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Übergänge

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Übergänge - Kita-Grundschule

10 Thesen zum Übergang von der Kita in die Grundschule (Berlin-Lichtenberg)

Wie können die Fachkräfte mich und meine Eltern beim Übergang von der Kita in die Grundschule unterstützen?


Der Übergang von der Kita in die Grundschule ist eine aufregende und meist mit viel Vorfreude verbundene Herausforderung für Kinder und ihre Eltern. Die Fachkräfte in Kita und Grundschule können diesen Weg unterstützen, indem sie eine gute Kommunikation unter den Institutionen sowie eine gute Beratung für Eltern und ihre Kinder gewährleisten.

Der bezirkliche Prozess:
Im November 2012 wurden auf regionalen Fachveranstaltungen im Bezirk Lichtenberg Themen und Bedarfe für die Kooperation kommuniziert, an denen in stadtteilorientierten Arbeitsgruppen Kolleginnen und Kollegen aus Schulen, Jugendeinrichtungen, den Stadtteilzentren, den Bezirksämtern und politischen Gremien teilnahmen. Der Übergang von der Kita in die Grundschule wurde als eins der wichtigsten Schwerpunktthemen benannt.

Im Jahr 2013 führten  das Jugendamt und die regionale Schulaufsicht gemeinsam eine Umfrage bei den Kitas und Grundschulen zum Stand der Kooperation durch, aus der deutlich wurde, dass verbindliche Übergangsregelungen und gute Informationsmöglichkeiten nötig sind. Daraufhin wurde durch die Strategische Steuerung des Bezirkes eine temporäre Arbeitsgruppe beauftragt, Standards zum Übergang zu entwickeln. Die Arbeitsgruppe war besetzt mit Kolleginnen und Kollegen aus Kitas und Grundschulen (Lehrkräfte, Ganztag, regionale Fortbildung), Elternvertretungen, Schulsozialarbeit und Jugendamt.

Der gemeinsame Nenner aller Beteiligten sind die berechtigten Ansprüche des Kindes, das den Übergang bewerkstelligen muss. Somit wurden die entstandenen Thesen aus Sicht des Kindes formuliert. Grundlage waren die UN- Kinderrechtskonvention sowie die Bildungsprogramme für Kitas und Grundschulen in Berlin. Die Thesen wurden durch Anforderungen (Standards) und Umsetzungsmöglichkeiten (Empfehlungen) untersetzt. Während des gesamten Entwicklungsprozesses wurden die jeweiligen Arbeitsstände in den bezirklichen Gremien und den Schulen kommuniziert und deren Vorschläge und Anregungen eingearbeitet. Somit ist die erschienene Broschüre ein bereits auf breiten Schultern gewachsener Konsens verschiedener Fachrichtungen, der Eltern und der bezirklichen Institutionen. Deutlich wurde, dass es aufgrund der Heterogenität im Bezirk keine übergreifenden Festlegungen geben kann, sondern dass jeder Kiez seine eigenen Verabredungen und Möglichkeiten passend zu den örtlichen und sozialen Gegebenheiten festlegen muss. Im März 2014 wurden die Thesen durch die Strategische Steuerungsrunde verabschiedet und veröffentlicht.

Der Plan für die Umsetzung sieht folgendermaßen aus:
Im Herbst 2014 werden erneut regionale Fachveranstaltungen stattfinden, an denen die Thesen in stadtteilorientierten Netzen von den Kolleginnen und Kollegen aus Kitas und Grundschulen diskutiert und Verabredungen getroffen werden. Aus den Verabredungen und den bislang in Berlin vorhandenen Kooperationsvereinbarungen soll ein Lichtenberger „Muster- Kooperationsvertrag“ entwickelt werden, der die Arbeit in den Einrichtungen unterstützen kann. Dort, wo es möglich ist, wird die Gründung von Netzwerken zwischen Grundschulen und Kitas angestrebt, um eine Kommunikation mehrerer Kitas (besonders auch kleiner Kitas) mit einer Grundschule zu ermöglichen. Bereits vorhandene Netzwerke in Stadtteilen werden genutzt, um Parallelstrukturen zu vermeiden und die Arbeitsbelastung in Grenzen zu halten. Nach ca. 2 Jahren sollen diese Netzwerke und die verabredeten Kooperationsvereinbarungen evaluiert werden. Der Gesamtprozess wird durch die bezirkliche Koordinierungsstelle Kooperation Schule-Jugendhilfe, Stiftung SPI, begleitet und moderiert. Alle Ergebnisse sind auf der Internetseite www.kooperation-schule-jugend-berlin-lichtenberg.de einsehbar.