oder sich mit den Konfliktparteien wegbegeben.
7. Konfliktparteien beruhigen:
Konfliktparteien räumlich trennen, sie zum "Durchatmen " auffordern bzw. sie in ein Gespräch verwickeln.
8. Konflikt aufarbeiten:
Wenn sich die Beteiligten beruhigt haben, so schnell wie möglich ein Konfliktgespräch führen. Es soll geklärt werden, was vorgefallen ist und wie das Problem gelöst werden kann.
9. Konsequenzen ziehen:
Auf Vereinbarungen zwischen den Konfliktparteien hinarbeiten. Falls eine Strafe angeraten ist: Steht sie in einem Verhältnis zur Tat? Erhält das Opfer einen Ausgleich? Lernt der Täter durch die Strafe? Wie sieht die Wiedergutmachung aus?

 

Der längerfristige Erfolg von Interventionen hängt davon ab, was in den Schritten 8. und 9. nachhaltig verabredet wird.
Bei Konfliktgesprächen ist eine Vereinbarungen zwischen den Konfliktparteien zu treffen, die unbedingt überprüft werden soll.
Strafen für Täter sollen angemessen sein und möglichst einen Täter-Opfer-Ausgleich einbeziehen.
Die einzelne Schule sollte erfahrungsbezogene Hinweise diskutieren und sammeln, so dass diese in der Notsituation bereit stehen.