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2. Fachtagung "ALLES MEDIEN ODER WAS?" 2017

Fachtagung zur Medienbildung an Grundschulen im Land Brandenburg

Die 2. Fachtagung "ALLES MEDIEN ODER WAS?" hatte zum Ziel, die neuen Anforderungen und Möglichkeiten des Lernens mit und über Medien in der Grundschule zu thematisieren. Dabei sind sowohl Perspektiven für Schulentwicklungsprozesse zur Implementierung von Medienbildung in der Primarstufe in den Blick genommen, als auch praxisorientierte Workshops angeboten worden. In den Workshops wurden erprobte Unterrichtsbeispiele für die Umsetzung des Basiscurriculums Medienbildung in der Unterrichtspraxis der Grundschule vorgestellt.

Vorträge

Eröffnung und Begrüßung

Dr. Götz Bieber, Direktor des LISUM und Dr. Thomas Drescher, Staatssekretär für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, begrüßten die rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zur zweiten Fachtagung "Alles Medien oder was?" gekommen waren.

Was bedeutet der digitale Wandel für Unterricht und Erziehung in der Grundschule?

Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik,
FAU Erlangen-Nürnberg

Vorstellung des Projekts "medienfit:-) Grundschule" – aktueller Stand, erste Ergebnisse, Ausblick

Sophie Pohle, LISUM
Michael Retzlaf, LISUM
Dr. Michael Kaden, MBJS

Die Workshops der Tagung

Heidi Barucki, LISUM

In diesem Workshop werden wir an Hand von praktischen Beispielen erproben, diskutieren und reflektieren, welche Rolle die Medienbildung im Fremdsprachenunterricht spielen kann. Dabei leiten uns folgende Fragen: (1) Welche Aspekte der Medienbildung sind für den Fremdsprachenunterricht besonders relevant und wie können sie in das schulische Medienkonzept eingebunden werden? (2) Inwiefern können wir das Lernen über Medien, z.B. die Reflexion über die eigene Mediennutzung und das Wissen über Medien, internet safety etc. mit der Entwicklung der fremdsprachlichen Kompetenzen koppeln? (3) Welche Medien können das Fremdsprachenlernen besonders unterstützen und wie können wir diese einsetzen?

Dr. Birgit Wenzel, LISUM

Für Lernende stellt eine Rallye oder eine Schatzsuche, zumal digital, ein attraktives Angebot dar. Mit der für Unterrichtszwecke hervorragend zu nutzenden App Actionbound können Schülerinnen und Schüler interaktive Schnitzeljagden selbst erarbeiten und/oder solche spielen. Im Workshop werden die Möglichkeiten der Verknüpfung mit dem neuen Rahmenlehrplan 1-10 für die Fächer Sachunterricht und Gesellschaftswissenschaften 5/6 (Themen und Kompetenzentwicklung) erkundet und eigene Ideen dazu entwickelt. Für die Umsetzung in der eigenen Unterrichtspraxis sind Tablets oder Smartphones notwendige Medien.

Julian Affeldt, Otfried Preußler-Schule, Großbeeren

Kaum eine Klasse ohne Klassenchat. Doch ohne Regeln und Absprachen herrscht oftmals Chaos und auch Mobbing und Beleidigungen sind nicht selten an der Tagesordnung. Wie kommt man weg vom Chaos-Chat und wie nimmt man Schülerinnen und Schüler mit auf den Weg zum sicheren Umgang mit neuen Kommunikationsformen. Im Workshop erfahren Sie ein konkretes Beispiel aus einer 5. Klasse und erarbeiten gemeinsam Ihren Weg.

Rainer Böhlke-Weber, Oberstufenzentrum Kommunikations-, Informations- und Medientechnik, Berlin

Der kreative Umgang mit den Inhalten der Rahmenlehrpläne gewinnt zunehmend an Bedeutung. In Gruppen werden mit einfachen Mitteln Erklärfilme mit den Mobiltelefonen der teilnehmenden Lehrkräfte produziert. Bitte bringen Sie dazu Ihre eigenen filmtauglichen Handys/Smartphones, die Bedienungsanleitung und – soweit vorhanden – ein Kamerastativ mit.

Prof. Dr. Petra Anders, Grundschulpädagogik/Didaktik Deutsch und Deutsch als Zweitsprache, Freie Universität Berlin

In dem Workshop lernen die Teilnehmer*innen Angebote zum digitalen Lesen und Gestalten (z.B. ONILO, Story Creator, PuppetPals, diverse Bilderbuch-Apps) anwendungsorientiert kennen. Gemeinsam diskutieren wir didaktische und pädagogische Potentiale und Herausforderungen sowie Einsatzmöglichkeiten dieser digitalen Angebote im Sinne des neuen RLP.

Annemieke Akkermans, Nelson-Mandela-Schule, Berlin

Wie können wir Kinder an die Funktionsweisen und Prinzipien unserer digitalen Welt heranführen? Und wie können wir ihnen schon früh vermitteln, dass jede*r Einfluss auf die Gestaltung digitaler Welten hat? Auch die neue Strategie der Kultusministerkonferenz zur "Bildung in der digitalen Welt" betont die Anforderung an Schule, einen Beitrag zur Entwicklung eines Verständnisses von Algorithmen zu leisten. In diesem Workshop werden Ihnen Schritt für Schritt praktische Ideen vermittelt, wie Sie auf Augenhöhe mit Ihren Schüler*innen eigene interaktive Geschichten, Spiele und Animationen im Unterricht gestalten, z.B. mit Scratch und Makey Makey. Sie treten in die Schuhe eines Siebenjährigen und schreiben Ihre ersten Zeilen Code. Gemeinsam probieren wir diese Tools aus, die (nicht nur) jungen Menschen helfen, sowohl kreativ als auch systematisch zu denken und engagiert zusammenzuarbeiten.

Beate Völcker, LISUM

Filme jeglicher Gattung, vom Spielfilm bis zum Youtube-Clip, entfalten ihre Geschichte und ihre Wirkung über das Bild und den Ton. In diesem Workshop geht es um die Bildebene. Wir werden verschiedene Methoden erproben und diskutieren, um mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Jahrgangsstufen Filmbilder zu erschließen und Grundprinzipien des filmischen Erzählens in Bildern zu begreifen. Dabei werden auch erprobte Unterrichtsmaterialien vorgestellt und Verknüpfungen zwischen relevanten Fächern und dem Basiscurriculum Medienbildung herausgearbeitet.


Redaktionell verantwortlich: Cornelia Brückner; LISUM