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Weiterbildungspreis des Landes Brandenburg

Projekt "Generationen gerecht leben" der "Villa Fohrde e.V." gewinnt den Weiterbildungspreis 2018


Der "Weiterbildungspreis 2018" des Landes Brandenburg geht an das Projekt "Generationengerecht leben" der Villa Fohrde in Havelsee. In dem generationenübergreifenden Projekt der Heimbildungsstätte setzen sich Eltern, Großeltern und Kinder in Wochenendseminaren gemeinsam damit auseinander, wie das Leben auch für künftige Generationen lebenswert gestaltet werden kann. Erlebnispädagogische Methoden und Alltagsthemen wie "Kochen ohne Grenzen" oder "Lehmbau für Groß und Klein" machen es für alle möglich, sich mit Fragen von Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit auseinander zu setzten. Ministerin Ernst lobte bei der Preisverleihung am 6. Juni in der Potsdamer Staatskanzlei in ihrer Laudatio den partizipativen Ansatz der Seminare, der allen ein Mitmachen nach ihren Fähigkeiten ermöglicht, und die gelungene Verbindung von politischer Bildung und Familienbildung.


Üblicherweise werden im Wettbewerb um den Weiterbildungspreis zwei zweite Plätze vergeben. In diesem Jahr kam die Jury jedoch zu einer besonderen Entscheidung - ein zweiter Platz wurde gleich mehrfach vergeben. Einen zweiten Platz "für sich allein" erhielt das Grundbildungszentrum Frankfurt (Oder), das an der VHS Frankfurt (Oder) angesiedelt ist. Im Rahmen seiner Familiy-Literacy-Bildung wurde unter anderem die Veranstaltungsreihe "Mach was mit ABC und mach 123!" durchgeführt. Diese thematisch vielseitige und offene Veranstaltungsreihe für Familien verbindet Grundbildung und Familienbildung miteinander und dient der Stärkung des Vorlesens in Familien. So können Kinder die Welt der Buchstaben und Zahlen für sich entdecken und bekommen ein besseres Sprachgefühl. Dafür wurde das GBZ mit einem zweiten Platz ausgezeichnet. 


Den weiteren zweiten Platz teilen sich das Projekt "Kompetenzentwicklung für die Nutzung digitaler Medien" des Brandenburgischen Volkshochschulverbandes sowie das Projekt "Digitalisierung und digitales Lernen" des Paritätischen Bildungswerks Landesverband Brandenburg. In beiden Projekten  werden Kursleiterinnen und Kursleiter sowie Multiplikatoren aus allen Regionen des Landes in Sachen Digitalisierung geschult, um ihr Wissen später weiterzugeben. Auch die zweiten Plätze wurden von Ministerin Ernst in der Bekanntgabe der Jury-Entscheidung in den Laudationes gewürdigt

In ihrem Grußwort zur Eröffnung der Preisverleihung betonte Ministerin Ernst die Bedeutung und die Vielfalt der Weiterbildung. Lebenslanges Lernen gehöre dazu; es eröffne neue Chancen zur Teilhabe. 
Bildungsministerin Britta Ernst in der Pressemitteilung zur Preisverleihung: "Lebenslanges Lernen und Weiterbildung – beruflich, kulturell oder politisch – sind heutzutage ein Muss. Ohne Weiterbildung kein Erfolg im Beruf, ohne lebenslanges Lernen bleibt der Mensch stehen. Lernen macht Spaß und eröffnet immer wieder neue Möglichkeiten. Ich freue mich über die ausgezeichneten Projekte und Initiativen in Brandenburgs vielfältiger Weiterbildungslandschaft."

Für die künstlerischen Impulse sorgte diesmal das "Théâtre Au fil des nuages" aus Kirchmöser. Mit Chansons und Sketchen auf Deutsch und Französisch unterhielten Christina Gumz und Clément Labail die Gäste der Preisverleihung.

Gut 90 Gäste nahmen an der Preisverleihung im Brandenburg-Saal teil. Sie alle konnten aus der Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge auswählen, welche Präsentation ihnen am besten gefällt. Die Wahl fiel auf die "Weiterbildung zum Therapiebegleithund-Team", in dem Menschen und Hunde für einen therapeutischen Einsatz qualifiziert werden. Carola Christen als Vertreterin des Landesbeirats für Weiterbildung gab das Abstimmungsergebnis bekannt und ehrte die Verantwortlichen für dieses Projekt.

Vielfalt der Wettbewerbsbeiträge beim Weiterbildungspreis

17 Einrichtungen nahmen mit insgesamt 21 Beispielen aus ihrer Praxis am Wettbewerb teil und zeigten die Vielfalt der Weiterbildung im Land Brandenburg: in Themen, Formaten, Methoden, Zielgruppen und Art der Organisationen. Hier finden Sie eine Übersicht und Kurz-Skizzen zu den Beiträgen.

Der "Weiterbildungspreis" wird alle zwei Jahre vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Landesbeirat für Weiterbildung in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg an herausragende Projekte der Weiterbildung im Land Brandenburg vergeben. Ausgezeichnet werden zunkunftsweisende Angebote, Initiativen, Ansätze und Projekte in der Weiterbildung von Erwachsenen im Land Brandenburg. Eine unabhängige, ehrenamtliche Jury ermittelt die Sieger und vergibt drei Preise. Der erste Platz ist mit 1.000 Euro dotiert, die beiden folgenden Plätze mit je 500 Euro.
 

Wettbewerb um den Weiterbildungspreis 2018

Bis zum 15. April 2018 waren alle Weiterbildungseinrichtungen und Verbünde im Land Brandenburg eingeladen, am Wettbewerb um den Weiterbildungspreis des Landes Brandenburg 2018 teilzunehmen. Unter dem Motto "Weiterbildung in Brandenburg: kreativ - vielfältig - zukunftsweisend" wurden Projekte, Modelle oder Initiativen für das lebenslange Lernen von Erwachsenen im Land Brandenburg gesucht. Gefragt waren Angebote, Konzepte oder Projekte, die in den letzten zwei Jahren durchgeführt wurden oder zum Zeitpunkt des Wettbewerbs kurz vor dem Abschluss stehen.