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Unterricht

Geschichte

Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus

Daimler-Werk in Minsk; Zwangsarbeiterinnen auf dem Gelände des Daimler-Werkes in Minsk, September 1942. Quelle: Mercedes-Benz Classic, Archive, Stuttgart
Mehr als 20 Millionen Menschen aus fast ganz Europa mussten während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit im Deutschen Reich oder den besetzten Ländern leisten. Das nationalsozialistische Deutschland hatte den Krieg lange geplant und vorbereitet. Sein Ziel war die Unterwerfung und Ausbeutung Europas. Dafür wurden die besetzten Gebiete ausgeplündert und Millionen Männer, Frauen und Kinder in das Deutsche Reich verschleppt.
Im Spätsommer 1944 waren etwa ein Viertel der Arbeitskräfte in der gesamten deutschen Wirtschaft Zwangsarbeiter. Sie wurden in den meisten Industrie- und in vielen mittelständischen und Landwirtschaftsbetrieben eingesetzt und stammten aus allen von der Wehrmacht besetzten Ländern Europas, die meisten aus Polen und der damaligen Sowjetunion, letztere wurden auch als Ostarbeiter bezeichnet. Etwa die Hälfte von ihnen waren Mädchen und Frauen.
Im Jahr 2000 hat der Bundestag die Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" eingerichtet, die Leistungen an ehemalige Zwangsarbeiter bereitgestellt hat. Auf diesem Webportal finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema NS-Zwangsarbeit. 

Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg - Internationale Wanderausstellung

Überall wurden Zwangsarbeiter eingesetzt - in Rüstungsbetrieben ebenso wie auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk oder in Privathaushalten. Jeder Deutsche ist ihnen begegnet - ob als Besatzungssoldat in Polen oder als Bäuerin in Thüringen. Der nationalsozialistische Rassismus prägte das Verhältnis zu den Zwangsarbeitern. Gleichwohl gab es Handlungsspielräume. Ob Zwangsarbeiter erniedrigt und misshandelt wurden oder ob sie einem Rest von Menschlichkeit begegneten, hing auch vom Verhalten des Einzelnen ab.
Um das überaus komplexe Thema "Zwangsarbeit" für den Besucher greifbar und plastisch zu machen, bilden über sechzig repräsentative Fallgeschichten den sachlichen Kern der Ausstellung. Sie wurden akribisch in einer Vielzahl von Archiven in ganz Europa eigens für die Ausstellung recherchiert.
Weitere Informationen im Internet: www.ausstellung-zwangsarbeit.org
Pädagogisches Begleitmaterial zur Ausstellung: www.ausstellung-zwangsarbeit.org/index.php?id=264
Zeitzeugeninterviews für den Unterricht: www.zwangsarbeit-archiv.de
 
Begleitband zur Ausstellung: »Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg«, herausgegeben von Volkhard Knigge, Rikola-Gunnar Lüttgenau und Jens-Christian Wagner im Auftrag der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Weimar 2010. Informationen zum Begleitband der Ausstellung, zum Plakatmotiv und zu den Arbeitsblättern können Sie hier herunterladen. Der Begleitband kann auch über die Spezialbuchhandlung der Gedenkstätte Buchenwald zur Geschichte des National-sozialismus, der Konzentrationslager und der Speziallager bezogen werden. Diese erreichen Sie unter +49 (0) 3643 430 151 oder per E-Mail.

Zwangsarbeit 1939-1945. Zeitzeugen-Interviews für den Unterricht

Online-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte

Das Online-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte" enthält fast 600 lebensgeschichtliche Audio- und Video-Interviews mit Menschen, die für das nationalsozialistische Deutschland Zwangsarbeit leisten mussten.
29 überlebende Sinti und Roma berichten über ihr Leben. Ein Interview ist in deutscher Sprache, sechs weitere sind ins Deutsche übersetzt. Das Archiv ist nach einer Registrierung im Internet zugänglich.
Mehr Informationen unter: www.zwangsarbeit-archiv.de

Video-DVD, Lernsoftware und Lehrerheft
Wissenschaftler der Freien Universität Berlin haben multimediale Bildungsmaterialien zum Thema Zwangsarbeit entwickelt, die ab sofort über die Bundeszentrale für politische Bildung bestellt werden können. Das Material umfasst eine Video-DVD, Lernsoftware und ein Lehrerheft. Die Bildungsmaterialien basieren auf einer Sammlung von fast 600 Audio- und Video-Interviews mit ehemaligen Zwangsarbeitern, die über die Online-Plattform www.zwangsarbeit-archiv.de für Bildung und Wissenschaft verfügbar sind. Dazu sowie zu den Themen Zwangsarbeit, Entschädigung und Oral History wurden zahlreiche Aufgabenvorschläge, Anregungen und Arbeitsblätter für alle Schularten ab der 9. Klasse entwickelt.
Redaktionell verantwortlich: Sabine Wähling, LISUM
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Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"

Kontaktmöglichkeit:
Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Lindenstr. 20-25
10969 Berlin
Tel.: +49 (0)30 259297-0
Fax: +49 (0)30 259297-11
info(at)stiftung-evz.de

Ausstellung »Gulag. Spuren und Zeugnisse 1929-1956«

Vom 1. Mai bis 24. Juni 2012 kostenlose Führungen durch die Ausstellung im Schloss Neuhardenberg für Schülergruppen [mehr]

mit-stempel-und-unterschrift.de

30 historische Dokumente der NS-Zwangsarbeit und Entschädigungspraxis zwischen 1945 und 2003
Das Online-Angebot richtet sich an SchülerInnen, Studierende und Lehrende und will zum kritischen Quellenstudium anregen. Zu jedem Dokument stehen Lehrmaterialien zur Verfügung.
mit-stempel-und-unterschrift.de

Orte der Zwangsarbeit in Berlin

Flyer "Zwangsarbeit war überall" (pdf - 2,6 MB)
Der Flyer zeigt anhand von Beispielen in einer Landkarte vergessene Orte der Zwangsarbeit in Berlin

Freitagsbriefe

Freitagsbriefe - eine Sammlung von Briefen ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener durch Kontakte e.V.
Zeitzeugen geben ein authentisches und dramatisches Bild vom Leben und Leiden in den Kriegsgefangenenlagern.
 
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