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Safer Internet Day 2012: Planspiel Parlamentsdebatte zum Jugendmedienschutz im Brandenburgischen Landtag

Dokumentation: Planspiel Parlamentsdebatte zum Jugendmedienschutz im Brandenburgischen Landtag

Dokumentation der Veranstaltung im Land Brandenburg zum Safer Internet Day 2012 am 7. Februar 2012: Planspiel Parlamentsdebatte zum Jugendmedienschutz im Brandenburgischen Landtag

Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Landtages Brandenburg fand als Kooperation der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und der Aktion Kinder- und Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Brandenburg e. V am 7. Februar 2012 im Landtag Brandenburg die zentrale Brandenburger Veranstaltung zum Safer Internet Day statt. 80 Schülerinnen und Schüler aus Brandenburg  simulierten eine Parlamentsdebatte zu der Frage, ob Alterskennzeichen im Internet sinnvoll sind oder nicht. 

Landtagspräsident Gunter Fritsch begrüßte die Schülerinnen und Schüler im Landtag Brandenburg und betonte, Jugendmedienschutz sei eine Aufgabe der Politik, die dafür Sorge tragen müsse, Ziele wie die größtmögliche Sicherheit für Kinder und Jugendliche im Netz, die Transparenz der Angebote, aber auch die Gewährleistung des Telekommunikationsgeheimnisses und des freien Zugangs zum Internet miteinander in Einklang zu bringen.

Bildungsministerin Dr. Martina Münch äußerte die Erwartung, dass mit fortschreitendem Ausbau der Netzinfrastruktur die Kommunikation in sozialen Netzwerken auch für die älteren Brandenburgerinnen und Brandenburger zunehmend ein Thema werde. Hier könnten die Älteren von den Jüngeren lernen. Daher stünden die Regeln des digitalen Miteinanders auch außerhalb des Safer Internet Days auf der politischen Agenda.

Medienrätin Bärbel Romanowski-Sühl von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg bezeichnete Medienkompetenz als zentralen Schlüssel für den Jugendmedienschutz. Ein festes Netz von Medienkompetenzprojekten müsse dafür Sorge tragen, dass Kinder und Jugendliche über Gefährdungen im Umgang mit dem Internet souverän Bescheid wüssten.

Im Rahmen einer Anhörung mit den realen Experten Martin Drechsler (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia) und Linus Neumann (netzpolitik.org) klärten die Jugendlichen offene Fachfragen.

In einer abschließenden Debatte im Plenum wurden die unterschiedlichen Positionen dargestellt und abgestimmt. Im Ergebnis beschlossen die Jugendlichen die innerhalb des Planspiels vorgeschlagene Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages und damit die Einführung einer verbindlichen Alterskennzeichnung von Internetangeboten. Außerdem verabschiedete das Schülerplenum einen Entschließungsantrag für verstärkte Präventionsangebote in der Medienerziehung. Ein weiterer Entschließungsantrag für eine Ausweitung polizeilicher Befugnisse im Internet fand keine Mehrheit.

Nach der Abschlussdebatte hatten die Jugendlichen Gelegenheit, mit der Vizepräsidentin des Brandenburger Landtages Gerrit Große, den bildungspolitischen Sprechern der Brandenburger Landtagsfraktionen und Susanne Grams, Jugendschutzreferentin der mabb, über ihre ersten Erfahrungen mit der parlamentarischen Arbeit und den behandelten Fragen zu diskutieren.
Angeleitet wurden die jungen Akteure durch professionelle Teamer von planpolitik. Ein Schüler-Presseteam begleitete die Veranstaltung  mit Kurznachrichten vor jeder Debatte. ALEX - Offener Kanal Berlin berichtet in einer Dokumentation.  

Zeit und Ort: 7. Februar 2012, Potsdam, Brandenburgischer Landtag, 9:30 bis 15 Uhr 

Zielgruppen:  Jugendliche, Experten/Fachpublikum, Landespolitiker und Sonstige

Impressionen von der Veranstaltung (Bildergalerie): www.landtag.brandenburg.de

In Brandenburg fanden am Safer Internet Day 2012 Veranstaltungen in Potsdam, Frankfurt (Oder), Bad Belzig, Bad Freienwalde, Cottbus, Königs Wusterhausen, Müncheberg, Senftenberg und in Zeuthen statt.