Glossar

Bildungssprache
Alltagssprache
Bildungssprache unterscheidet sich von der Alltagssprache, indem sie im Hinblick auf Präzision in der Wortwahl (z. B. durch Verwendung von Fachsprache), grammatische Richtigkeit und durch Vollständigkeit im Satzbau in etwa dem Anspruchsniveau schriftlicher Texte entspricht („konzeptionelle Schriftlichkeit“ im Unterschied zu „konzeptioneller Mündlichkeit“).
Lesestrategien

Lesestrategien sind einzuübende Handlungsmuster, die das Verständnis von Texten unterstützen. Hierbei werden Strategien vor dem Lesen,

während des Lesens und nach dem Lesen unterschieden, z. B.

  • Vorwissen aktivieren, Fragen an den Text formulieren, Vermutungen zum Textinhalt äußern
  • Unbekanntes aus dem Kontext erschließen, Fragen zum Gelesenen entwickeln, Texte gliedern
  • Zusammenfassen des Textes, Texte in andere Darstellungs-formen übertragen
Sprachbildung Schulische Sprachbildung bezeichnet systematisch angeregte Sprachentwicklungsprozesse aller Schülerinnen und Schüler und ist allgemeine Aufgabe des Unterrichts in allen Fächern. Sie erfolgt nicht beiläufig, sondern gezielt, indem die Lehrkraft geeignete Situationen aufgreift, sprachlich bildende Kontexte plant und gestaltet. Hierzu gehört auch die Vermittlung von Strategien, die das Hör- und Leseverstehen sowie das Verfassen von Texten unterstützen. Während Sprachbildung grundsätzlich integrativer Bestandteil jedes Unterrichts sein soll, meint Sprachförderung eine diagnosegestützte und gezielte Weiterentwicklung der Sprachkompetenz einzelner Schülerinnen und Schüler.
Sprachliche Mittel Sprachliche Mittel unterstützen die Mitteilung eines bestimmten Anliegens, einer Befindlichkeit u. Ä. (Wie sage ich was?). Es gibt sie im Bereich der mündlichen Produktion als Redemittel und im Bereich der schriftlichen Produktion als Textbausteine.
Sprachliche Register Sprachliche Register sind Sprachgebrauchsformen in unterschiedlichen Kommunikationssituationen und mit jeweils unterschiedlichen Kommunikationspartnern, z. B. auf dem Schulhof, im Unterricht, in der Peergroup, in der Familie.
Text [lat. textum – Gewebe, Geflecht]. Texte im engeren Sinne sind sprachliche Äußerungen in schriftlicher Form. Der erweiterte Textbegriff schließt überdies auch mündliche Äußerungen ein sowie Informationen, die auch durch andere Zeichen (-systeme) übermittelt werden (Grafiken, Hörtexte, Filme etc.).
Textmuster Texte können sehr individuell geschrieben werden. Zugleich gibt es Konventionen der Textgestaltung, die z. B. eine Gliederung und eine bestimmte Wortwahl vorgeben. Solche Muster sind z. B. Bewerbungsschreiben, formelle Briefe, Bauanleitungen, wissenschaftliche Arbeiten. Das Verfügen über Textmuster ist die Grundlage für eine individuelle Gestaltung von Texten.

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Redaktionell verantwortlich: Thomas Hirschle, LISUM