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EUROPASS

EUROPASS

ein einheitliches gemeinschaftliches Rahmenkonzept zur Förderung der Transparenz bei Qualifikationen und Kompetenzen

Im Ergebnis des Brügge-Kopenhagen-Prozesses wurde mit dem EUROPASS, Entscheidung Nr. 2241/2004/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004 (html-Seite - oder als PDF-Datei mit 380 KB), ein einheitlicher europäischer Transparenzrahmen für Bildung und Qualifizierung geschaffen.
Für die Durchführung dieser getroffenen Entscheidung auf nationaler Ebene ist jeder der 31 teilnehmenden Staaten selbst verantwortlich. Zu diesem Zweck schafft jeder Mitgliedstaat eine nationale Europass-Zentralstelle (National Europass Centre - NEC).

Durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung wurde für Deutschland InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) zum NEC ernannt. Als Nationales Europass Center ist sie in ein europäisches Netzwerk eingebunden.

Die EUROPASS-Dokumente sind:

EUROPASS-Lebenslauf

Der EUROPASS-Lebenslauf dient zur Präsentation aller Qualifikationen und Kompetenzen der Bürger. Er ist somit ein persönliches Dokument, das von dem Betreffenden erteilte Selbstauskünfte enthält. Die Basis bildet ein gemeinsames europäisches Muster für Lebensläufe (Word-Datei, 49 KB).

CD_ROM "europass macht Schule"

Die als Online-Angebot verfügbare CD-ROM zeigt, wie Lehrkräfte das Thema Europäische Mobilität zum Unterrichtsthema in der Schule machen können.

Allgemeines

Das durch die Entscheidung 1999/51/EG eingeführte Dokument EUROPASS-Berufsbildung wurde gemäß Entscheidung Nr. 2241/2004/EG ab 1. Januar 2005 durch das Dokument EUROPASS-Mobilität ersetzt. In diesem Dokument, welches nach einem einheitlichen europäischen Muster gestaltet ist, werden solche Lernabschnitte vermerkt, die von seinem Besitzer in anderen Ländern zurückgelegt wurden. Durch die Europäische Union wird ein Lernabschnitt definiert als ein "Zeitraum, den eine Person - unabhängig von Alter, Bildungsniveau und beruflichem Status - in einem anderen Land zu Lernzwecken verbringt". Ein Europäischer Lernabschnitt kann z.B. im Rahmen eines Gemeinschaftsprogramms im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung stattfinden. Somit spricht der EUROPASS-Mobilität auch Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen (PDF-Datei mit 102 KB) aber auch Studierende und Erwachsenen an.

Ziele

Die europaweite Mobilität von Personen in Berufsbildung zu fördern, ist ein Ziel der Ratsentscheidung vom Dezember 1998. In der "Entschließung des Rates vom 19. Dezember 2002 (PDF-Datei mit 67 KB) zur Förderung einer verstärkten europäischen Zusammenarbeit bei der beruflichen Bildung" wird festgestellt, dass solche Anliegen, wie Europäische Dimension, Transparenz, Information und Orientierung, Anerkennung von Fähigkeiten und Qualifikationen und Qualitätssicherung Vorrang haben sollten.
Eine Verbesserung der Transparenz bei der beruflichen Bildung kann beispielsweise durch die Nutzung des Dokuments EUROPASS-Mobilität erreicht werden. Dazu sind alle OSZ aufgerufen, insbesondere solche, die mit ihren Schülern bereits Mobilitätsmaßnahmen durchführen.
Durch den Europass-Mobilität werden die Ausbildungsabschnitte, welche in einem anderen Land absolviert wurden, europaweit einheitlich sichtbar und transparent gemacht. Gleichzeitig werden durch die Festlegung von Inhalten auch gemeinsame Qualitätsgrundsätze definiert. Grundlage dafür ist die Partnerschaft zwischen der Ausbildungseinrichtung und der Aufnahmeeinrichtung im Ausland. Diese Partnerschaft vereinbart die Rahmenbedingungen, wie z.B. Inhalt, Ziele, Dauer, Modalitäten und Betreuung.

Grundsätze

Der EUROPASS-Mobilität dokumentiert europaweit Inhalte, Ziel und Dauer des konkreten Auslandsaufenthaltes und stellt somit eine Erweiterung gegenüber seines Vorgängers dar. So dokumentiert er im Ausland gemachte Lernerfahrungen jeder Art, jeden Niveaus und jeder Person.
Der EUROPASS-Mobilität ist bei den Ausgabe- und Beratungsstellen erhältlich.
Für das Ausfüllen sind die jeweiligen Partnerorganisationen (Entsende- und Gastorganisation) verantwortlich.

Praktische Hinweise

Einrichtungen, die ihren Auszubildenden bzw. Schülern den EUROPASS-Mobilität anbieten möchten, sollten dabei folgendermaßen vorgehen:

  • Durch das OSZ oder gemeinsam mit den Betrieben wird eine Partnerorganisation gesucht.
  • Ausbildungsstätte und Gastorganisation schließen ein Abkommen über Inhalte, Dauer und Modalitäten des Aufenthaltes (schriftliche Vereinbarung oder Teilnahme an Bildungsprogrammen).
  • Vorlage der getroffenen Vereinbarung beim Nationalen Europass-Center (NEC) oder einer anderen Ausgabestelle im Herkunftsland.
  • Begleitung im Ausland erfolgt durch Mentor
  •  Ausstellen des EUROPASS-Mobilität durch die entsendende Einrichtung.
  • Nach Absolvierung des Lernabschnittes im Ausland bescheinigt die Gastorganisation diesen im EUROPASS-Mobilität.
  •  Bestätigung mit Unterschrift und Stempel durch die Bildungseinrichtung im Herkunftsland.

 

Für den Schulbereich sind ausführliche Erläuterungen im Leitfaden "Der europass Mobilität im Schulbereich" (PDF-Datei mit 647 KB) des Pädagogischen Austauschdienstes enthalten.

Das Dokument (Beispiel)

 EUROPASS-Mobilität (PDF-Datei mit 216 KB)

 

 

EUROPASS-Sprachenpass

Der EUROPASS-Sprachenpass wurde vom Europarat als ein Teil des Europäischen Sprachenportfolios entwickelt. Es ist ein Dokument (Word-Datei mit 73 KB), in das die sprachlichen Fähigkeiten und Kompetenzen des Nutzers eingetragen werden können. Grundlage für die Darstellung der Sprachkenntnisse bilden die Niveaus/Kompetenzstufen des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens.
Hier finden Sie den Leitfaden (PDF-Datei mit 160 KB) für das Ausfüllen des EUROPASS-Sprachenpass.

EUROPASS-Zeugniserläuterung

Die Europass-Zeugniserläuterung dient der Beschreibung von Kompetenzen und Qualifikationen, die in einem Berufsabschlusszeugnis vermerkt sind. Diese Erläuterung kann dem beruflichen Befähigungsnachweis beigefügt werden (ist kein Ersatz für das Originalzeugnis) und erleichtert es Dritten zu verstehen, was das Zeugnis im Hinblick auf die vom Inhaber erworbenen Kompetenzen bedeutet.

Die Ausgabe der Europass-Zeugniserläuterung erfolgt durch die zuständigen nationalen Behörden. Durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung wurde das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beauftragt eine

 

 

Nationale Referenzstelle für Transparenz
Beruflicher Qualifikationen einzurichten.

 

Zum Beispiel Zeugniserläuterung.

 

 

InWEnt Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH
Weyerstr. 79-83
50676 Köln

Tel.: 0221/2098-365
Fax: 0221/2098-114
Internet:www.inwent.org

    www.europass-info.de/

 

 

 

PÄDAGOGISCHER AUSTAUSCHDIENST
Nationale Agentur für das SOKRATES-Programm im Schulbereich
COMENIUS / LINGUA / ARION
Postfach 22 40 - 53012 Bonn / Lennéstraße 6 - 53113 Bonn

Internet: http://www.kmk.org/pad/sokrates2/europass/fr_europass.htm