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Außerschulische Lernorte

Bildung trifft Entwicklung (BtE)

Was ist Bildung trifft Entwicklung (BtE)?

Das Programm Bildung trifft Entwicklung, kurz BtE, engagiert sich deutschlandweit für ein Lernen, das Brücken zwischen globalen Zusammenhängen und den Lebenswelten der Lernenden schlägt.
Getragen von fünf Partnerorganisationen bietet BtE mit einem Netzwerk aus sechs regionalen Bildungsstellen für Interessierte aus Erwachsenenbildung, Jugendarbeit und Schule dezentral Beratung und Unterstützung zum Globalen Lernen an. Neben dem Schulprogramm Berlin gibt es die Regionalen Bildungsstellen Baden-Württemberg (Reutlingen), Nord (Göttingen), Mitteldeutschland (Jena) und Nordrhein-Westfalen (Münster) sowie die Programmkoordination in Bonn, die zugleich als Anlaufstelle für die Bundesländer Bayern, Südhessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern dient.

BtE nutzt für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit die Erfahrungen und Kompetenzen zurückgekehrter Fachkräfte aus der Entwicklungszusammenarbeit, von Freiwilligen aus entwicklungspolitischen Freiwilligendiensten und von Menschen aus den Ländern des Globalen Südens. Die Referentinnen bieten durch ihre persönlichen Erfahrungen authentische Einblicke in weltweite Zusammenhänge und ermöglichen so einen Perspektivwechsel auf die Themen und Probleme der Globalisierung.

Die inhaltliche und methodische Grundlage der Bildungsveranstaltungen bildet das Konzept des Globalen Lernens. Ziel ist es, zu einem Bewusstseinswandel in Deutschland hin zu einer verantwortlichen und nachhaltigen Gestaltung von Globalisierung beizutragen. Die regionalen Bildungsstellen arbeiten im Rahmen des Aktionsprogramms 2015 der Bundesregierung zur Armutsbekämpfung und der Millennium-Entwicklungsziele (MDG). Sie kooperieren mit einer Vielzahl von Einrichtungen der entwicklungspolitischen Bildung und der Umweltbildung, beteiligen sich an der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, sowie an der Umsetzung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich „Globale Entwicklung“.

 

Das Schulprogramm Berlin

Das Schulprogramm Berlin ist Teil des Angebots von BtE. Seit 1985 besteht eine Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, die eine Lehrerin zur Leitung der Bildungsstelle abgeordnet hat.

Interessierte aus Schulen und außerschulischen Einrichtungen in Berlin und Brandenburg können sich an das Schulprogramm Berlin wenden, wenn sie Veranstaltungen des Globalen Lernens durchführen möchten.

Alle Bildungseinrichtungen sind willkommen: von der Kita (ab 4 Jahren), Grundschule, Sekundarschule, Berufsschule, Einrichtung der Jugendbildung, Universität, Einrichtungen der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung bis zu Senioreneinrichtungen und anderen interessierten Organisationen.

Angebote

Erfahrungen aus erster Hand aus Ländern des globalen Südens:

  • BtE - Schulprogramm Berlin vermittelt zurückgekehrte Fachkräfte aus der Entwicklungszusammenarbeit, Freiwillige und Menschen aus Ländern des globalen Südens. Mit vielfältigen Methoden machen sie globale Zusammenhänge erfahrbar. Die Veranstaltungen orientieren sich an den Lebenswelten der Teilnehmenden und zeigen auf, wie diese auf vielen verschiedenen Ebenen mit anderen Regionen der Welt in Verbindung stehen. Im Sinne des Globalen Lernens werden die Teilnehmenden befähigt, an der Gestaltung der Weltgesellschaft und des eigenen Lebensumfeldes aktiv und verantwortungsvoll mitzuwirken.

  • Fort- und Weiterbildung zu Globalem Lernen: BtE - Schulprogramm Berlin bietet Lehrenden, Erzieherinnen und Multiplikatoren konkrete inhaltliche und methodische Anregungen für ihre pädagogische Praxis. Das gilt nicht nur für die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer sondern zum Beispiel auch für die Sprachen und den Ethik- und Religionsunterricht. Entsprechend dem inhaltlichen Schwerpunkt wird Unterrichtsmaterial für die verschiedenen Klassenstufen vorgestellt und über Möglichkeiten, Referentinnen von BtE in den Unterricht einzubeziehen informiert. Gerne kommen die Referentinnen und referenten in Fachkonferenzen und zu Studientagen.

Weltacker 2000m² - Wie viel Acker braucht der Mensch?

Der 2000m² Weltacker in Berlin-Marzahn macht begreifbar, wie viel Ackerfläche jedem Menschen zustehen würde, wenn die Ackerflächen auf der Erde gerecht verteilt sind. Das sind sie natürlich nicht. Das Team des Weltackers zeigen warum, reflektiert gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ihren eigenen „Land-Fußabdruck“ und erörtert mit den Lernenden, ob die ganze Menschheit zu ernähren wäre, wenn alle ebenso viel konsumieren würden. Je nach Saison wird ein breites außerschulisches Bildungsangebot für Kinder- und Jugendgruppen, sowie Schulklassen ab 8 Jahren (Grundschule, SEK I & SEK II) angeboten. Bei Bedarf kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in Berliner und Brandenburger Schulen.

Sieben Milliarden Menschen teilen sich rund 1,4 Milliarden Hektar Ackerfläche auf diesem Planeten. Das macht pro Kopf etwa 2000 Quadratmeter. Darauf muss alles wachsen, was die Menschheit verbraucht: Das tägliche Brot, Obst und Gemüse, Futter für Eier und Fleisch, aber auch Zucker, Zigaretten, Jeans, Biogas und Biodiesel; nicht zu vergessen all das, was wir wegwerfen. Nur das Gras für die Tiere wächst zusätzlich auf Weiden und Grünland (ca. 4200 m2 pro Person).

Im Rahmen des Projekts wird gefragt: Wie sehen meine 2000 m2 aus? Das Projekt will aufklären und zum Nachdenken, zu praktischen Veränderungen und zu eigenen Recherchen und Versuchen im Klassenzimmer, im Haushalt, im Garten, in der Schule, der Mensa, dem Restaurant oder auf dem Bauernhof anregen.

Der 2000m2 Weltacker ist ein außerschulischer Lernort der Zukunftstiftung Landwirtschaft, an dem junge Menschen ihren eigenen Flächenabdruck reflektieren und das eigene Konsumverhalten in einen globalen Kontext setzen können. Das Projekt 2000m2 will die Endlichkeit aller Ressourcen und die vielschichtigen Zusammenhänge anschaulich machen. Vor allem aber zeigt das Projekt: Es ist mehr als genug für alle da! Weltweit werden heute genug Kalorien produziert, um 12 Milliarden Menschen zu ernähren, es würden also bei gegenwärtiger Produktivität im Durchschnitt weniger als 1200m2 pro Person gebraucht werden. Für “meine“ 2000m2 Verantwortung zu übernehmen, ist durchaus machbar. Mit verschiedenen Ansätzen möchte die Stiftung die Menschen zum Nachdenken, Umdenken und Handeln anregen. Besonders sollen dabei Kinder und Jugendliche angesprochen werden. Es werden eine eine Reihe von verschiedenen Veranstaltungen auf dem Acker angeboten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen gerne auf individuelle Wünsche ein und kommen auch in Berliner und Brandenburger Schulen.

Das neue Feld steht in Berlin-Marzahn zwischen Kleingartenanlagen und Plattenbauten ! Der Boden ist jetzt für die Aussaat vorbereitet und rund um den Kienberg ist der Frühling im vollen Gange.

Mehr Informationen zum Projekt und zum Programm finden Sie auf der Homepage des Projektes.

  • Wie viel Acker brauchst denn du?
    Begreife deinen Flächenabdruck und hilf, 10 Milliarden Menschen zu ernähren!

  • Bodensafari mit Lumbrikus terrestris zur Zukunft der Erde
    Werde selbst zur Bodenspezialistin / zum Bodenspezialiste,  nehme den Acker unter die Lupe und finde heraus, warum das Leben unter unseren Füßen so wichtig ist für unsere Zukunft.

  • Der lange Weg der Tomate - Wie zukunftsfähig ist unsere Landwirtschaft?
    Begleite eine Supermarkt-Tomate auf dem Weg ins Regal, erlebe die Alternative live und in Echt und mache deinen eigenen Ketchup!

  • Vom Korn zur Börse – und warum wird nicht jeder satt?
    Ernten, dreschen, mahlen, backen und Hunger jenseits des eigenen Tellerrandes begreifen.

  • Wo wächst dein Schnitzel? – Fleischkonsum und Flächenfraß
    ...und ist Tofu wirklich die Alternative? Probier's aus und mach’ ihn selbst!

  • Auf die Kartoffel, fertig los! – Erntedankfest auf dem Weltacker
    Gemeinsames Einholen der Ernte – Bilanzziehen: Reichen 2000m2 für dich und den Rest der Welt?

  • Weltacker Saatgutmarkt - Samen sammeln, tauschen, schenken
    Was ist gutes Saatgut, wem gehört der Samen und was braucht die Welt?

 

Marzahn ist zu weit?
Kein Problem, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen auch in die Schule!


Kontakt
Telefon: +49 30 28482324
Mobil: +49 162 1624576
E-Mail: berlin(at)2000m2eu
Homepage: www.2000m2.eu