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Begabungsförderung als Bestandteil des Unterrichts

Begabungsförderung als Bestandteil des Unterrichts

Besondere Begabungen werden häufig innerhalb von Unterrichtsprozessen erkannt. Dabei werden nicht nur besondere Leistungen als Indikator für besondere Begabungen herangezogen. (Hinweise zur Erkennung von besonderer Begabung finden Sie hier.)

Im Rahmen der Individualisierung von Lernprozessen und der lernprozessbegleitenden Diagnostik findet eine immanente Begabungsdiagnostik und darauf aufbauend -förderung für alle Schülerinnen und Schüler statt. Begabungsfördernde Elemente werden im Unterricht eingebaut und tragen auch zur ganzheitlichen Förderung aller Schülerinnen und Schüler bei.

Angebote zur Binnendifferenzierung mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen ermöglichen jedem Lernenden, sich entsprechend seiner Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Hiervon profitieren auch Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen. Sie sollten die zum Lernen zur Verfügung stehende Zeit nicht nur für Routineaufgaben sondern für herausfordernde Aufgaben nutzen.

Die Arbeit an Aufgaben oder Problemen in fähigkeitshomogenen Gruppen kann für besonders begabte Schülerinnen und Schüler sehr fruchtbar sein, da der Austausch mit Gleichentwickelten einen förderlichen Einfluss auf das Selbstkonzept und den Lerngewinn  haben kann.

Ist es möglich oder nötig, für eine Schülerin oder einen Schüler individuell zu differenzieren, können hierfür verschiedene Formen gewählt werden. In vielen Fällen haben sich Lernverträge bewährt, mit denen eine Schülerin oder ein Schüler für eine vereinbarte Zeit von der aktiven Teilnahme am Unterricht in der Klasse befreit wird. In der frei werdenden Zeit wird eine im Vertrag festgelegte Aufgabe bearbeitet.

Eine darüber hinaus gehende Förderung kann für die Entwicklung besonders begabter Schülerinnen und Schüler von entscheidender Wichtigkeit sein. Man unterscheidet die Fördermaßnahmen in Formen der Akzeleration und des Enrichment sowie Mischformen aus Akzeleration und Enrichment.