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Lehreraustausch zwischen Brandenburg und Polen

Lehreraustausch zwischen Brandenburg und Polen

Bald zwei Jahrzehnte war die Entsendung muttersprachlicher Lehrkräfte eine einseitige Angelegenheit, mit der das Land Brandenburg die Bemühungen unterstützte, Deutsch als Fremdsprache an Schulen in seinen Nachbar-Wojewodschaften Lubuskie (Lebuser Land) und Zachodniopomorskie (Westpommern) zu stabilisieren bzw. zu etablieren. In jüngster Zeit jedoch ist diese Praxis einem auf Gegen- und Wechselseitigkeit basierenden Lehreraustausch gewichen. Dafür waren – neben Jahren politisch motivierter Abwehrhaltung – auch einige formale Hindernisse auf polnischer Seite zu überwinden.

Ein Meilenstein auf diesem neu gewonnenen Kooperationsfeld grenznaher Bildungszusammenarbeit ist die im Oktober 2010 unterzeichnete gemeinsame „Erklärung zur Zusammenarbeit zwischen der Wojewodschaft Zachodniopomorskie der Wojewodschaft Zachodniopomorskie (Republik Polen) und dem Land Brandenburg (Bundesrepublik Deutschland) zum gemeinsamen Lehreraustausch“ . Mit dieser Erklärung dokumentieren beide Regionen ihre Bereitschaft, sich gegenseitig beim Unterricht in der Partnersprache mit muttersprachlichen Lehrkräften langfristig unterstützen zu wollen. Eine analoge Absprache mit der Wojewodschaft Lubuskie ist in Vorbereitung.

Erklärung zur Zusammenarbeit zwischen der Wojewodschaft Zachodniopomorskie der Wojewodschaft Zachodniopomorskie (Republik Polen) und dem Land Brandenburg (Bundesrepublik Deutschland) zum gemeinsamen Lehreraustausch

Im Rahmen des grenznahen Lehreraustauschs unterrichten Brandenburger Lehrkräfte hauptsächlich Deutsch, in Einzelfällen aber auch Sachfächer in deutscher Sprache – dies überwiegend in Szczecin und Gryfino. Im Gegenzug sind die Lehrkräfte aus den Wojewodschaften Zachodniopomorskie und Lubuskie im Polnisch-Unterricht an Schulen in Forst und Schwedt eingesetzt.

Die Mehrzahl der an dem Lehreraustausch beteiligten Lehrkräfte aus Polen und aus Brandenburg ist überwiegend an zwei Schulen tätig, an ihrer jeweiligen Stammschule und ergänzend in einer Schule der Partnerregion.