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Arbeitsansatz der Suchtprävention

Arbeitsansatz der Suchtprävention

Zigarettenreklame an Plakatwänden, Alkoholkonsum auf Feiern, Spielsalons an Straßenecken, Süßigkeiten an Supermarktkassen  - wer mit offenen Augen seinen Alltag betrachtet, ist ständig von Suchtmitteln umgeben. Ob ein Kind oder Jugendlicher suchtgefährdet ist oder einen suchtfreien Lebensstil entwickeln kann, hängt von vielen Faktoren bzw. Bedingungen ab. Die Berliner Schule trägt einen guten Teil dazu bei, junge Menschen zu begleiten und zu unterstützen. Sie hilft ihnen einen Weg zu gehen, der sie stärkt, sicher macht, verantwortungsvoll und unabhängig werden lässt.

 

 

Wie geht das?

 

Grundsätzlich ist es Aufgabe aller Lehrer/-innen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten und vor allem durch ihr eigenes Verhalten im Bereich der Primärprävention, zu der vor allen Dingen die psychische Stabilisierung der Schüler/-innen gehört, tätig zu werden und sich entsprechend fortzubilden und sich selbst ggf. entsprechender Unterstützung zu vergewissern.

 

Suchtprävention  in der Schule ist in der Regel Primärprävention. Sie richtet sich an alle Schüler/-innen mit dem vorrangigen Ziel, solche Einstellungen und Handlungsmöglichkeiten zu fördern, die zu konstruktiven Lösungen alltäglicher Lebensprobleme wie auch zur Bewältigung schwieriger Existenzfragen beitragen.

 

Die Sekundärprävention kommt in der Schule dann zum Tragen, wenn erkannt wird, dass einzelne Schüler/-innen oder Schülergruppen bereits Verhaltensweisen bzw. Konsumgewohnheiten entwickelt haben, die als Suchtgefährdung anzusehen sind. Hier besteht die Aufgabe darin, mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen und darauf hinzuwirken, dass sie entsprechende Beratungs- und Hilfsangebote außerhalb der Schule in Anspruch nehmen, sowie stützend in der Schule zu wirken.“*

 

* Rundschreiben II 20/1997

Suchtprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Suchtprävention als Gemeinschaftsaufgabe erfordert die Unterstützung aller an der Schule Beteiligten. Sie erfordert das Engagement aller Lehrer und Eltern. Sie gewährleistet größtmögliche Transparenz in Planung und Ergebnis.

 Das heißt:

  • Die Schule entwickelt ein suchtprophylaktischen Schulprogramm unter Beteiligung der Schulgemeinschaft und aller Gremien
  • Erziehungspartnerschaften zwischen Schule und Eltern (SP als wiederkehrendes Thema in Elternabenden) werden gefördert
  • Die Schulen kooperieren regional untereinander (z. B. im Austausch der sechsmaligen Kontaktlehrertreffen pro Jahr) und mit außerschulischen Anbietern

Suchtprävention in der Schule ist nicht losgelöst von den gesellschaftlichen Bedingungen zu sehen. Sie wird unterstützt durch staatliche/kommunale Gremien und Organisationen, Politik und Gesetzgebung sowie durch freie Träger.

Schülerinnen und Schüler, die sich in einer kritischen Lebenssituation befinden oder in schwierigen sozialen Verhältnissen leben, erfahren besondere Beachtung.

 Das heißt:

  • Kompetente Lehrerinnen und Lehrer stellen den Kindern und Jugendlichen angemessene Entwicklungsbedingungen bereit.
  • Lehrerinnen und Lehrer zeigen suchtprophylaktische Kompetenz auch bezogen auf sich selbst
  • Die Schule ist bereit, Strukturen zugunsten der Suchtprophylaxe und Gesundheitsförderung zu schaffen