Zum Inhalt springen
Fortbildungsinitiative

Berliner Fortbildungsinitiative zur Prävention von Rechenstörungen

Als Begleitmaßnahme zu den AV Rechenstörungen hat Herr Senator Prof. Dr. Zöllner eine verbindliche schuljahresbegleitende Fortbildungsmaßnahme für Kolleginnen und Kollegen aller Berliner Grundschulen, die in der Schulanfangsphase Mathematik unterrichten, ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Qualität des mathematischen Anfangsunterrichts noch weiter zu verbessern. Durch die Vermittlung von aktuellen Erkenntnissen zu grundlegenden Lernprozessen in elementarer Mathematik und zu Lernhindernissen und deren Vermeidung bei so genannten rechenschwachen Kindern sollen die schulischen Möglichkeiten der Prävention von Rechenstörungen bestmöglich ausgeschöpft werden.

Senator Zöllner: „Die Bemühungen zur frühzeitigen Vermeidung von Lernstörungen in Mathematik sind das effektivste Mittel, um das Auftreten von Rechenschwäche bei Kindern dauerhaft zu vermeiden.“

Zielgruppe

Da spätestens im Anfangsunterricht die Weichen für einen langfristigen Schulerfolg auch im mathematischen Bereich gestellt werden, richtet sich diese Fortbildungsmaßnahme an alle Lehrkräfte, die in der Schulanfangsphase der Berliner Grundschulen Mathematik unterrichten.
Jede Grundschule stellt je nach Größe der Schule ein Team von 3 bis 5 Lehrkräften zusammen, das gemeinsam an der Fortbildungsmaßnahme teilnimmt und die Fortbildungsinhalte anschließend in den Fachkonferenzen der Schule weiter verbreitet.

 

Organisation
Die etwa 2.000 Lehrkräfte werden in zwei Jahren in Gruppen von etwa 25 Personen aus unterschiedlichen Schulen fortgebildet. Präsenzlernen und Phasen des Onlinelernens wechseln sich ab. Für jeden Teilnehmer gliedert sich die Fortbildung in drei Teile:

  1. eine kompakte ganztägige Veranstaltung in der Zeitspanne von Oktober bis Januar,
  2. begleitendes Weiterlernen mit vertiefenden Inhalten auf einer Onlineplattform und
  3. eine Nachmittagsveranstaltung im letzten Drittel des Schuljahres.

 

Das Anmeldeformular ist allen Schulen mit dem Informationsschreiben zu den AV Rechenstörungen im Juli 2009 zugegangen. Die Schulen erhalten eine gesonderte Information über Ort, Zeit und zuständige Referenten der Veranstaltung.


Die Veranstaltungsreihe beginnt am 7. Oktober 2009 mit den ersten beiden von insgesamt etwa achtzig Fortbildungsterminen in zwei Schuljahren.


Inhaltliche Schwerpunkte

Das verfestigte zählende Rechnen gilt als Hauptsymptom für Rechenstörungen. Die Erarbeitung nicht-zählender Rechenstrategien und die rechtzeitige Förderung der Überwindung bloßen Abzählrechnens sowie das Erkennen von zählenden Rechnern im Unterricht und im Zuge der individuellen Förderung sind daher die zentralen Gegenstände der Fortbildungsmaßnahme.


Neben den grundlegenden nicht-zählenden Rechenstrategien werden vor allem der Einsatz von Veranschaulichungsmaterialien als Hilfe bei der Entwicklung von Rechenstrategien, das frühzeitige Erkennen von Unterstützungsbedarf sowie die Nutzung von Unterrichtssituationen zur Diagnose und Interventionsmöglichkeiten bei Lernschwierigkeiten im Mathematikunterricht Inhalte der Veranstaltungen sein.

 

Weiterführende Informationen