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Aktuelles aus der Alphabetisierung/Grundbildung

Neues Material zur neuen Info-Ausstellung der Bundes-Kampagne "Besser lesen und schreiben"

Zur neuen Info-Ausstellung "Lesen und Schreiben öffnet Welten" ist jetzt auch neues Begleitmaterial verfügbar: eine Broschüre, ein Flyer, Postkarten und Plakate. Diese Materialien können über das neue Formular auf der Kampagnen-Homepage bestellt werden und zum Weltalphabetisierungstag am 8. September genutzt werden. 
Informationen zu den neuen Produkten.
Ansprechpartner bei Fragen: Servicebüro „Lesen & Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“, Telefon: 030 / 81 87 77-170. 

Aktualisierte Richtlinie zur Förderung der Alpha-Arbeit in Brandenburg ist veröffentlicht

Am 12. August wurde die aktualisierte Richtlinie des Brandenburger Bildungs- und Justizministeriums im Amtsblatt des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport  veröffentlicht. Die veröffentlichte "Richtlinie des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport und des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz für die Förderung von Maßnahmen zur Alphabetisierung und Grundbildung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) im Förderzeitraum 2014 - 2020" finden Sie hier.

Radio-Beitrag von "Antenne Brandenburg" zu Erwachsenen, die nicht gut lesen und schreiben können

Antenne-Brandenburg-Reporterin Sybille Seitz hat für "Pique Dame" mit Menschen gesprochen, die als Erwachsene lesen und schreiben lernen und mit pädagogischen Mitarbeitern, die sie dabei unterstützen. Mit dabei sind Mitarbeiterinnen des Potsdamer Projekts "GrubiSo - Grundbildung im Sozialraum" und vom Grundbildungszentrum Cottbus / Spree-Neiße aus Forst. Hören Sie mehr im Beitrag "Erwachsene Analphabeten – es ist nie zu spät, lesen und schreiben zu lernen", ausgestrahlt am 16.6.2019. Bis Mitte September kann er über die Homepage von Antenne Brandenburg gehört werden.

Nummer 58 der ABC-Zeitung ist da!

Anfang Juli ist die neue Ausgabe der ABC-Zeitung erschienen. Aufmacher der Ausgabe Nr. 58 ist ein Bericht zur ersten Lerner-Tagung in Niedersachsen am 15. Juni, mit den drei Selbsthilfegruppen im Land. Dort haben sie unter anderem Forderungen für ein Oldenburger Manifest für Grundbildung aufgestellt. Die Gruppen laden alle ein zur Diskussion dieser Forderungen. Rückmeldungen dazu und zu allen anderen Artikeln können als Leserbriefe geschickt werden.
Mehr Informationen zur Zeitung und alle früheren Ausgaben finden Sie hier.

Oldenburger Manifest für Grundbildung

Die drei niedersächsischen Selbsthilfegruppen haben bei der ersten Lerner-Tagung in Niedersachsen Mitte Juni Forderungen für ein Oldenburger Manifest für Grundbildung diskutiert und aufgestellt. Die Gruppen laden alle ein zur Diskussion dieser Forderungen:

  1. eine Wahrnehmung auf Augenhöhe sowie Respekt und Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit.
  2. einen einfachen Zugang zu Grundbildungsangeboten.
  3. eine bessere Ausstattung mit digitalen Medien und erwachsenengerechter Lernsoftware.
  4. Lerner-Experten mehr Gehör und Mitsprache beim Thema Grundbildung zu geben. 
  5. kostenfreie Grundbildungskurse.
  6. eine bessere Bezahlung der Lehrkräfte.
  7. finanzielle Unterstützung von Selbsthilfegruppen in der Grundbildung.
  8. die Einführung einfacher Schriftsprache im öffentlichen Bereich. 

Einen ausführlicher Bericht zur Lerner-Tagung finden Sie hier.

Modellprojekt "Lerncafé online" der VHS Potsdam erhält 78.240 Euro

Die Stadt Potsdam hat Anfang Juni 78.240 Euro Förderung vom Land Brandenburg für das Modellprojekt "Lerncafé online" der Volkshochschule (VHS) erhalten. Ziel des Modellprojekts ist die Entwicklung einer digitalen Lernplattform, die Menschen mit geringen Schriftsprachkompetenzen dabei unterstützen soll, ihre Kompetenzen beim Lesen, Schreiben und beim Umgang mit Computern zu erweitern und zu festigen. Bereits jetzt können funktionale Analphabeten niedrigschwellige Lernangebote im Grundbildungszentrum in Potsdam nutzen. Zukünftig sollen sie auch online lernen können. Die neue Online-Plattform soll später auch bundesweit durch andere VHS genutzt werden können.

Neue Info-Broschüre "Lesen und Schreiben öffnet Welten" erschienen

Die neue Informationsbroschüre des BMBF "Lesen und Schreiben öffnet Welten" zur Alpha-Dekade steht online zum Download und zur Bestellung bereit. Sie enthält die neuen Zahlen der LEO-Studie 2018 und zeigt anhand von praktischen Beispielen und Lebensgeschichten, wie die Lese- und Schreibkenntnisse Erwachsener gestärkt werden können. Kostenlose Bestellung und Download hier

Neues Kursmaterial für DaZ: "Häppchenweise Deutsch" - Migrantinnen und Migranten mit alltagsnahen Themen unterrichten

Ein vielfältiges und flexibel einsetzbares neues Kursmaterial für Deutsch als Zweitsprache hat das Bundeszentrum für Ernährung herausgebracht. Es kann für verschiedene Kurs- und Lernformate genutzt und von Kursleitenden viel und mit wenig Erfahrung im Sprachunterricht eingesetzt werden. Die Übungen reichen von Sprachniveau A1 bis B1; Schriftkompetenz in lateinischer Schrift wird vorausgesetzt. Die Übungen sind thematisch in fünf Kapitel sortiert. Innerhalb jeder Übung gibt es Varianten, Arbeitsblätter und die Möglichkeit, zusätzlich Wort-Bild-Karten, Videos, Audios oder Bilder einzusetzen. Alle Arbeitsblätter können an die Bedürfnisse der Lernenden angepasst werden. Weitere Infos
Kosten: 9 Euro plus Versand; Bestellung: "Häppchenweise Deutsch - Deutsch lernen mit den Themen Ernährung und Bewegung"

Ergebnisse der LEO-Grundbildungsstudie 2018 liegen vor - 6,2 Millionen gering literalisierte Erwachsene

Auf der Tagung der "Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung" wurden die Ergebnisse der Studie "LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität" der Öffentlichkeit vorgestellt. Prof. Dr. Anke Grotlüschen und Prof. Dr. Heike Solga berichteten detailliert über den Trend zwischen 2011 und 2018. Die Ergebnisse: Rund 6,2 Millionen Deutsch sprechende Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren haben Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Das sind 12,1 Prozent der entsprechenden Gesamtbevölkerung. In der Systematik der Studie entsprechen ihre Lese- und Schreibkompetenzen den Alpha-Levels 1 bis 3.
Die Hauptergebnisse liegen in Form einer Pressebroschüre vor.

Hier ein Kommentar zur Einschätzung der Ergebnisse der LEO-Studie von Ralf Häder, Geschäftsführer des Bundesverbands Alphabetisierung und Grundbildung.

Über die LEO-Grundbildungsstudie
Die LEO-Studie 2018 der Universität Hamburg ist die größte und wichtigste repräsentative Studie zu geringer Literalität von Erwachsenen in Deutschland. Sie gibt Aufschluss über Alter, Geschlecht, Herkunft, Familien- und Erwerbsstatus sowie Schul- und Berufsbildung von Menschen mit geringen Lese- und Rechtschreibkompetenzen in Deutschland. Darüber hinaus untersucht die Studie, wie sich eine geringe Literalität auf alltägliche und gesellschaftliche Teilhabechancen auswirkt. Im Fokus der aktuellen Studie stehen finanzielle Grundbildung, Gesundheitsgrundbildung, arbeitsorientierte Grundbildung, familiäre, politische und digitale Grundbildung sowie die Weiterbildungsteilnahme der Betroffenen. Insgesamt wurden im Sommer 2018 rund 7.200 deutschsprechende Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren befragt. Größe und Auswahl der Stichprobe lassen den Rückschluss auf die Gesamtbevölkerung zu. Die LEO-Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Berliner Konzept zur Fortbildung für Kursleiter/innen in der Alphabetisierung und Grundbildung veröffentlicht

Die „Fortbildung von Kursleitenden in Angeboten für deutschsprechende funktionale Analphabetinnen und Analphabeten sowie Erwachsene mit Lese-Rechtschreib-Schwäche“ wurde im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie von erfahrenen Praktikerinnen entwickelt und wird in Berlin seit Herbst 2017 in einem jährlichen Durchgang angeboten. Das Konzept folgt einem ganzheitlichen Lernansatz; es befähigt Kursleitende und Einsteiger/innen, die individuellen Lebenssituationen und Lernbiografien der Teilnehmenden im Kurs zu berücksichtigen. Das Qualifizierungskonzept wurde jetzt von der Senatsverwaltung veröffentlicht und steht interessierten Organisationen zur Nutzung für ein Fortbildungsangebot zur Verfügung, auch in Teilen. Das Konzept finden Sie hier.

Der neue Durchgang der Fortbildung startet am 25./26. Oktober 2019 und geht bis Mai 2020. Anmeldungen ab sofort und bis zum 28. Juni mit dem Formular aus dieser Einladung an Sabine Theuer, SenBJF
Weitere Informationen der Senatsverwaltung zu Alphabetisierung und Grundbildung

12 Mehrgenerationenhäuser in Brandenburg bieten im Jahr 2019 Förderung für Lesen, Schreiben und Rechnen an

Insgesamt 12 Mehrgenerationenhäuser (MGH) in Brandenburg haben 2019 Angebote zur Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen für Erwachsene im Programm. Das Bundesbildungsministerium stellt dafür in Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium Fördermittel bereit, als Teil der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung. Die 12 MGH können konkrete Lernangebote, aber auch Kampagnen zur Sensibilisierung der lokalen Öffentlichkeit oder das Entwickeln geeigneter Lernmaterialien anstoßen und umsetzen. Zur Übersichtsliste
Weitere Informationen zum Sonderschwerpunkt (weiter unten auf der Seite)

 

Berliner Grundbildungs-Atlas ist mit verbesserter Suchfunktion online

Pünktlich zur Vorstellung auf dem Fachtag des GBZ Berlin war die neue Suchfunktion für den Berliner Grundbildungs-Atlas online. Wo bislang auf den Seiten der jeweiligen Bezirke über Lern- und Beratungsangebote informiert wurde, können jetzt durch die Eingabe verschiedener Suchkriterien Angebote gezielter angezeigt werden. Bei Lernangeboten kann nach Zeitfenster, Kosten, Kursniveau, erforderlichen mündlichen Vorkenntnissen und u.v.m. gesucht werden. Bei den Beratungsangeboten kann man sich gezielt die mit dem Alpha-Siegel ausgezeichneten Einrichtungen anzeigen lassen. Wenn Sie feststellen, dass Ihnen z. B. Suchwörter oder Funktionen fehlen, informieren Sie bitte das GBZ Berlin.

Redaktionell verantwortlich: Birgit Hensel, LISUM