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Historisch-politische Bildung
Lech Wałesa und die Gewerkschaft „Solidarność"

Fragen der schulischen Vermittlung der Geschichte des 20. Jahrhunderts sind Themen einer Zusammenarbeit mit verschiedenen polnischen Partnern. Die Lehrerfortbildungsinstitute der Wojewodschaften Lubelskie in Lublin und Pomorskie in Gdansk sowie das Institut für nationales Gedenken, Instytut Pamieci Narodowej (IPN), in Warschau mit den Niederlassungen in Lublin und Gdansk sind die Partner für eine Reihe von Lehrerfortbildungen, die das MBJS gemeinsam mit den Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule e.V. (RAA) seit 2002 organisiert.

Die Themen der Veranstaltungen für Lehrerinnen und Lehrer aus dem Land Brandenburg und aus Polen kreisen um die didaktischen Probleme der Vermittlung von Zeitgeschichte, um die Vermittlung von Aspekten wie der Okkupation in Zeiten des 2. Weltkrieges oder der Verfolgungspolitik. Dabei werden außerschulische Lernorte und Lernangebote im Laufe der Lehrerfortbildungen vorgestellt, wie das Staatliche Museum Majdanek (Lublin), die Gedenkstätte Stutthof (Gdansk) oder die Gedenkstätte Sachsenhausen.

Der Runde Tisch 1989

 

Ein zweiter thematischer Schwerpunkt liegt in Fragen, die mit der Vermittlung der Nachkriegsgeschichte zusammenhängen. Auch hierbei werden außerschulische Lernorte einbezogen, wie das Museum der Freiheit (Gdansk) oder die Gedenkstätte Lindenstraße 54 in Potsdam.

Bereits seit 2004 wird auf Veranstaltungen des IPN und des MBJS über die Darstellung der deutsch-polnischen Geschichte diskutiert. Auf Basis der langen Zusammenarbeit mit polnischen Partnern erklärte Minister Rupprecht im Herbst 2007 seine Bereitschaft für die deutsche Seite, gemeinsamen mit der polnischen Regierung die Erarbeitung eines deutsch-polnischen Geschichtsbuchs zu unterstützen.