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BRIGITTE SAUZAY

Der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit und der Minister für nationale Erziehung der Französischen Republik haben sich im Oktober 1986 in ihrer "Gemeinsamen Erklärung über die deutsch-französischen Beziehungen der Gegenwart und ihre Darstellung im Unterricht", der die Kultusministerkonferenz am 12. April 1989 zustimmte, auf den Grundsatz verständigt, dass Schulpartnerschaften und Schüleraustausch feste Bestandteile des Schullebens aller Schulen sein sollten, an denen die Partnersprache unterrichtet wird.

 

Unter diesem Gesichtspunkt wurde ein längerfristiger individueller Schüleraustausch unter Mitwirkung des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (DFJW) eingerichtet. Er soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen,

 

  • die Kenntnis und den Gebrauch der Partnersprache zu verbessern,
  • einen vertieften Einblick in das Zusammenleben in Schule und Familie im Partnerland zu gewinnen und
  • sich mit der Kultur und Lebensweise des Partnerlandes vertraut zu machen.

Programmmerkmale

Das Programm ermöglicht einen individuellen Austausch mit Schulbesuch auf der Basis von Gegenseitigkeit, in der Regel für die Dauer von mindestens 3 Monaten, die mindestens 6 Wochen Schulbesuch beinhalten.

 

Es richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 11 - bei Eignung auch Jahrgangsstufe 8 - die über hinreichende Französischkenntnisse (in der Regel zwei Jahre Unterricht) und einen entsprechenden persönlichen Entwicklungsstand verfügen, um das Leben in einer Gastfamilie und einen Schulbesuch in Frankreich für diesen Zeitraum meistern zu können.

 

Das Deutsch-Französische Jugendwerk gewährt einen Zuschuss zu den Reisekosten, nachdem durch die Teilnehmerinnen/Teilnehmer ein schriftlicher Bericht über den Aufenthalt vorgelegt wurde.

Zuschüsse aus Landesmitteln können nicht gewährt werden.

 

Interessierte Schülerinnen und Schüler müssen sich selbst um eine Gastschule und geeignete Austauschpartnerinnen bzw. -partner bemühen. Das Staatlichen Schulamt Cottbus hat begrenzte Möglichkeiten, die Suche zu unterstützen. Eine günstige Voraussetzung ist die Existenz einer Partnerschaft zwischen der eigenen und einer französischen Schule, in deren Rahmen entsprechende Vereinbarungen getroffen werden können.

 

Der Aufenthalt im Gastland findet für die deutschen Schülerinnen und Schüler vorzugsweise zu Beginn des Schuljahres, für die französischen Schülerinnen und Schüler vorzugsweise im 3. Trimester (Frühjahr) statt.

Antragstellung

Bewerbungen können laufend eingereicht werden. Sie sollten nach Möglichkeit spätestens drei Monate, mindestens jedoch 8 Wochen vor Beginn der Reise beim Staatlichen Schulamt Cottbus vorliegen und über das zuständige staatliche Schulamt eingereicht werden.  

 

Zusammen mit den Bewerbungsformularen, von denen ein Exemplar an die französische Schule weitergegeben wird, ist der Antrag auf Fahrtkostenzuschuss an das DFJW einzureichen.