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Architektur und Schule

Aktuelles

Auszeichnung

Lernort im ehemaligen DDR-Untersuchungsgefängnis Keibelstraße ausgezeichnet

Die Ausstellung im Lernort Keibelstraße ist in Frankfurt/Main mit dem DDC Award „Gute Gestaltung 2019“ ausgezeichnet worden. Preisträgerin ist die Grafikerin Charlotte Kaiser, die mit ihrer Agentur den Lernort im einstigen DDR-Untersuchungsgefängnis in der Keibelstraße gestaltet hat.

Maßgabe der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres und der Agentur für Bildung zur Einrichtung des Lernortes waren, dass dieser für Jugendliche ansprechend und verständlich gestaltet ist. Über die Gefängniszellen und den Lichthof verteilt finden Schülerinnen und Schüler dort allerlei historische Quellen, Filmstationen und eine alles verbindende App vor.

Die Gestaltung gefiel der Jury offenbar. In der Begründung für die Auszeichnung heißt es: „Leichte Möbel in leuchtend hellen Farben setzen einen starken Kontrast zur rauen und bedrückenden Atmosphäre des Gefängnisbaus. Aus diesem Kontrast entsteht eine Lernumgebung, die zur Interaktion einlädt. Eine App führt die Besucherinnen und Besucher zu den Stationen, stellt Fragen und lässt Raum für eigene Gedanken. Sowohl das Stecksystem der Kartensätze als auch die App sind jederzeit wandelbar und können um neue Angebote und Forschungsergebnisse erweitert werden.“

Dafür wurde die Ausstellung in der Kategorie „Space“ mit Bronze ausgezeichnet (Informationen unter www.ddc.de/de/wettbewerb/gute-gestaltung-2019/spaces/lernort-keibelstrasse.php).

Bildungssenatorin Sandra Scheeres: „Ich freue mich, dass das Ausstellungskonzept überzeugt. Das Gefängnis Keibelstraße war ein Ort, an dem Unterwerfung gefordert wurde. Es ist wichtig, dass sich auch die heutige Generation von Schülerinnen und Schülern mit dem autoritären DDR-Regime auseinandersetzt. Dazu lädt dieser Lernort ein. “

Ausrichter des Wettbewerbs ist der Deutsche Designer Club, dem an Hochschulen und Universitäten Lehrende angehören. Der Lernort Keibelstraße wurde Anfang des Jahres eröffnet und wird von der Agentur für Bildung - Geschichte, Politik und Medien e.V. betrieben.

  Erstellt von André Koch (Pressemitteilung SenBJF) |   

Angebote und Projekte der Architektenkammern

Die Architektenkammern in Berlin und Brandenburg bieten verschiedene Möglichkeiten an, Projekte und Unterricht zum Thema Architektur durchzuführen. Das Spektrum der möglichen Themen ist breit, z. B.: Bauen, Gestalten, Wohnen, Stadtplanung, Denkmalschutz, umwelt- und klimagerechtes Bauen.

Angebote der Architektenkammer Berlin

  • Durchführung von Unterrichtseinheiten, stundenweise bis mehrtägig
  • Begleitung von Grund- und Leistungskursen zum Thema Architektur
  • Durchführung von Stadtbegehungen
  • Vorträge in den Schulen zu Themen der Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung
  • Vermittlung von Architekten für Workshops und Kurse an den Schulen
  • Diskussionsrunden für Architektinnen und Architekten sowie Lehrerinnen und Lehrer zur Vorbereitung der Projekte
  • Multiplikatorenworkshops

Mitglieder der Architektenkammer Berlin entwickeln zusammen mit den Lehrkräften Unterrichtsprogramme, die den Schülerinnen und Schülern Kenntnisse aus den verschiedenen Bereichen der Architektur vermitteln. Dazu gehören die Berufsbilder der in der Architektenkammer Berlin vertretenen Fachrichtungen, Bauablauf, Städtebau, umwelt- und klimabedingtes Bauen, Denkmalschutz und vieles mehr.

Weiteres Informationsmaterial zu der Initiative finden Sie unter Architektenkammer Berlin.

Angebote der Brandenburgischen Architektenkammer

Beim Partizipationsprojekt Die Stadtentdecker erkunden Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Architekten ihren Heimatort, setzen sich mit ihrer baulichen Umgebung auseinander und erarbeiten Vorschläge, wie die Stadt weiterentwickelt werden kann. In einer öffentlichen Präsentation stellen sie ihre Arbeitsergebnisse auch den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung vor, um im anschließenden Stadtentdeckergespräch darüber zu reden.


Seit 2013 führt die Brandenburgische Architektenkammer das Projekt landesweit durch, seit 2015 im Rahmen eines Förderprogramms des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) und mit Unterstützung des LISUM. Vor Ort kooperiert die Architektenkammer mit der Schule und der jeweiligen Kommune.

Das Projekt lässt sich in unterschiedlichen Organisationsformen umsetzen, als wöchentlicher Fachunterricht ebenso wie als klassenübergreifende Arbeit in Kleingruppen oder für eine Projektwoche. Die Stadtentdecker sind prädestiniert als Projekt zur fachübergreifenden Kompetenzentwicklung.

Hier können Sie den Projektflyer herunterladen.
Auf der Internetseite Architektur+Schule finden Sie umfassende Informationen der Brandenburgischen Architektenkammer.
Informationen zum Förderprogramm gibt die Webseite des MIL.


 

Redaktionell verantwortlich: Ilona Lehmberg, LISUM