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Beratung und Hilfen

Beratung und Hilfen


Beratungsstellen in Berlin, Brandenburg und länderübergreifend

 

Die Angebote an Beratung und Hilfen zu den Themen Sucht und Suchtprävention sind auf dem Lande natürlich geringer als in den (Groß-)Städten. Bevor man sich auf den Weg macht, um eine Beratungsstelle zu besuchen oder diese zu empfehlen, ist es ratsam, erst einmal telefonischen Kontakt aufzunehmen. Hierbei sind eine Reihe von Vorinformationen wichtig, z. B. über:

  • Öffnungs- bzw. Wartezeiten
  • Namen  der Kontaktperson(en)
  • Inhalte (Beratung und/oder Therapie)
  • weitere Angebote
  • Trägerschaft (kommunal, freie Träger, Konfession, Verband)
  • Kostenübernahme

Zwei Hinweise zum Thema Gewalt:

 

1. Gewalterfahrung: Es ist bekannt, dass Traumatisierungen durch psychische oder physische Gewalt oft zu erhöhtem oder süchtigem Suchtmittelkonsum führen. Wer Gewalterfahrungen macht, braucht nicht nur im schulischen Bereich Ansprechpartner, die zuhören und weiter vermitteln können. Dies können alle Lehrkräfte des Vertrauens sein - für den Suchtpräventionsbereich gibt es zumindest in Berlin an jeder Schule je eine/n Kontaktlehrer/-in mit entsprechender Fortbildung. Wenn diese Person nicht verfügbar ist, müssen alle Lehrkräfte damit rechnen, vertrauensvolle und richtungsweisende Gespräche führen zu können. Auf dem Gewaltpräventionsportal des Bildungsservers finden sich diesbezüglich entsprechende Hinweise, aber auch auf die Cybermobbing-Website ist bei entsprechenden Vorfällen empfehlenswert.

 

2. Notfallordner: In der Berliner Schule existieren so genannte Notfallordner, die Hinweise auf das Verhalten bei Vorfällen in Verbindung mit Gewalt und Gewaltandrohung beinhalten. In den Gefährdungsstufen I und II gibt es Kapitel zu den Themen Suchtmittelgebrauch und Handel mit Suchtmitteln. Zumindest alle Kontaktlehrer/-innen sollten über die dort festgelegten Handlungshinweise informiert sein, aber auch alle anderen Lehrkräfte.

Land Brandenburg: Beratungsstellen

Die Adressen sind meist nach Regionen gegliedert anzuklicken. Auch hier ist ein telefonischer Vorkontakt angebracht.

 

Beratungsstellen in Berlin

Bitte beachten: Bei der Vielzahl der Angebote können sich immer wieder Struktur- oder Inhaltsveränderungen ergeben, telefonischer Vorkontakt ist daher unabdingbar.

  • "Sucht - Drogen - Rat & Hilfe": umfassende Liste der Berliner Suchthilfe- und Beratungseinrichtungen (inkl. Selbsthilfe). Broschüre im pdf-Format
  • Suchthilfeeinrichtungen in Berlin: aktuelle Adressdaten mit Auswahlhilfe (Landesstelle für Suchtfragen)
  • Therapieladen: Therapie für Konsumenten von Cannabis und Partydrogen, keine allgemeine Beratungsstelle für Eltern und Jugendliche
  • Notdienst für Suchtmittelgefährdete und -abhängige Berlin e.V. (früher: Drogennotdienst): Therapie, Wohngruppen, FreD für erstauffällige Cannabiskonsumenten, frauenspezifische Angebote, Beratung für Eltern und Jugendliche
  • Lost in Space: Beratung für jugendliche und adoleszente Computerspiel-und Internetsüchtige (auch Elternberatung)
  • Cafe Beispiellos: Beratung zu den Bereichen Glücksspiel und exzessives Spielen (Neue Medien: siehe "Lost in Space")
  • Charité: Beratung zu den Bereichen Alkohol- und Glücksspielsucht
  • Charité: Beratung zu Themenbereichen der Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Binge-Eating)
  • fetz: Früherkennungs- und Therapiezentrum für beginnende Psychosen Berlin-Brandenburg (Charité Berlin). Informative Website für Angehörige und pädagogische Fachleute, Sprechstunden.
  • Kindernotdienst: 030 61 00 61, kurzfristige Unterbringung, Verwahrlosung, Kinder aus gewalt- und suchtbelasteten Familien, Kontakte zum Jugendamt
  • Catch up: Aufklärung, Beratung, Ausstiegshilfen für Mädchen und junge Frauen
  • NachHaLT Berlin: Das Berliner NachHaLT-Projekt  ist aus dem bundesweiten Modellprojekt HaLT – „Hart am LimiT“ entstanden und arbeitet in Berlin an drei Standorten. Beratung und Frühintervention für jugendliche Alkoholkonsumenten
  • Zielgruppenorientierte überregionale Beratungsstellen: Liste der Fachstelle für SP
  • Regionale Suchtberatungsstellen: Suchtberatungsstellen-Liste der Fachstelle für SP
  • Kinder aus  suchtbelasteten Familien: Beratungsstellenliste der Berliner Fachstelle für SP. Auch überregionale Beratungsstellen
  • Candis_G: Ambulante Gruppentherapie für Cannabiskonsumenten
  • NACOA Berlin (Interaktive Website für Jugendliche ab 12 J.: http://www.traudich.nacoa.de/): Beratung für Kinder aus suchtbelasteten Familien
  • Al-Anon und Alateen: Selbsthilfegruppen für Angehörige und Partner von Süchtigen.
  • Netzwerk Frühintervention: Wohnortnahe Beratung und Angebote für Suchtmittel konsumierende Jugendliche

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Telefon- und Onlineberatung

 

Telefonberatung

 

  • Exzessiver Alkoholkonsum: Telefonhotline der TK für Jugendliche. Motivationsberatung auch für Eltern. Kostenlose Hotline 0800 - 285 00 85 erreichbar (montags bis donnerstags zwischen 8 und 18 Uhr, freitags zwischen 8 und 16 Uhr)
  • Hotline Kinderschutz: 030 61 00 61, Kindernotdienst, Kinder aus suchtbelasteten Familien, Kontakte zum Jugendamt
  • Rauchausstiegsberatung der BZgA für Jugendliche und Erwachsene, die einen Rauchstopp planen: 01805 31 31 31 (gebührenpflichtig 0,14 €/min)
  • Cybermobbing-Telefonberatung für Kinder und Jugendliche: kostenloses Sorgentelefon, Träger ist der Verein Nummer gegen Kummer e.V., gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 
  • Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche, Missbrauch, sexualisierte GewaltCybermobbing: 0800 - 111 0 333 kostenlos. Träger: Stiftung Deutsche Kinder-, Jugend- und Elterntelefone
  • Sexueller Kindesmissbrauch: Kostenloses Beratungstelefon der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Tel.: 0800 - 22 55 530 kostenlos
  • Elterntelefon: Nummer gegen Kummer für Eltern. Träger: Stiftung Deutsche Kinder-, Jugend- und Elterntelfone. Tel.: 0800 1110550 kostenlos
  • Prävention von Amokläufen: Der Notdienst Kinderschutz hat in Zusammenarbeit mit der Freien Universität und der Unfallkasse Berlin ein Beratungstelefon (Tel. 030 61 00 62) für Lehrer/-innen eingerichtet.
  • Beratung zum Thema "Kinder aus suchtbelasteten Familien": Beratungstelefon bei NACOA (030 / 35 12 24 29 mittwochs 12-13 Uhr)

 

 

Onlineberatung

  • Rauchstopp-Tipps: auf der DAK-Website, Selbsteinschätzung, Unterstützung zum Ausstieg
  • Just be Smokefree: Online-Unterstützung für junge Leute, die den Rauchausstieg wagen wollen
  • Rauchfrei-Chat der BZgA: Austausch mit Aussteigern und Ausstiegswilligen
  • Quit the Shit: 50-Tage-Onlineberatung für Cannabiskonsumenten, die Reduktions- oder Ausstiegsinteressinterese haben. Träger: drugcom.de
  • Glücksspielsucht: Interaktive Online-Beratung und Chat-Sprechstunde auf dem BZgA-Portal zur Glücksspielsucht
  •  Anorexie und Bulimie: Onlineberatung der Ruhr-Universität Bochum für Frauen mit Esstörungen (Bulimie oder Anorexie)
  •  Alkohol-Selbsttest: Fragebogen mit Auswertung zum Thema kritischer Alkoholkonsum; Hg.: Drogenberatung Hamburg

 

 

 

 

 

Projekte und Maßnahmen zur Frühintervention

Neben der klassischen Beratung wird es oft notwendig, Jugendlichen Angebote zu machen, die Selbstreflexion, Auseinandersetzung mit anderen sowie Gemeinschaftsaktivitäten als Alternative zur Langeweile und Suchtmittelkonsum bieten. Dies sollten keine Strafmaßnahmen sein.

 

In Brandenburg

  • Realize it: Reduktionsprogramm für jugendliche Cannabiskonsumenten in Bad Liebenwerda und Brandenburg/Havel

 

In Berlin

 

Projekte zur Frühintervention

  • Netzwerk Frühintervention: Regionale Beratungsstellen, die präventive Angebote für Jugendliche vorsehen

  • FreD: Frühintervention bei jugendlichen Cannabiskonsumenten. Flyer mit Sammeltelefonnummer für alle Berliner FreD-Beratungsstellen
  • Interview mit einem Sozialarbeiter, der jugendliche Alkoholvergiftete bei und nach dem Krankenhausaufenthalt betreut.
  • AlkFreD: Frühinterventionsprojekt für riskant Alkohol konsumierende Jugendliche; Eltern- bzw. Jugendberatung, Erlebnisaktivitäten in der Gruppe. 
  • Realize it: Reduktionsprogramm für jugendliche Cannabiskonsumenten an verschiedenen Standorten in Berlin
  • Kurs für junge Konsumenten: Gesprächsgruppen für Jugendliche, die (exzessiv) Alkohol, Cannabis oder Nikotin konsumieren. Angebot des Notdiensts (DnD), den Konsum in Gruppen zu reflektieren und im Alltag zu reduzieren. Abstinenzziel ist wünschenswert, aber nicht Teilnahmebedingung.
  • INCANT: Therapieangebot für jugendliche Cannabiskonsumenten
  • Diversion: Schadenswiedergutmachung statt Strafe - Sozialarbeiter/innen (SPI) beraten in allen Berliner Polizeidirektionen Jugendliche und Heranwachsende, die eine Straftat begangen haben, auch in Verbindung mit Suchtmitteln.

 

Berlin-Brandenburg

 

 

 

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Therapie

 

Therapie gehört keinesfalls zu den pädagogischen Aufgaben von Lehrkräften. Trotzdem ist es wichtig, in Beratungssituationen auf Therapieangebote in angemessener Form Jugendliche hinzuweisen bzw. in Elterngesprächen Informationen über Therapiemöglichkeiten weiterzugeben. Die Zusammenstellung von ambulanten oder stationären Therapieeinrichtungen, selbständigen Anbietern oder Selbsthilfeeinrichtungen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und liegt außerhalb jeder Bewertung durch die Redaktion.

 

Vor der Entscheidung einer Entwöhnungstherapie sollte eine regionale Suchtberatungsstelle (Berlin bzw. Brandenburg) aufgesucht werden.

 

Alkoholtherapie für Jugendliche: Bericht in der Berliner Zeitung (12.05.2010) über Erfahrungen in einer niederrheinischen Klinik

 

SYNANON: Älteste und größte Berliner Selbshilfeeinrichtung für Süchtige; auch Jugendprojekt in Karow

 

Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V.: Wege aus der Sucht und Hilfen für Kinder und Jugendliche

 

Charité Berlin: Behandlung und Beratung von Glücksspielsucht und Computerspielsucht.

 

Candis-Projekt: Modellprojekt für abhängige Cannabiskonsumenten, angeboten im Berliner Therapieladen

 

Handy-Abhängigkeit: Interview mit einer Verhaltenstherapeutin über die Abhängigkeit vom Handy und ihre sozialen Auswirkungen

 

Exzessives Spielen und Mediensucht: Stationäre Therapie in Mainz (Kompetenzzentrum Verhaltenssucht bzw. Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie)

 

 

 

 

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