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Berliner Schulleitungstagung

Dokumentation zur 7. Berliner Schulleitungstagung 2019

26. / 27. September 2019 in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin


DEMOKRATIE IN BEWEGUNG

Die Rolle der Schulleitung in einer demokratischen Schule

Demokratie muss gelernt werden.

  • Wodurch wird sie gelernt?
  • Wie können Spielräume für Beteiligung geschaffen oder erweitert werden?
  • Wo endet die Meinungsfreiheit?
  • Wie entsteht Motivation für demokratisches Handeln?
  • Was steht auf dem Papier? - Was geschieht im Alltag?
  •  ...

Eine Fragenkette, die sich im Nu erweitern ließe.
Ein Themenfeld, in dem Zündstoff liegt und Antworten sehr unterschiedlich aussehen können.
Fest steht, dass der Schule hier eine grundlegende Aufgabe zukommt.
Die Philosophie der eigenverantwortlichen Schule basiert auf Grundlagen, die die Ausgestaltung einer demokratischen Schule ermöglicht, ja erzwingt. Sie bezieht alle am Schulleben Beteiligten in Entscheidungen ein und nimmt Impulse der Betroffenen auf.
Der Grad des Gelingens einer demokratischen Schule liegt in der Qualität der Umsetzung dieser Prinzipien und will immer wieder neu bewertet, ausgehandelt und erworben werden.
 
Die 7. Berliner Schulleitungstagung greift die Tatsache auf, dass die Ansprüche an eine demokratische Schule in den letzten Jahren immer anspruchsvoller und komplexer geworden sind, und möchte mit wissenschaftsbasierten Beiträgen und wirksamen Beispielen aus der Praxis Sie, die Schulleitung, bei Ihrer Aufgabe unterstützen.

Film von der 7. Berliner Schulleitungstagung

Der Film zur 7. Berliner Schulleitungstagung wurde von ©SEAGULL FILM produziert.

Vorträge

Prof. Dr. Silvia-Iris Beutel (TU Dortmund)

Woran erkennt man eine demokratische Schule?

Vortrag

Schulische Bildung wird mehr denn je daran bemessen, welchen Beitrag sie zur Anerkennung von Individualität, Vielfalt und zur Integration verschiedener biographischer, sozialer sowie kultureller Lebens- und Lernerfahrungen leistet. Die UN-Behindertenrechtskonvention und die UN-Kinderrechtskonvention verpflichten zu einer Praxis des Lehrens und Lernens, in der Förderung und Partizipation im Mittelpunkt stehen. Der Vortrag gibt hierzu Orientierung und stellt vielfältige Praxisbeispiele vor.

Dr. phil. habil. Silvia-Iris Beutel, Professorin für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik an der TU Dortmund. Sie ist Mitglied in der Vorjury des Deutschen Schulpreises und im Programmteam der Deutschen Schulakademie in Berlin. Dort verantwortet sie die Themen: "Leistungen lern-und entwicklungsgerecht beurteilen" sowie "Demokratie lernen und leben". Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen außerdem in den Bereich Ganztagsschule in der Bildungsregion, Individuelle Förderung und Lernkultur sowie Bildungsübergänge.

Sybille Volkholz (Co-Sprecherin der Fokusgruppe Bildungspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung)

Übernahme von Verantwortung als Bestandteil der Demokratiepädagogik

Vortrag

Die Demokratiepädagogik hat zum Schwerpunkt die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen zu demokratischen/mündigen Bürgerinnen und Bürgern. Die „Kompetenzen für eine Demokratische Kultur“ des Europarates, die Konzepte der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik sind dafür gute Beispiele. Der Streit zwischen den Ansätzen in der politischen Bildung, die den Wissenserwerb über die demokratischen Institutionen in den Vordergrund stellten, auf der einen Seite und den Ansätzen, die die gelebte demokratische Kultur in der Schule, die Partizipationsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler als vorrangiger erachteten, auf der anderen Seite, scheint in guten Kompromissen  aufgehoben worden zu sein, zumindest in der Theorie. Was die Praxis in der Schule angeht, gibt es hier noch erheblichen Entwicklungsbedarf.

Im Thesenpapier „Übernahme von Verantwortung als Bestandteil der Demokratiepädagogik“ betrachtet Frau Volkholz die unterschiedlichen Aspekte.

Geboren 1944, 1963 Abitur in Essen, 1967 Soziologie-Diplom in Münster; 1970 - 1972 Studium für das Lehramt; 1972 –1989 Lehrerin in Berlin; 1989 - 1990 Senatorin für Schule, Berufsbildung und Sport in Berlin; 1991 - 1999 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin; von Jan. 2000 – Dez. 2004 Koordinatorin der Bildungskommission der Heinrich-Böll-Stiftung; von 2000 bis 2005 Betreuerin des Projekts "Partnerschaft Schule-Betrieb" der IHK Berlin. Von Januar 2005 bis März 2015 Leiterin des „Bürgernetzwerk Bildung“ des VBKI in Berlin, seit Mai 2012 Vorsitzende des Beirats Inklusive Schule in Berlin. Seit November 2014 Mitarbeit in der Focus-Gruppe Bildung der Heinrich-Böll-Stiftung.

Prof. Anatol Stefanowitsch (Freie Universität Berlin)

Ausgesprochen demokratisch

Vortrag

Sprache allein verändert die Welt nicht, aber sie kann anzeigen, dass wir sie verändern wollen. „Politisch korrekte“ Sprache ist ein Kampfbegriff geworden, der auch Lehrerkollegien spaltet. Anatol Stefanowitsch positioniert sich eindeutig: Politisch korrekte Sprache ist notwendig, weil hinter diskriminierender Sprache immer auch Denkmodelle stehen, denen eine demokratische Schule entgegentreten muss. Diese Position wirft Fragen auf, die eine demokratische Schule unmittelbar angehen: Wo sind die Grenzen der Meinungsfreiheit? Wo beginnt diskriminierende Sprache? In welcher Form kann bzw. sollte sie thematisiert werden? Was kann eine diskriminierungsfreie Sprache bewirken? Woran können wir sie erkennen? Anatol Stefanowitsch bietet Antworten.

Anatol Stefanowitsch ist Professor für die Struktur des heutigen Englisch an der Freien Universität Berlin. Er beschäftigt sich derzeit mit diskriminierender Sprache, Sprachpolitik und dem politischen Gebrauch und Missbrauch von Sprache. Sein aktuelles Buch „Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen“ ist 2018 im Dudenverlag erschienen.
http://www.stefanowitsch.de/anatol/

Marina Weisband (aula-Projekt zur Schülerpartizipation)

Gestalter werden - Welche Schule bringt Demokraten hervor?

Vortrag

Rollen und Selbstverständnis spielen eine zentrale Rolle in der Entwicklung junger Menschen. Welche Kompetenzen und welches Selbstverständnis müssen also gestärkt werden, damit mündige Bürger*innen die Schule verlassen? Wie kann Schulentwicklung in diese Richtung aussehen? Und wie nimmt man auf dem Weg alle mit?

Marina Weisband ist Diplom-Psychologin und in der politischen Bildung aktiv. Sie ist eine erfahrene Rednerin in den Bereichen politische Partizipation, Privacy, digitale Gesellschaft, Medien und Krisen. Sie leitet das aula-Projekt zur Schülerpartizipation und spricht bei Veranstaltungen und in öffentlichen Medien über ihre Arbeit und Themen wie Konfliktsituationen in postsowjetischen Regionen.

Prof. i.R. Dr. phil. habil. Sibylle Reinhardt

Eine Schülerbewegung steht auf für uns alle – Fridays for Future

Vortrag

Fridays for Future (FFF) bewegt viele mit ihrem Protest für den Erhalt der Erde. Die Jugendlichen fehlen am Freitag in der Schule und nennen deshalb ihre Aktionen „Streik“. Richtiger ist die Kennzeichnung als ziviler Ungehorsam, denn sie wollen einen kollektiven Lernprozess mit dem Ziel anderer demokratischer Mehrheitsentscheidungen anstoßen. Ihr moralisch universales Ziel müsste in konkretes politisches Handeln umgesetzt werden – dies steht noch aus. Nicht hilfreich sind für FFF Neben-Folgen wie Usurpation ihres Bemühens durch radikale Forderungen.

Sibylle Reinhardt, geb. Schneider, geboren 1941.
Studium der Soziologie, Politikwissenschaft, Germanistik in Frankfurt am Main. Diplom in Soziologie und Staatsprüfungen für das Lehramt am Gymnasium (Politik und Deutsch), Promotion (bei Jürgen Habermas) in Frankfurt, Habilitation in Wuppertal. Lehrerin von 1970 bis 1994 (auch Fachleiterin, Fachberaterin) in Wuppertal. Mitarbeit in mehreren Richtlinienkommissionen. 1994-2006 Professorin für Didaktik der Sozialkunde an der Martin-Luther-Universität in Halle. Pensioniert 2006.
Mitherausgeberin der Zeitschrift Gesellschaft-Wirtschaft-Politik (GWP). Zweite Bundesvorsitzende der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB).

Gesprächsrunden

Öffentlichkeit im Wandel

Vor welchen Herausforderungen stehen wir und wie können Strategien für mediale Teilhabe, Kritikfähigkeit und Selbstbestimmung aussehen, um die Gesellschaft resilienter zu machen?

Die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sind vielfach digital geprägt und haben oft wenig mit den medialen Lebenswelten von Erwachsenen wie ihren Lehrerinnen und Lehrern zu tun. Zugleich ist es Aufgabe der Schule, Medienbildung zu vermitteln und fachübergreifend Orientierung zu bieten in einem medialen Raum, der sich rasch verändert und in dem Wahrheit und Lüge nicht mehr so einfach zu unterscheiden sind, in dem Populismus, Cyber-Mobbing, Hetze, Stimmungsmache, Echo-Kammern, Shitstorm, Hype und Hysterie ebenso präsent sind wie Diskussionskultur, Austausch, kollaboratives Arbeiten, Sharing, Engagement, Argumente und Meinungsvielfalt.

Caroline Fetscher

Ist Redakteurin und Kolumnistin bei Der Tagesspiegel, Berlin, Themenschwerpunkte: Sachbücher, Sozialpsychologie, Kinderschutz, Politik und Gesellschaft seit 1997. Seit 2017 ehrenamtlich als externes Mitglied der Schulkonferenz am Diesterweg Gymnasium Berlin-Wedding.

Marina Weisband

Marina Weisband ist Diplom-Psychologin und in der politischen Bildung aktiv. Sie ist eine erfahrene Rednerin in den Bereichen politische Partizipation, Privacy, digitale Gesellschaft, Medien und Krisen. Sie leitet das aula-Projekt zur Schülerpartizipation und spricht bei Veranstaltungen und in öffentlichen Medien über ihre Arbeit und Themen wie Konfliktsituationen in postsowjetischen Regionen.

Ralph Leipold

Ralph Leipold arbeitete von 1990 bis 2010 als Schulleiter in Thüringen und erreichte 2010 mit seiner Schule eine Nominierung für den Deutschen Schulpreis. Parallel arbeitet er in verschiedenen Fortbildungszusammenhängen und als Supervisor und Coach. Als Leiter des bildungspolitischen Grundsatzreferats des Thüringer Bildungsministeriums war er aus der Perspektive der Bildungspolitik für die Weiterentwicklung des Bildungssystems in Thüringen mitverantwortlich. Derzeit leitet er das Staatliche Schulamt Mittelthüringen.

Demokratische Schulkultur - Wer oder was ermöglicht demokratische Schulkultur?

Demokratische Werte, Haltungen und Praktiken in der Schule zu erfahren, ist die vielleicht wirksamste Vorbereitung auf ein Leben als demokratiebewusste*r Bürger*in.
In einem Klima zu lernen, in dem Respekt jedem Einzelnen gegenüber sichtbar wird, wo Vielfalt Wertschätzung erfährt und Partizipation immer wieder neu mit Leben gefüllt wird, stärkt Fähigkeiten, wie sie in der Demokratie gebraucht werden.
Das kann und muss im Unterricht wie auf dem Schulhof spürbar sein.
Es betrifft das Verhalten von Schüler*innen ebenso wie das der Schulleitung, des pädagogischen Personals genauso wie des technischen. Die einen müssen üben, Macht abzugeben, die andern Verantwortung zu tragen. Demokratische Schulkultur ist eine Antwort auf politische Radikalisierung wie auf neue gesellschaftliche Anforderungen und eine veränderte Arbeitswelt.
Sie kommt nicht von allein, sie bleibt nicht von allein. Damit sie gelingt, müssen vor allem die Schwächsten im hierarchischen System Schule eine Chance bekommen: die Schülerinnen und Schüler.

Dr. Jan Hofmann

Dr. Jan Hofmann ist Politikberater. Er ist diplomierter Erziehungswissenschaftler und Philosoph. 1991 promovierter er an der Humboldt Universität zu Berlin zum Dr. phil. Er war bis zum Frühjahr 2016 Kultusstaatssekretär in Sachsen Anhalt. Im Jahre 2013 war er Vorsitzender der Amtschefkonferenz der KMK.  Vor seiner Tätigkeit als Politischer Beamter leitete er als Gründungsdirektor das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin Brandenburg. Hofmann ist Vorstand des Wettbewerbs Demokratisch Handeln, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von MINT-EC, Mitglied des Kuratorium der Theodor Heuss Stiftung, Vorstand des Freundeskreises des Bauhaus Dessau, stellv. Vorsitzender des Landeskulturrats Mecklenburg-Vorpommern.

Ingrid Luzie Haller

Ingrid Luzie Haller schloss 1979 an der pädagogischen Hochschule Heidelberg ihr Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen ab und war ab 1980 als Grundschullehrerin in Baden-Württemberg tätig, bis sie 1989 in den Berliner Schuldienst eintrat. Bis 2013 war sie Lehrerin an der Spandauer Birken-Grundschule. Von 1992 an bildete sie in ihrer pädagogischen Arbeit zunehmend Schwerpunkte aus und führte in den Klassen geschlechtsdifferenzierten Unterricht und Soziales Lernen durch, richtete den Klassenrat ein und etablierte Schulmediation und das Konfliktlotsenmodell an ihrer Schule.

Von 2001-2007 war sie an das LISUM Berlin abgeordnet, wo sie am Ausbau und der Verbreitung des Berliner Konfliktlotsenmodells arbeitete, Ausbildungsmodule für die Vermittlung von Schulmediation entwickelte und das Team >pax-an!< Gewaltfreie Schulkultur aufbaute, dessen Leitung sie 2008 übernahm. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ist sie seit 2008 als Trainerin für Schulmediation und Gewaltfreie Kommunikation im Einsatz. In Seminaren vermittelt sie Lehrkräften die Grundlagen einer konstruktiven Konfliktkultur an Schulen. Seit 2010 ist sie abgeordnete Referentin für Schulische Gewaltprävention bei der Landeskommission Berlin gegen Gewalt. Sie ist Mitautorin des Orientierungs- und Handlungsrahmens Gewaltprävention.

Volker Lehmann

Volker Lehmann wollte seit der ersten Klasse Lehrer werden, was er mit dem Germanistik- und Geografie-Studium an der FU Berlin umgesetzt hat. In den letzten Jahren unterrichtet er auch die Fächer Darstellendes Spiel und Ethik.
Seit Juli 2017 ist er Schulleiter am Diesterweg-Gymnasium in Berlin Mitte.

Matthias Bremmekamp und Simeon Grötchen (BG3000)

Game on – Chancengerechtigkeit durch Digitalisierung

Workshop 1

Die Chancen des Spielens werden in diesem Workshop in den Fokus gestellt und als neue Kulturtechnik begriffen. Mittlerweile ist die Kombination aus digitalen Medien und dem Spielen ein Breitenphänomen, welches sich auch in die Schule als Lern- und Lebensort ausdehnt. E-Sport kann zur Kreativitätssteigerung, Motivationsförderung und zur Verbesserung von kognitiven Fähigkeiten sowie dem sicheren Umgang mit Erfolg und Misserfolg beitragen. Insbesondere die Schüler können durch „invisible learning“ eine ansprechende Form des Lernens erfahren. Lehrkräfte bekommen durch den Einsatz von digitalen Medien weitere Werkzeuge an die Hand, um möglichst viele Schüler partizipieren zu können. Besonders in Phasen eines Lehrkräftemangels, können Onlinelernplattformen den Unterrichtsausfall eindämmen und Schüler fördern.

Darüber hinaus bietet die rasant wachsende Branche des E-Sports viele bisher noch unbekannte Karrieremöglichkeiten. Hierzu bietet ein professioneller Gamer und E-Sportler Einblick in seinen persönlichen Werdegang.

Maike Plath (Autorin, Theaterpädagogin und Lehrerin)

Kommunikation und Demokratische Führung

Workshop 2

Der Workshop führt ein in das Mischpult-Prinzip von Maike Plath: Ein umfangreiches Konzept, das auf Demokratischer Führung und Transparenz von Wissen beruht und partizipative Lern- und Gestaltungsprozesse ermöglicht. Demokratische Führung heißt: WISSEN, WIE ich Verantwortung für mich selbst und für andere übernehmen kann und ES ZU TUN.

Durch die im Workshop vorgestellte Statuslehre (ein wesentlicher konzeptioneller Teil des Mischpult-Prinzips) wird konkret und erfahrungsbasiert ein Perspektivwechsel initiiert, der die Gesetzmäßigkeiten von FÜHREN und FOLGEN transparent macht und eine Reflexion über die Wirkung von ungleichen Machtverhältnissen ermöglicht. Dies ist notwendiger und wirksamer Reflexions-Startpunkt, um Kommunikationsblockaden aufzulösen und konstruktive Lern-und Gestaltungsprozesse initiieren zu können. 

Tuğba Tanyılmaz und Edwin Greve (Initiative i-PÄD), Daniéla K. Meyr (LISUM)

Respekt? Respekt!

Workshop 3

Respect Guide – Das war aber gar nicht so gemeint – gilt nicht mehr!

Guter Wille allein reicht oft nicht aus, um diskriminierende Äußerungen oder Handlungen zu vermeiden. Um Diskriminierung zu erkennen und das eigene Verhalten zu ändern bzw. Strukturen zu beeinflussen, müssen wir unsere eigene Position reflektieren können. Gleichzeitig ist es wichtig, weiterhin reagieren und agieren zu können. Diskriminierungen sind schmerzhafte Erfahrungen und doch die Lebensrealität von vielen Menschen. In unserer Gesellschaft tauchen sie zudem unsichtbar, subtil und auch meist in Verbindung mit verschiedenen Formen von Diskriminierung auf. Einige Menschen erleben Diskriminierung, Gewalt, Ausschlüsse und Ausgrenzung aufgrund ihres Geschlechts, sexueller Orientierung, Aussehens, Religion, Sprache, Hautfarbe, Herkunft, Familien, Namens usw.  In diesem Workshop bieten wir Menschen, einen Ort für fachlichen Austausch und möchten Vorschläge und Anregungen liefern, dies es ermöglichen sollen, (ungewollte) Diskriminierung zu vermeiden.

Alle Materialien, die Sie in dem Workshop "Respekt? Respekt! Respect Guide – Das war aber gar nicht so gemeint – gilt nicht mehr!" kennengelernt haben, können Sie von dieser Seite runterladen.

Christian Baumelt (LISUM)

Wie sage ich es? Gewaltfreie Kommunikation in der Schule

Workshop 4

Unsere Alltagssprache ist mit Wertungen geradezu durchwoben. Hier ein kleines Adjektiv, dort eine markante Wortwahl. Für eine offene Kommunikation können solche Wertung hinderlich sein, da sie beim Gegenüber als Angriff wahrgenommen werden könnten und dem eine Blockade oder ein Gegenangriff folgen könnte. Als Schulleiterin bzw. Schulleiter kommen Sie jedoch nicht ohne Wertungen bzw. Bewertungen aus. In diesem Workshop werfen wir einen Blick auf die wertungsfreie (gewaltfreie) Kommunikation nach Rosenberg und diskutieren darüber in welchen Situationen Wertungen notwendig oder auch hinderlich sind. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für Wertungen zu erhöhen, damit Sie bewusst werten oder wertneutral kommunizieren.

Cornelia von Ilsemann, Dr. Wilfried Kretschmer (Deutsche Schulakademie)

Schule partizipativ und als lernende Organisation gestalten - Reform und Fortbildung miteinander verbinden

Workshop 5

Die Werkstatt „Schule leiten“ der Deutschen Schulakademie ist sowohl eine Fortbildung für Schulleitungsmitglieder als auch ein Schulentwicklungsprojekt, weil die Teilnehmer/innen parallel an ihrer Schule ein konkretes pädagogisches Reformvorhaben planen und umsetzen.

Prinzipien der Werkstatt

  1. Schulleitungen tauschen sich darüber aus und erfahren von Preisträgerschulen und anderen Experten, wie sie in ihrer eigenen Schule pädagogische Prozesse, initiieren, stabilisieren und weiterentwickeln können.
  2. Die Werkstattreihe stärkt den Mut, die Phantasie und die Handlungskompetenzen von Schulleitungen; und sie verbessert die Leitungskompetenz, indem auf anerkannte und an den Schulpreisschulen erprobte Instrumente der Entwicklung zurückgegriffen wird.
  3. Die Werkstattreihe verbindet die beiden Aspekte von „Guter Schule“ und „Guter Leitung“ mit ihrem Anspruch an praktisches Handeln in den Schulen vor Ort. Die Teilnehmer der Werkstattreihe sind handelnde Akteure. Sie entwickeln gemeinsam mit ihren Kollegien ein Reformvorhaben und werden dabei professionell begleitet.

Schule als lernende Organisation

Ein wesentliches Element der Werkstattreihe ist die Grundannahme, dass sich Schule als lernende Organisation in ihrer pädagogischen Qualität verbessern soll - und dies auch eigenverantwortlich tun kann. Dies geht nur im Einverständnis mit den Akteuren der Schulgemeinschaft. Das Projekt „Schule leiten“ orientiert sich am Prinzip einer partizipativen und kontinuierlichen Entwicklung. Diese Aspekte sollen in dem Workshop vorgestellt und bespielhaft erfahren/erprobt werden.

    Birgit Redlich (Universität Göttingen)

    Demokratiebildung in der Grundschule – Die Göttinger Kinderdemokratie

    Workshop 6

    Wirksame und dauerhafte Demokratiebildung mit Kindern bedarf des Wissens, der Kompetenz und des Engagements von Betreuungs- und Lehrkräften, ebenso wie demokratiefreundlicher Rahmenbedingungen an den Schulen. Zu diesem Thema forscht das Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen, aus der Forschung entwickelt es praktische Formate wie ein Planspiel, ein stationäres Lernen etc. Im Mittelpunkt dieses Workshops steht der Einstieg in den Themenkomplex „Meinungspluralismus“, der als wichtiger erster Baustein dient: Nur wer sich seiner eigenen Meinung bewusst wird und lernt, diese zu artikulieren, kann an Partizipationsprozessen teilhaben.

    Mehr Infos zur Arbeit des Instituts auch auf www.kinderdemokratie.de.

    Alexa Schaegner, Marina Weisband (aula-Projekt zur Schülerpartizipation)

    Demokratie leben - Schule gemeinsam gestalten mit aula

    Workshop 7

    Schule und Kommune sind die wichtigsten Orte der Entwicklung von Selbstwirksamkeit und demokratischem Selbstverständnis. In diesem Workshop wird ein Beteiligungskonzept vorgestellt, das Jugendlichen ganz praktisch aktive Mitbestimmung im Alltag ermöglicht. Mithilfe einer Online-Plattform und didaktischer Begleitung fördert aula demokratische Praktiken und Kompetenzen. Es wird bereits an einigen Berliner Schulen umgesetzt. Die Teilnehmenden können auch gemeinsam Möglichkeiten für die Vernetzung von Schule und kommunaler Beteiligung erarbeiten.

    Claire Chen (Mediatorin*, Unternehmerin und Swingtänzerin)

    Dancing with Management

    Workshop 8

    Ein Team ist umso erfolgreicher, je besser seine Führung ist. Was aber macht gute Führung aus?
    »Menschenführung ist an die Hand nehmen, ohne festzuhalten und loslassen, ohne fallen zu lassen.« (Wilma Thomalla)
    Gute Führung lebt nicht von statischen Glaubenssätzen, sondern davon, sich dynamisch auf Situationen und Persönlichkeiten einzulassen. Claire Chen, Tänzerin und Mediatiorin, macht sich die einzigartige Sprache des Tanzes, mit der Führen und Folgen in jedem Schritt neu verhandelt werden, zunutze, um in Workshops mit Menschen in Führungspositionen deren verinnerlichte Führungsmuster zu überdenken und neu zu formulieren.

    Der Dancing with Management Workshop ist eine aufschlussreiche, hochenergetische und amüsante Lernerfahrung. Er richtet sich an Menschen, die ihre persönliche Kommunikationsweise verfeinern und ein Gespür für Ihre Wirkung auf andere entwickeln wollen.

    Decken Sie Ihre eigenen, unbewussten Führungsmuster und -gewohnheiten auf und schärfen Sie durch Bewegung und Improvisation Ihre Wahrnehmung der Umwelt. So lernen Sie, Ihren eigenen Führungsstil den Anforderungen der jeweiligen Situation anzupassen und die Effektivität Ihrer Führung zu vergrößern. In Rollenspielen experimentieren die Teilnehmenden mit verschiedenen Führungsstilen und entdecken so Lösungen für ihre persönlichen Kommunikationsherausforderungen. Absolvent*innen des Workshops fühlen sich selbstsicherer in der Interaktion mit und Führung von Ihren Kolleg*innen.

    Sie dürfen eine ungewöhnliche, spielerische und höchst erkenntnisreiche Erfahrung erwarten.

    Stefan Meller (PH Burgenland)

    Jetzt wähle ich! – Audience Response Systeme als Mittel zur Schulung von Demokratieverständnis und Mitbestimmungsrecht in der Grundschule

    Workshop 10

    Kinder sollten bereits früh grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln, die sie für eine aktive Teilhabe am demokratischen Leben benötigen. „Wählen“ ist in diesem Zusammenhang aufgrund der wiederkehrenden Präsenz in den Medien ein allgegenwärtiges Thema. Was es heißt, eine Stimme zu haben, kann Grundschulkinder u.a. mit Hilfe sogenannter „Audience Response Systeme“ vermittelt werden. Im Workshop werden erprobte Möglichkeiten und Beispiele zur Mitbestimmung im Schulalltag erörtert.

    Sonja Student (Vorsitzende des Vereins Makista e. V.)

    Kinderechte und Demokratie lernen und leben – von Anfang an

    Workshop 11

    Der Workshop gibt Ihnen einen Einblick in Grundlagen und Praxis von (Grund-)Schulen aus dem hessischen Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie. Mit Inputs, Austausch, Übungen und einer Übersicht über Methoden und Materialien. Wir entwickeln gemeinsam Ideen für die Entwicklung an Ihrer eigenen Schule: von Themen und Projekten bis zur demokratischen Schulkultur und passenden Strukturen.

    Michael Otten (Uni Vechta)

    Im Auftrag der Demokratie: Prävention von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus an Schulen

    Workshop 12

    Angst, Hetze und Sündenbockmentalität sind keine guten Ratgeber für auf eine Gleichwertigkeit und Menschenrechte basierte Form des Zusammenlebens. Abwertung, Diskriminierung und Marginalisierung von Menschen sowie Angriffe auf die Demokratie – z. B. durch autoritären Populismus – bis hin zu Extremismus und Terrorismus, erfordern gerade in pädagogischen Institutionen – wie Schulen – eine aktive und ernsthafte Auseinandersetzung.
    Es geht nicht um eine Dramatisierung: Nicht an jeder Ecke lauern Gefahren für die Demokratie. Dennoch ist eine offene, aufgeklärte und menschenfreundliche Gesellschaft kein Selbstläufer. Pädagogische Verantwortung von Fach- und Lehrkräften in Schulen fängt nicht erst bei Vorfällen der Kategorie ´Strafrechtliche Verfolgung` an, sondern viel früher. Lehrkräfte haben eine wichtige Vorbildfunktion und können einen wesentlichen Beitrag zur Prävention von ´Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit`, Gewalt und Extremismus leisten – sowohl im Unterricht als auch bei der Gestaltung des Schullebens. Damit Prävention in der Grundschule erfolgreich umgesetzt werden kann, sollten Lehrkräfte bestimmte Gelingensfaktoren berücksichtigen. Einerseits gilt es einen verantwortungsvollen pädagogischen Rahmen einzuhalten. Andererseits müssen Lehrkräfte auch über die aktuellen Erscheinungsformen von Extremismus informiert sein, Ursachen von Radikalisierung kennen und didaktisch kompetent, Präventionsarbeit umsetzen können.

    In diesem Workshop werden – auf Basis aktueller Forschungsergebnisse – Möglichkeiten für die praktische Umsetzung von Prävention in Schulen vorgestellt. Darüber hinaus werden Reflexionsmöglichkeiten für Verantwortliche angeboten, wie gut die eigene Schule schon für diese Aufgabe gerüstet ist.

    Dr. Andrea Knaut, Dr. Stefan Ullrich

    Fächerübergreifende Workshops für eine digitale und demokratische Bildung

    Workshop 13

    Der Turing-Bus fährt nun bald zwei Jahre mit einem Workshopangebot aus „Informatik und Gesellschaft“ durch vor allem ländliche Regionen. Hierbei vereinen wir Lernthemen aus ganz verschiedenen Fächern wie Geographie, Deutsch, Philosophie, Psychologie, Biologie oder Politikwissenschaft mit Fragestellungen der Informatik. Beispielsweise konfigurieren und programmieren unsere Infonaut*innen zusammen mit Schülerinnen und Schülern digitale Flugblätter oder spielen Imitationsspiele – zwei besondere Workshops, die wir Ihnen gern vorstellen möchten:
    Wenn die Teilnehmenden einen günstigen Minirechner (Raspberry Pi Zero) als WLAN-Hotspot mit einer selbsterstellten Webseite als digitales Flugblatt in Betrieb nehmen und gestalten, dann geht es uns nicht allein um  Webseitenprogrammierung und Kenntnis von Netzwerktechnik, sondern vor allem auch um die Inhalte: Welche Botschaft wollt ihr euren Mitschülerinnen, Mitbürgerinnen, Mitmenschen mitteilen? Vernetzt euch, ja, aber doch bitte nicht mit Google, Facebook und anderen Werbenetzwerken, sondern mit selbstgebastelten Minicomputern und Ad-Hoc-Netzwerken.
    Wenn wir das Imitationsspiel Alan Turings nachspielen, geht es uns nicht nur um die historischen Wurzeln der heute wieder viel beworbenen Künstlichen Intelligenz, sondern vor allem um das Einüben von Diskurskritik und genaue Begriffsanalyse: Was genau ist denn eigentlich Intelligenz? Wie erkennen wir sie?

    Alexander Müller (Europäische Gemeinschaft für Demokratische Bildung (EUDEC)/Demokratische Schule X, Berlin​​​​​​​)

    Blick über den Tellerrand: Wie funktionieren Demokratische Schulen (in freier Trägerschaft)?

    Workshop 14

    Ein Bericht aus dem Alltag einer Demokratischen Schule. Wöchentlich tagt die Schulversammlung, sie ist das höchste Entscheidungsgremium der Schule, jede*r Schüler*in und Lehrer*in hat dabei eine Stimme. Sie entscheidet über Personaleinstellungen, Jahresbudget, Schülerausschluss, aber auch welche Fußbälle gekauft werden. Komitees und Beauftragte werden gewählt, auch Schüler*innen sind dabei. Außerdem lernen Schüler selbstbestimmt, ohne Alterstrennung, und können sich im Schulhaus frei bewegen.

    Matthias Sieberkrob (Didaktik der Geschichte, FU Berlin), Anne Jordan und Anja Höppner (Politikdidaktik und politische Bildung, FU Berlin), Julia Becker (Sachunterricht und seine Didaktik, HU Berlin)

    Demokratiebildung. Fachdidaktische Perspektiven.

    Workshop 15

    Während die Bedeutung von Demokratiebildung derzeit vielerorts und gerade in Anbetracht gegenwärtiger gesellschaftlicher Herausforderungen herausgestellt wird, ist die Frage der Umsetzung von Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe im Fachunterricht über den Politikunterricht hinaus derzeit noch weitgehend klärungsbedürftig. Im Workshop werden daher, aufbauend auf Überlegungen aus dem Projekt „Demos Leben: Demokratiebildung in der Lehrer*innenbildung“, in Kurzvorträgen zunächst die Demokratiebildung demokratietheoretisch untermauert, um im Anschluss hieran fachdidaktische Perspektiven (Geschichte, Sachunterricht, Politik) auf das Thema aufzuzeigen. Dabei werden also sowohl Grund- als auch Sekundarschulen in den Blick genommen. Verbindende Idee der Kurzvorträge ist dabei, Demokratiebildung im Sinne von Partizipation und dem Ziel der Mündigkeit zu konzeptualisieren und an den jeweils fachlichen Lernprozessen auszurichten, womit Überlegungen aufgezeigt werden, die über primär erfahrungs- und handlungsorientierte Ansätze der Demokratiepädagogik hinausgehen. Abschließend werden gemeinsam mit den Teilnehmer*innen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Fachunterrichts an den Schulen reflektiert.

    Hassan Asfour (Dialog macht Schule gGmbH), Doris Wietfeldt (Mediatorin und Ausbilderin für Mediation BM®)

    Demokratie in Schule

    Workshop 17

    Im Rahmen des Workshops setzen sich die teilnehmenden Schulleiter*innen mit Möglichkeiten von Demokratisierungsprozessen an ihren Schulen auseinander. Gemeinsam sollen Chancen und Herausforderungen beleuchtet, dabei aber auch ausreichend Raum zum eigenen reflektieren des Ist-Status und Austausch geboten werden. Die durchführenden Workshopleiter*innen geben u. a. Hinweise zu Einbindung von Schüler*innen in Entscheidungsprozesse an Schule und zur Einbindung von externen Programmen.

    Dr. Christa Schäfer, Marie Gründel, Sven Grüneisen und Felicitas Bernhardt (Bundesverband Innovative Bildungsprogramme)

    Lust auf Wirkung? Einblick in vier innovative Programme, die den demokratischen Schulalltag in der Praxis fördern

    Workshop 18

    Der Bundesverband Innovative Bildungsprogramme ist ein einzigartiger Zusammenschluss gemeinnütziger Organisationen in Deutschland. Sie alle haben sich zur Aufgabe gemacht, mit ihren Programmen den Schulalltag demokratischer zu gestalten. Sie alle haben sich umfangreichen Evaluationen durch Bildungsexperten gestellt. Sie alle stellen ihre Wirkung Woche für Woche aufs Neue unter Beweis - und das in allen Schulformen. Aus der Vielzahl der Programme stellen vier Ihnen ihre Modelle vor, in denen es darum geht, dass...

    • Jugendliche am Schulentwicklungsprozess beteiligt werden und sich starke Persönlichkeiten entwickeln, die Verantwortung für sich und die Gesellschaft übernehmen (mehr als lernen e.V.)
    • alle Kinder und Jugendlichen von klein auf Demokratie lernen, leben und gestalten können (Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.) 
    • Prävention, Gesundheitsförderung und Integration gefördert wird (Papilio gemeinnützige GmbH)
    • Kinder und Jugendliche mithilfe der Mediation selbstständig und eigenverantwortlich lernen, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen (Seniorpartner in School e.V.)

    Freuen Sie sich auf einen interaktiven Workshop mit einer Mischung aus Innovation und Erfahrung, Praxisnähe und theoretischem Hintergrund, kurzen Impulsen und Raum für Ihre Fragen.

    Hier finden Sie Informationen und biographische Abrisse zu den Mitwirkenden, die als Vortragende, in Workshops oder in Gesprächsrunden Einblicke in Forschungsergebnisse, Trends und ihre Erfahrungen geben.

    Hassan Asfour

    Gründer und Geschäftsführer der gemeinnützigen Dialog macht Schule GmbH. Er hat Interkulturelle Kommunikation und Internationale Beziehungen an der Humboldt Universität in Berlin, Madrid, Beirut studiert. Vor der Gründung hat er sich bei Amnesty International im Bereich Kampagnen & Kommunikation engagiert. Er ist zudem systemischer Berater und Therapeut.

    Christian Baumelt

    Christian Baumelt, Referatsleiter Qualifizierung/Weiterbildung im Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM). Nach dem Referendariat in Berlin arbeitete er als Berufsschullehrer für Wirtschaft und Rechnungswesen in Potsdam. Berufsbegleitend studierte er anschließend Supervision und Coaching und ist seit dem beratend im Umfeld Schule tätig. 2009 wechselte er an das LISUM und wirkte neben seinem Engagement in der Beruflichen Bildung auch in der Qualifizierung von Führungskräften und Schulberater*innen mit. Darüber hinaus moderiert er Großveranstaltungen ebenso wie Konfliktgespräche. Seit 2017 ist er der Projektleiter der Modularen Qualifizierung für Schulberater*innen.

    Julia Becker

    Julia Becker ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Sachunterricht und seine Didaktik an der Humboldt Universität zu Berlin. Im Drittmittelprojekt Demos Leben ist ihre Aufgabe, Demokratiebildung in das Lehramtsstudium der Studierenden des Sachunterrichts und seiner Didaktik zu implementieren. Außerdem arbeitet sie zurzeit an ihrer Promotion zum Thema „Förderung von inklusionsrelevanten Überzeugungen bei werdenden Lehrerinnen und Lehrern durch Videofallarbeit in der universitären Erstausbildung. Ein Beitrag zur Professionsforschung von Lehramtsstudierenden.“

    Felicitas Bernhardt

    Felicitas Bernhardt ist Mitarbeiterin des Sozialunternehmens Papilio gemeinnützige GmbH aus Augsburg, welches sich für Prävention, Gesundheitsförderung und Integration in Kitas und Grundschulen engagiert. 

    Neben Ihrem Studium der Wirtschaftspädagogik und BA in Training Coaching ist Sie systemischer Coach ECA und hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Erwachsenenbildung im Gesundheitswesen. Seit 2017 leitet Sie die Papilio-Akademie und unterstützt das Team Implementierung bei der bundesweiten Einführung der Papilio-Präventionsprogramme. Bei dem von der FU Berlin wissenschaftlich begleiteten Modellprojekt „Paula kommt in die Schule“ war Sie an der Entstehung und Durchführung der Lehrerfortbildungen beteiligt. 2019 übernahm Sie  die Programmleitung des Präventionsprogramms für Grundschulen Papilio-6bis9, welches zum Ziel hat die sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder zu stärken, einen gelingenden Übergang Kita – Grundschule zu unterstützen und ein positives Klassenklima zu fördern.

    Prof. Silvia-Iris Beutel

    Dr. phil. habil. Silvia-Iris Beutel, Professorin für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik an der TU Dortmund. Sie ist Mitglied in der Vorjury des Deutschen Schulpreises und im Programmteam der Deutschen Schulakademie in Berlin. Dort verantwortet sie die Themen: "Leistungen lern-und entwicklungsgerecht beurteilen" sowie "Demokratie lernen und leben". Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen außerdem in den Bereich Ganztagsschule in der Bildungsregion, Individuelle Förderung und Lernkultur sowie Bildungsübergänge.

    Matthias Bremmekamp

    Matthias Bremmekamp ist Erziehungswissenschaftler und Leiter für Bildung, Forschung und Entwicklung bei der BG3000 Service GmbH in Bonn. Das Unternehmen ist deutschlandweit mit digitalen Bildungsprojekten, sog. SMART CAMPS, für Schüler, Lehrer und Auszubildende tätig und hat seit Gründung 2014 mehr als 20.000 Teilnehmer trainiert. Während des Studiums war er als Förderlehrer für Migrantenkinder an einer weiterführenden Schule tätig und hat bei der Aktion Mensch in Bonn den Aufbau der Jugendkommunikation mit begleitet.

    Claire Chen

    Claire Chen ist Mediatorin*, erfahrene Unternehmerin und passionierte Swingtänzerin. Sie tanzt seit 2004 Swing. Nach einem Event- und Kulturmanagementstudium hat sie diese Leidenschaft zum Beruf gemacht und eine eigene Tanzschule in Berlin gegründet. Unter ihrer Leitung unterrichteten dort bis zu acht Lehrer, die sie selbst ausgebildet hatte. Über den regulären Tanzschulbetrieb hinaus organisierte sie zahlreiche internationale Workshops und Festivals in Berlin. Parallel trat sie weltweit in Wettbewerben und Shows für Tanz und Akrobatik auf, mehrmals auch im Fernsehen. Professionell hatte Claire alles erreicht, was im Tanz möglich war und begann, sich für die zwischenmenschliche Ebene im Tanz zu interessieren. Dieses Interesse führte sie zur Mediation. Noch während ihrer Ausbildung zur Mediatorin entwickelte sie das bisher einzigartige Konzept, Mediation und Swing zu verknüpfen. Derzeit durchläuft Claire eine zusätzliche Ausbildung zum Systemischen Coaching an der Fachhochschule Postdam.

    Caroline Fetscher

    Ist Redakteurin und Kolumnistin bei Der Tagesspiegel, Berlin, Themenschwerpunkte: Sachbücher, Sozialpsychologie, Kinderschutz, Politik und Gesellschaft seit 1997. Seit 2017 ehrenamtlich als externes Mitglied der Schulkonferenz am Diesterweg Gymnasium Berlin-Wedding.

    Edwin Greve

    Ed Greve ist Antidiskriminierungs-Trainer bei I-PÄD - Intersektionale Pädagogik und ist im Vorstand von GLADT e.V., einer Selbstorganisation von queeren PoC, Migrant_innen und Geflüchteten. Daneben ist er Gelegenheitsperformer und Teilzeit-Grafiker. Schwerpunkte seiner Projekte sind u.a. LSBTIQ-Rechte, Barrierefreiheit, machtkritische Bildung.

    Simeon Grötchen

    Simeon Grötchen, 26, ist ein professioneller Arena of Valor E-Sportler aus Berlin. Als Gewinner der Europäischen Meisterschaft 2018 und als Teilnehmer der darauf folgenden Weltmeisterschaft hat er international auf mehreren Turnieren gespielt, u.a. in Sydney, Los Angeles, Bangkok und Shanghai. Zuletzt war er als deutscher Vertreter bei den World Cyber Games 2019 in Xi'an. Außerdem ist er selbstständiger E-Sport Coach, Content Creator und studiert Bioinformatik in Berlin.

    Marie Gründel

    Marie Gründel ist Teil des Leitungsteams der gemeinnützigen Bildungsinitiative „mehr als lernen“ und zudem Programmleitung für den Bereich "Schüler/-innen gestalten Schule“. Das Studium der Bildungs- und Erziehungswissenschaften und die Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn bilden Ihr fachliches Fundament. Sie engagiert sich seit 2013 in der außerschulischen Bildung mit Schwerpunkt Partizipation und Lernen im 21. Jahrhundert.

    Neben ihrer Arbeit bei „mehr als lernen“ ist sie externes Schulkonferenzmitglied einer weiterführenden Schule in Berlin-Tempelhof.

    Anja Höppner

    Anja Höppner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Politikdidaktik/Politische Bildung des Otto-Suhr-Instituts für Politikwissenschaft der FU Berlin. Ihre Forschungsinteressen liegen vor allem in den Bereichen Demokratiebildung und Inklusion.

    Dr. Jan Hofmann

    Dr. Jan Hofmann ist Politikberater. Er ist diplomierter Erziehungswissenschaftler und Philosoph. 1991 promovierter er an der Humboldt Universität zu Berlin zum Dr. phil. Er war bis zum Frühjahr 2016 Kultusstaatssekretär in Sachsen Anhalt. Im Jahre 2013 war er Vorsitzender der Amtschefkonferenz der KMK.  Vor seiner Tätigkeit als Politischer Beamter leitete er als Gründungsdirektor das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin Brandenburg. Hofmann ist Vorstand des Wettbewerbs Demokratisch Handeln, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von MINT-EC, Mitglied des Kuratorium der Theodor Heuss Stiftung, Vorstand des Freundeskreises des Bauhaus Dessau, stellv. Vorsitzender des Landeskulturrats Mecklenburg-Vorpommern.

    Cornelia von Ilsemann

    Cornelia von Ilsemann ist Mitglied des Programmteams der Deutschen Schulakademie  (DSA) und dort gemeinsam mit Wilfried Kretschmer für das Thema „Schule leiten“ verantwortlich. Sie ist auch Mitglied der Vorjury des Deutschen Schulpreises. Bis zu ihrer Pensionierung hat sie im Leitungsteam einer großen Gesamtschule in Hamburg gearbeitet, war anschließend Abteilungsleiterin in den Bildungsbehörden von Hamburg und Bremen und hat den Schulausschuss der KMK geleitet.

    Annemarie Jordan

    Annemarie Jordan ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Politikdidaktik/Politische Bildung des Otto-Suhr-Instituts für Politikwissenschaft der FU Berlin. Sie arbeitet im interdisziplinären Forschungsprojekt k2teach. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Demokratiebildung, Sprachbildung, videobasierte Lehr-Lernformate sowie Wahrnehmungs- und Beurteilungskompetenzen von (angehenden) Lehrer*innen.

    Dr. Andrea Knaut

    Andrea Knaut leitet zur Zeit auf Seiten der Gesellschaft für Informatik das Turing-Bus-Projekt. Dort organisiert sie Workshops zur Veränderung der Gesellschaft durch Digitalisierung in vorrangig ländlichen Regionen. Sie hat zuvor über Fehler biometrischer Systeme und ihre didaktische Vermittlung promoviert. Außerdem ist sie mal mehr, mal weniger aktives Mitglied im Forum Informatiker*innen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) sowie bei der Berliner Naturfreundejugend.

    Dr. Wilfried Kretschmer

    Wilfried Kretschmer ist Mitglied des Programmteams der Deutschen Schulakademie. Zusammen mit Cornelia von Ilsemann verantwortet er das Werkstattangebot „Schule leiten“. Promotion im Jahr 2016 an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena zur Frage der Steuerung von Schulentwicklungsprozessen. Von 2002 bis 2017 Schulleiter der Hildesheimer Robert-Bosch-Gesamtschule (2007 Hauptpreis des Deutschen Schulpreises). Seit dem Jahr 2018 Berater des Projekts „Schulen stärken“ des saarländischen Ministeriums für Bildung und Kultur. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Theorie und Praxis der Schulentwicklung.

    Ralph Leipold

    Ralph Leipold arbeitete von 1990 bis 2010 als Schulleiter in Thüringen und erreichte 2010 mit seiner Schule eine Nominierung für den Deutschen Schulpreis. Parallel arbeitet er in verschiedenen Fortbildungszusammenhängen und als Supervisor und Coach. Als Leiter des bildungspolitischen Grundsatzreferats des Thüringer Bildungsministeriums war er aus der Perspektive der Bildungspolitik für die Weiterentwicklung des Bildungssystems in Thüringen mitverantwortlich. Derzeit leitet er das Staatliche Schulamt Mittelthüringen.

    Stefan Meller

    Stefan Meller, MA BEd ist ausgebildeter Grundschullehrer und Mediendesigner. Seit 2012 lehrt und forscht er an der Pädagogischen Hochschule Burgenland zum Thema „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“ mit Fokus auf den Sachunterricht. Derzeit leitet er das Fachdidaktikzentrum „Digital Lehren und Lernen“ und verfasst seine Dissertation zum Einsatz audiovisueller Medien im Sachunterricht an der Universität Vechta.

    Daniéla K. Meyr

    Daniéla K. Meyr ist Referatsleiterin Schulentwicklung im  Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Branden­burg (LISUM).
    Sie arbeitete als Sonderpädagogin in Berlin Neukölln und im Land Brandenburg in Oranienburg. Seit 2004 ist sie am LISUM beschäftigt – zunächst im Bereich Sonderpädagogische Förderung und seit 2008 im Bereich Schulentwicklung. Wesentliche Arbeitsgebiete sind heute die Unterstützung und Qualifizierung von Schulberater*innen der Länder Berlin und Brandenburg, die konzeptionelle Weiterentwicklung des Ganztags sowie die Implementierung der 13 übergreifenden Themen des Rahmenlehrplans für die Jahrgangsstufen 1-10 in beiden Ländern.

    Alexander Müller

    Alexander Müller studierte Lehramt an Gymnasien für die Fächer Mathematik und Englisch in Dresden und legte dort auch sein zweites Staatsexamen ab. Er arbeitete ein Schuljahr an einer Sudbury-Schule in den USA, besuchte mehrere andere Demokratische Schulen in den USA und Deutschland, und ist heute Mitarbeiter der Demokratischen Schule X in Berlin. Seit 2014 engagiert er sich in der Europäischen Gemeinschaft fǜr Demokratische Bildung (www.eudec.org) und nimmt an deren Konferenzen teil.

    Michael Otten

    - Michael Otten ist Grund-, Haupt- und Realschullehrer mit den Fächern Sachunterricht, Deutsch und Englisch
    - Tätigkeit als Lehrkraft im Jungtätervollzug und in der U-Haft (JVA)
    - freier Mitarbeiter in der Lebenshilfe
    - wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lektor und Lehrbeauftragter an den Universitäten Bremen, Hannover und Vechta in der Didaktik des Sachunterrichts
    - Mit-Herausgeber der Fachzeitschrift "Grundschule Sachunterricht" im Friedrich Verlag
    - Autor zahlreicher (fach-)didaktischer Beiträge
    - Sprecher für die Arbeitsgruppe "Entwicklungsorientierte Prävention und Bildung" im Rahmen des "Landesprogramms gegen Rechtsextremismus - für Demokratie und Menschenrechte" (koordiniert vom Landespräventionsrat, angesiedelt im Niedersächsischen Justizministerium)

    Maike Plath

    Maike Plath, Autorin, Theaterpädagogin und Lehrerin (1996-2013)
    Als konstruktive Antwort auf ihre Erfahrungen im Berliner Schulalltag entwickelte Plath während ihrer 9-jährigen Tätigkeit an einer Brennpunktschule ihr partizipatives künstlerisches Konzept, das sogenannte Mischpult-Prinzip, das heute in insgesamt 9 Publikationen vorliegt und über ACT e.V. bundesweit und darüber hinaus an Theaterpädagogen*innen, Lehrkräfte und Kulturschaffende weitergegeben wird. Das Mischpult-Prinzip vermittelt selbstbestimmte und individuelle Strategien Demokratischer Führung und ist über die Theaterarbeit hinaus auf andere Kontexte übertragbar. Plath gab 2013 ihre Lebenszeitverbeamtung auf, verließ den Schuldienst und leitet heute gemeinsam mit zwei Kolleginnen die künstlerische Bildungsinitiative  „ACT e.V. - Führe Regie über dein Leben!“. Rosa von Praunheim portraitierte ihre Arbeit 2017 im Kinofilm „Act! Wer bin ich?“. 

    Weitere Informationen: www.act-berlin.de , www.maikesblog.dewww.maikeplath.de, dort auch Glossar (Begriffe und Konzeptkoordinaten)

    Birgit Redlich

    Birgit Redlich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen. Sie forscht u.a. zu pädagogischen Konzepten im Bereich Linker Militanz und zur politischen Bildung im Grundschulalter, worüber sie auch promoviert.

    Prof. i.R. Dr. phil. habil. Sibylle Reinhardt

    Sibylle Reinhardt, geb. Schneider, geboren 1941.
    Studium der Soziologie, Politikwissenschaft, Germanistik in Frankfurt am Main. Diplom in Soziologie und Staatsprüfungen für das Lehramt am Gymnasium (Politik und Deutsch), Promotion (bei Jürgen Habermas) in Frankfurt, Habilitation in Wuppertal. Lehrerin von 1970 bis 1994 (auch Fachleiterin, Fachberaterin) in Wuppertal. Mitarbeit in mehreren Richtlinienkommissionen. 1994-2006 Professorin für Didaktik der Sozialkunde an der Martin-Luther-Universität in Halle. Pensioniert 2006.
    Mitherausgeberin der Zeitschrift Gesellschaft-Wirtschaft-Politik (GWP). Zweite Bundesvorsitzende der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB).

    Alexa Schaegner

    Alexa Schaegner studierte Politikwissenschaften und Publizistik an der Universität Wien und der Freien Universität Berlin und schrieb ihre Masterarbeit zu Liquid Democracy und der Online-Bürgerbeteiligung der Internet-Enquete. Seit April 2013 arbeitet sie in der Redaktion von politik-digital.de. Als Redakteurin organisierte sie hauptsächlich Hangout-Formate wie die Digitale Bürgersprechstunde und die Berliner Hinterhofgespräche und schrieb an einem Gutachten für das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) zur Online-Bürgerbeteiligung an der Parlamentsarbeit mit. Aktuell arbeitet sie als operative Projektleitung  für aula und engagiert sich für partizipative, offene Bildungsformate.

    Matthias Sieberkrob

    Matthias Sieberkrob ist Lehrkraft für besondere Aufgaben und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte an der Freien Universität Berlin. Er forscht zu Fragen der Sprachbildung, der Demokratiebildung sowie Diversität und Intersektionalität im Kontext historischen Lernens.

    Prof. Anatol Stefanowitsch

    Anatol Stefanowitsch ist Professor für die Struktur des heutigen Englisch an der Freien Universität Berlin. Er beschäftigt sich derzeit mit diskriminierender Sprache, Sprachpolitik und dem politischen Gebrauch und Missbrauch von Sprache. Sein aktuelles Buch „Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen“ ist 2018 im Dudenverlag erschienen.
    http://www.stefanowitsch.de/anatol/

    Sonja Student

    Sonja Student ist Vorsitzende des Vereins Makista – Bildung für Kinderrechte und Demokratie (www.makista.de und www.kinderrechteschulen.de) und leitet seit 2010 das Modell-Schulnetzwerk für Kinderrechte in Hessen. Sie arbeitet in der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention und ist Mitinitiatorin des bundesweiten Bündnisses „Bildung für eine demokratische Gesellschaft“ (www.buendnis.degede.de).

    Tuĝba Tanyılmaz

    Tuĝba Tanyılmaz ist aktuell die Geschäftsführerin vom Migrationsrat Berlin e. V..
    Sie ist die Mitbegründerin und die Projektleitung der Initiative intersektionale Pädagogik (i-Päd). Ihre Schwerpunkte sind Intersektionalität, machtkritische Erziehung, rassimuskritische Bildung und Erziehung, LSBTIQ Diskriminierung, Empowerment, Krisenintervention und Konfliktmanagement.
    Als selbständige Bildungsreferentin und Mediatorin bietet sie (Edutainment-) Vorträge, Workshops, Prozessbegleitungen, Organisationsentwicklung und Lehrveranstaltungen an.

     

    Dr. Ellen Ueberschär

    Dr. Ellen Ueberschär wurde 1967 in Ostberlin geboren. Nachdem ihr die Aufnahme eines Medizinstudiums staatlicherseits verweigert wurde, absolvierte sie zunächst eine Ausbildung als Facharbeiterin für Datenverarbeitung, bevor sie 1988 begann, an der Theologischen Hochschule in Ost-Berlin Theologie zu studieren.

    Nach Stationen in Heidelberg und Berlin legte Ellen Ueberschär 1995 das Erste Theologische Examen ab. Bis 1997 Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes, arbeitete sie bis 2001 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Theologie der Philipps-Universität Marburg. Ihre Promotion über evangelische Jugendarbeit in der SBZ und DDR folgte ein Jahr darauf.  Ihre theologische Ausbildung vervollständigte sie mit Stationen in der Berliner Kirche, u.a. an der Evangelischen Akademie zu Berlin. Zeitgleich arbeitete sie an unterschiedlichen Projekten zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte, u.a. bei der "Stiftung Aufarbeitung" in Berlin über junge Christen als Opfer politischer Verfolgung. 2004 wurde sie zur Pfarrerin ordiniert.

    Bis Anfang 2006 war Ellen Ueberschär Studienleiterin für Theologie, Ethik und Recht an der Evangelischen Akademie Loccum und von 2006 bis 2017 Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages. In dieser Funktion verantwortete sie sechs evangelische Kirchentage sowie einen ökumenischen Kirchentag. Seit Juli 2017 ist Ellen Ueberschär, gemeinsam mit Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung.

    Zu ihren zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten gehörte von 1990 bis 1992 die Mitarbeit im "Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder". Sie war Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und ist Vorsitzende des Beirates der Point-Alpha-Stiftung. Außerdem ist sie Mitglied des Domkapitels des Doms zu Brandenburg.
    Der Heinrich-Böll-Stiftung ist Ellen Ueberschär seit vielen Jahren verbunden. Zunächst als Stipendiatin, dann als Mitglied der „Grünen Akademie“ wie auch in den Jahren 2004 bis 2012 als Mitglied im höchsten Organ der Stiftung, der Mitgliederversammlung.
    Im Jahr 2003 erschien ihr erstes Buch mit dem Titel „Junge Gemeinde im Konflikt. Evangelische Jugendarbeit in SBZ und DDR 1945 – 1961“. 2012 veröffentlichte sie ihr zweites Buch: „Fürchtet euch nicht! Frauen machen Kirche“ im Kreuz Verlag. Ihr im März 2017 erschienenes Buch trägt den Titel „religiös und ruhelos“.
    Ellen Ueberschär ist verheiratet und hat eine Tochter.
    Als Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung ist sie verantwortlich für die Inlandsarbeit der Stiftung sowie für Außen- und Sicherheitspolitik, Europa und Nordamerika. Außerdem betreut sie das Studienwerk, die "Grüne Akademie", einen ‚think tank‘ von Wissenschaftler/innen und Politiker/innen, sowie das Archiv "Grünes Gedächtnis", ein zeitgeschichtliches Archiv der Grünen und der neuen sozialen Bewegungen.

     

    Dr. Stefan Ullrich

    Stefan Ullrich ist promovierter Informatiker und Philosoph, der sich kritisch mit den Auswirkungen der allgegenwärtigen informationstechnischen Systeme auf die Gesellschaft beschäftigt. Er leitet die Forschungsgruppe »Verantwortung und das Internet der Dinge« am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft, Berlin. Er war langjähriger Mitarbeiter der Arbeitsgruppe »Informatik in Bildung und Gesellschaft« der Humboldt-Universität zu Berlin bei Prof. Wolfgang Coy. Im Anschluss forschte er zu Fragen des Spannungsfelds »techne und episteme« am Excellenzcluster »Bild Wissen Gestaltung« der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Dissertation befasste sich mit den informationstechnischen Grundlagen des öffentlichen Vernunftgebrauchs.
    Er ist stellvertretender Sprecher der Fachgruppe »Informatik und Ethik« der deutschen Gesellschaft für Informatik (GI e.V.). Außerdem ist er aktives Mitglied des Forums Informatikerinnen und Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF e.V.) sowie des Arbeitskreises Ethik der Initiative D21. Seit 2019 ist er im Beirat der International Federation for Information Processing (IFIP), Chapter TC 9.
    Das von ihm mitkonzipierte und vom BMBF geförderte mobile Bildungsprojekt »Turing-Bus« vermittelt nicht nur zentrale Konzepte der Informatik, sondern ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, ihrer politischen Meinung Ausdruck zu geben.

    Sybille Volkholz

    Geboren 1944, 1963 Abitur in Essen, 1967 Soziologie-Diplom in Münster; 1970 - 1972 Studium für das Lehramt; 1972 –1989 Lehrerin in Berlin; 1989 - 1990 Senatorin für Schule, Berufsbildung und Sport in Berlin; 1991 - 1999 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin; von Jan. 2000 – Dez. 2004 Koordinatorin der Bildungskommission der Heinrich-Böll-Stiftung; von 2000 bis 2005 Betreuerin des Projekts "Partnerschaft Schule-Betrieb" der IHK Berlin. Von Januar 2005 bis März 2015 Leiterin des „Bürgernetzwerk Bildung“ des VBKI in Berlin, seit Mai 2012 Vorsitzende des Beirats Inklusive Schule in Berlin. Seit November 2014 Mitarbeit in der Focus-Gruppe Bildung der Heinrich-Böll-Stiftung.

    Marina Weisband

    Marina Weisband ist Diplom-Psychologin und in der politischen Bildung aktiv. Sie ist eine erfahrene Rednerin in den Bereichen politische Partizipation, Privacy, digitale Gesellschaft, Medien und Krisen. Sie leitet das aula-Projekt zur Schülerpartizipation und spricht bei Veranstaltungen und in öffentlichen Medien über ihre Arbeit und Themen wie Konfliktsituationen in postsowjetischen Regionen.

    Doris Wietfeldt

    Change Managerin und Beraterin in Schulentwicklungsprozessen im Kontext soziokultureller Diversität. Sie begleitet seit 20 Jahren Schulen in Berlin und bundesweit. Als Mediatorin und Ausbilderin für Mediation BM® begleitet sie Veränderungsprozesse auch in schwierigen Phasen und berät die Leitungsebene im Umgang mit Konflikten.

    Fotos: © LISUM

    Fotos: © LISUM

    Heinrich-Böll-Stiftung

    Philipp Antony
    bildung(at)boellde
    Tel.: 030/28534 255

    www.boell.de/de/themen/schule-hochschule

    KOOPERATIONSPARTNER

    Dr. Josef Raabe Verlags-GmbH
    Ein Unternehmen der Klett Gruppe
    kundenservice(at)raabede
    Tel.: 0711 62 900-0

    www.raabe.de


    Veranstalter

    Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)
    Bernd Jankofsky
    Tel.: 03378 209 400

    Redaktionell verantwortlich: Marion Nagel, LISUM