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Geschichte Brandenburgs

Geschichte Brandenburgs

Einen guten Überblick über die Geschichte Brandenburgs bietet das Land selbst.

Die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung hat im Netz einen kurzen Beitrag zur Landesgeschichte bereitgestellt.

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung informiert über die Geschichte des Landes Brandenburg und liefert ergänzende Hinweise über Bevölkerung, Gesellschaft, Wirtschaft sowie das politische System.

Für Kinder aufbereitetes Material zur Geschichte Brandenburgs bietet die Seite helles-koepfchen.de.

Der Brandenburgische Landtag bietet ebenfalls Ideen zu Unterrichtsprojekten, Erklärvideos, Pockethefte sowie einen Foliensatz zum politischen System für Lehrkräfte an.

Interessant ist Brandenburg auch als Reise- bzw. Exkursionsland. Auf der Seite Reiseland-brandenburg.de finden sich Vorschläge, an welchen Orten sich die Brandenburgische Geschichte im wahren Sinne des Wortes erfahren lässt.

Wer sich über die Museen Brandenburgs informieren möchte, findet auf der Homepage Berlins gute und hilfreiche Hinweise.

Macht der Gefühle + didaktische Materialien: Die Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" nimmt heutige Erscheinungsformen von 20 Emotionen zum Ausgangspunkt und zeigt deren historische Entwicklung im 20. Jahrhundert auf: Konjunkturen, Wandel und Kontinuitäten.

Die Ausstellung veranschaulicht Kontinuitäten und Brüche in den Gefühlswelten, die die vergangenen 100 Jahre prägten und deren Intensität heute Politik und Gesellschaft herausfordert. Es sind didaktische Materialien zu der Ausstellung kostenfrei auf der Website zu finden.

Die folgenden Vorschläge richten sich an Schüler*innen der oberen Sek I.-Klassen  bzw. an Schüler*innen der Sek. II. Die Anrede ist ggf. anzupassen.

  1. Verfasse einen Reiseführer zur Geschichte Brandenburgs, in dem Ihr die Landesgeschichte exemplarisch an verschiedenen Orten beleuchtet.
  2. Entwickelt einen Stadtführer, in dem Ihr die Spuren, die die Geschichte in Eurer Heimatstadt hinterlassen hat, zusammenstellt und erläutert.
  3. Erstelle eine Erklärvideo oder einen Comic zur Geschichte Brandenburgs.
  4. Erstelle ein Interview mit Zeitzeugen zum Mauerfall und werte es kritisch aus.

Die Einnahme Brandenburgs begann unter Karl d. Gr., der 789 gegen die Slawen an Elbe und Saale Krieg führte. Aber erst König Heinrich I. eroberte 928/929 die Brendanburg (Brandenburg) an der Havel. Als eigentliche Geburtsstunde Brandenburgs gilt das Jahr 1157, als Albrecht der Bär aus dem Geschlecht der Askanier die Burg Brandenburg einnimmt.

Aufgaben zur Leitfrage: Ist Albrecht der Bär wirklich der Gründungsvater Brandenburgs?

1. Arbeiten Sie aus den Biographien die Leistungen Albrechts des Bären heraus. Material finden Sie auf den Seiten der Deutschen Biographie sowie der Geschichte Berlins.

2a. Albrecht der Bär hat sich vergleichsweise wenig in Brandenburg aufgehalten. Rechtfertigen seine Leistungen, ihn als Gründungsvater Brandneburgs zu bezeichnen?

2b. In der Zitadelle Spandau steht ein Denkmal Albrechts des Bären. Über die Bau- und Erhaltensgeschichte des Denkmals informiert die Seite Bildhauerei in Berlin.

Entwickeln Sie einen Informationsflyer, den Text für einen Audioguide oder eine Infotafel, die über das Denkmal und die Bedeutung Albrecht des Bären aufklärt.

Entwickeln Sie einen Vorschlag für ein eigenes Denkmal zu Albrecht d. Bären.

Der Dreißigjährige Krieg verwüstet das Land schwer. 1640 übernimmt Kurfürst Friedrich-Wilhelm, später der Große Kurfürst genannt, die Regierung. Der junge Friedrich-Wilhelm hat mehrere Jahre in den Niederlanden verbracht, ist beeindruckt von der Wirtschaftskraft der Seefahrts- und Handelsnation und will Brandenburg nach diesem Vorbild zum modernen Staat entwickeln.

Durch Ansiedlung – insbesondere von Hugenotten aus Frankreich, aber auch von Holländern, Schweizern und anderen Einwanderern – fördert er den Aufbau des Landes und die Entwicklung von Handel und Gewerbe. Mit dem als Toleranzedikt bekannten Edikt von Potsdam werden 1685 den Zuwanderern zahlreiche Rechte, darunter die freie Religionsausübung, eingeräumt.

Der Nachfolger des Großen Kurfürsten, Kurfürst Friedrich III., begründet das preußische Königtum. Er lässt sich 1701 in Königsberg krönen und nennt sich fortan Friedrich I., König in Preußen. Die Mark Brandenburg wird damit ein Teil von Preußen. Friedrich Wilhelm I. (1713-1740), der "Soldatenkönig", setzt die Folge hohenzollernscher Herrscher fort. Unter Friedrich II., genannt der Große (1740 – 1786), wächst Preußen zu einer politischen Macht von europäischer Bedeutung heran.

Hugenotten:
  1. Diskutiere, inwiefern sich die Aufnahme der Hugenotten in Brandenburg als ein Vorbild für Integration bezeichnen lässt? Recherchiere nach vergleichbaren Beispielen aus der Gegenwart.
  2. Suche nach Spuren der Hugenotten in Berlin (z.B. Gebäude, Sprache).
Begründung des Königtums:

Entwickele ein Streitgespräch zwischen dem Kaiser und Friedrich über die Verwendung des Königtitels.

  1. Schau Dir das Youtube-Video zum Thema Aufklärung an und notiere Dir die Merkmale für Aufklärung.
  2. Gliedere die Maßnahmen, die Friedrich II. während seiner Herrschaft vorgenommen hat, anhand des Textes in aufklärerische und nicht-aufklärerische. Diskutiere dann, ob es gerechtfertigt ist, Friedrich II. als aufgeklärten Monarchen zu bezeichnen.
  3. Betrachte das Bild Friedrich der Große (1712-1786), König von Preußen (1740-1786), Besuch von Bauern, als sie ihr Land bearbeiten (farbige Gravur von 1887 von Herve & Kirmse) und beschreibe die Szene aus der Sicht des sich bückenden Bauern: Was wird er denken? Bringt ihm die Aufklärung etwas?

Die Geschichte Brandenburgs war nach dem 2. Weltkrieg von großen Herausforderungen geprägt. Bis in die letzten Kriegstage hinein fanden hier erbitterte Gefechte statt und hinterließen Verwüstungen und Zerstörungen. Neben der großen Not, unter der die Beölkerung litt, galt es, Geflüchtete und Vertriebene aus Ost- und Südosteuropa aufzunehmen. Zuständig war in Potsdam die sogenannte Zentralverwaltung für deutsche Umsiedler.

Aufgabe:

Sucht nach Spuren Geflüchteter in Eurer brandenburgischen Heimat. Wie wurden sie aufgenommen? Wie und wo haben sie gelebt? Wie ware das Verhältnis zur ortsansässigen Bevölkerung?

Durch das Potsdamer Abkommen (1945) verlor Brandenburg etwa 30 Prozent seines damaligen Gebietes, da die gesamte Neumark östlich von Oder und Neiße nunmehr zu Polen gehört.

Aufgabe:

Findet heraus, was aus der deutschen Bevölkerung der Neumark nach dem 2. Weltkrieg geworden ist.

GULag-Zeitzeugeninterviews + didaktische Materialien: In den vergangenen Jahrzehnten hat der Historiker Dr. Meinhard Stark etwa 300 ehemalige Lagerhäftlinge der sowjetischen GULags bzw. ihre Kinder in Russland, Polen, Kasachstan, Litauen und Deutschland interviewt. Die Interviews sind in Form von Podcasts in der Mediathek der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur einzusehen. Dort werden zusätzlich didaktische Materialien und Vorschläge zur Bearbeitung der Interviews mit Schülern und Schülerinnen zur Verfügung gestellt.

Der Staat Preußen ist durch die vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges per Gesetz des alliierten Kontrollrates Nr. 46 vom 25. Februar 1947 endgültig aufgelöst worden. Dort heißt es:

„Der Staat Preußen, der seit jeher Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland gewesen ist, hat in Wirklichkeit zu bestehen aufgehört. Geleitet von dem Interesse an der Aufrechterhaltung des Friedens und der Sicherheit der Völker und erfüllt von dem Wunsche, die weitere Wiederherstellung des politischen Lebens in Deutschland auf demokratischer Grundlage zu sichern, erlässt der Kontrollrat das folgende Gesetz:

Artikel 1

Der Staat Preußen, seine Zentralregierung und alle nachgeordneten Behörden werden hiermit aufgelöst.“

Analysieren Sie die Begründung zur Auflösung Preußens ("Träger des Militarismus und der Reaktion") auf ihre historische Stichhaltigkeit.

Am 6. Februar 1947 wurde auf dem Gebiet der Provinz Brandenburg das Land Brandenburg als Gliedstaat in der SBZ bzw. der späteren DDR errichtet. Doch schon mit der Verwaltungsreform von 1952 hörte das Land Brandenburg wieder auf zu existieren.

Die Materialmappe "Die DDR - ja und?" ist für eine projektorientierte Auseinandersetzung mit der Geschichte der SED-Diktatur im Umfang von sechs Unterrichtsstunden konzipiert. In vier Gruppen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler anhand zahlreicher unterschiedlicher Materialien mit vier Aspekten der DDR-Geschichte: Politik, Jugendliche, Planwirtschaft und Staatssicherheit. Sie präsentieren ihre Ergebnisse in Form von selbst gestalteten Plakaten, für die in der Mappe Vorlagen vorhanden sind und die sich zu einem großen Poster zusammenfügen lassen. In der Mappe enthalten sind eine Broschüre mit Hinweisen für Lehrkräfte, außerdem zu den vier Themenbereichen je ein Informationsheft, ein Plakat sowie ein Heft mit Material für die Plakatgestaltung. Die Mappe kann in allen Schulformen eingesetzt werden und eignet sich für die Sekundarstufe I, insbesondere für die neunte und zehnte Klasse. Das Projekt wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

- Fluchtgeschichten. Familien und Flucht aus der DDR – Materialien für Grundschüler: Wie kann man die DDR-Geschichte Grundschülern vermitteln? Der Bund für Bildung stellt auf seinem Online-Portal „Familien und Flucht aus der DDR“ acht Lerneinheiten zur Verfügung, die den Schülerinnen und Schülern der dritten bis sechsten Klasse das Phänomen der innerdeutschen Flucht und Teilung altersgerecht erklären. Hierbei werden Aspekte wie Mobilität, Familiengeschichte, Demokratie, Grundrechte sowie Fluchtgründe und Fluchtplanung thematisiert.

Nach dem Fall der Mauer erfolgte 1990 die Neugründung des Landes Brandenburg. Erster Ministerpräsident wurde Manfred Stolpe unter einer SPD-geführten Regierung. Brandenburgs Partnerland Nordrhein-Westfalen leistete in den ersten Jahren Aufbauhilfe.

Die Lage Berlins mitten in Brandenburg sorgt immer wieder für Diskussionen hinsichtlich der Fusion beider Länder. Eine Volksabstimmung zur Fusion der Länder scheiterte 1996; jedoch arbeiten beide Länder eng zusammen. Gerade im Zusammenhang mit der Diskusssion über die Veränderung der Länderstruktur ergibt sich eine Diskussion über die Frage der Beziehung beider Länder. Hierzu wird in der Märkischen Allgemeinen über die Vor- und Nachteile einer Fusion diskutiert. Im Tagesspiegel wird zwischen Fusion und Kooperation unterschieden.

Aufgabe:

Führt eine Pro-Contra-Debatte zur Fusion der Länder Berlin und Brandenburg durch.

Besonders ausführlich wird die lange wenig beachtete Geschichte des Landes Brandenburg von der Historischen Kommission zu Berlin e.V. erforscht. Hierzu gibt es eine Reihe wissenschaftlicher Einzelveröffentlichungen, die ständig erweitert und aktualisiert wird.

Verwiesen sei auch auf die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg, die Veranstaltungen und Publikationen anbietet. Hier findet sich ein sehr umfassendes Verzeichnis von Veröffentlichungen zu den verschiedensten Themen zur Geschichte Brandenburgs. Zugleich sind auf derselben Homepage auch Ausstellungen und Veranstaltungen über die brandenburgische Geschichte aufgelistet.

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte bietet vom 27. September 2020 bis 7. Februar 2021 eine Ausstellung über 30 Jahre Geschichte Brandenburgs an.


Redaktionell verantwortlich: Dr. Uwe Besch, LISUM