Kennzeichen eines integrativen Deutschunterrichts ist zum einen die vielfältige Verknüpfung des Kompetenzerwerbs: Schülerinnen und Schüler gehen lesend, schreibend und im Gespräch mit Texten und Medien um. Sprache ist hierbei sowohl Mittel als auch Gegenstand des Unterrichts. Zum anderen bietet der integrative Deutschunterricht vielfältige Gelegenheiten für fächerverbindendes und fachübergreifendes Lernen.

Themen und Inhalte bilden die Grundlage für die Textauswahl und für differenzierte Aufgabenstellungen, die eine Herausforderung für das gesamte Leistungsspektrum einer Lerngruppe darstellen. Die Lernenden erhalten Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit den Themen und Inhalten allein und in der Zusammenarbeit mit anderen zu entwickeln und unter Beweis zu stellen. Sie erfahren dabei, in welchem Maße sie die gesetzten Standards erreichen bzw. was sie tun können, um ihre Kompetenzen zu vertiefen und zu erweitern.

Bei der Umsetzung der verbindlichen Inhalte werden in jeder Jahrgangsstufe im Sinne eines weiten Textbegriffs Texte verschiedener medialer Formen, wie z.B. Buch, Hörbuch/ Hörspiel, Kurzfilm/Film, Theateraufführung, Zeitung/Zeitschrift, Texte aus dem Internet, berücksichtigt. Hierbei werden mindestens zwei Ganzschriften, auch in Verknüpfung unterschiedlicher medialer Formen, in den Unterricht jeder Jahrgangsstufe einbezogen, um die Lesefreude und das Leseinteresse zu fördern.

Bis zur Jahrgangsstufe 8 sind dies vor allem Werke der Kinder- bzw. Jugendliteratur, in den Jahrgangsstufen 9 und 10 stammt jeweils eines der Werke aus der Zeit vor dem 20. Jahrhundert.

Kriterien für die Auswahl sind u. a.:

  • ­Bedeutsamkeit des Themas
  • ­Lebensweltbezug
  • ­Lesevorlieben der Schülerinnen und Schüler
  • ­sprachliche und formal-gestalterische Qualität
  • ­Beispielhaftigkeit für eine Textgattung
  • ­literaturgeschichtliche Bedeutung
  • ­Eignung für fächerübergreifende Projekte
  • ­literarische Angebote im Medienverbund

Im Unterricht werden vorhandene Neigungen und Interessen aufgegriffen, individuelle Fähigkeiten gefördert und Heterogenität innerhalb einer Lerngruppe als Bereicherung genutzt. Die Vorgaben erlauben es, ein Thema innerhalb einer Lerngruppe auf unterschiedlichen Niveaustufen zu bearbeiten. Dies erfordert sowohl die schulspezifische Anpassung durch die kollegiale Arbeitsplanung in der Fachkonferenz als auch die lerngruppenspezifische Anpassung durch die unterrichtende Lehrkraft.

Die ausgewiesenen Inhalte und Wissensbestände werden für Schülerinnen und Schüler, die wegen einer erheblichen und langandauernden Beeinträchtigung ihres Lern- und Leistungsverhaltens sonderpädagogische Förderung erhalten oder für die sonderpädagogischer Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen [1] festgestellt wurde, schülerbezogen berücksichtigt. Sie werden entsprechend der Lebensbedeutsamkeit für die Schülerinnen und Schüler ausgewählt.

Im Unterricht werden die Heterogenität der Lernenden im Hinblick auf ihren persönlichen, soziokulturellen und ethnischen Hintergrund sowie deren unterschiedliche Lebensformen gewürdigt. Damit fördert er die Stärken unterschiedlicher Persönlichkeiten und nutzt diese für das individuelle Lernen ebenso wie für die Demokratiebildung in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft.

Die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, unabhängig von ethnischer und kultureller Herkunft, sozialem und wirtschaftlichem Status, Geschlecht und sexueller Orientierung, Alter und Behinderung sowie Religion und Weltanschauung bildet sowohl die Basis für die Unterrichtspraxis als auch einen zentralen Inhalt im Sinne des inklusiven Lernens. In den folgenden Übersichten sind verbindlich zu berücksichtigende Inhalte für jede Doppeljahrgangsstufe dargestellt. Zuvor aufgeführte Inhalte werden in nachfolgenden Doppeljahrgangsstufen im Sinne eines Spiralcurriculums einbezogen. Sie werden durch Wissensbestände mit den dazugehörigen Fachbegriffen auf den einzelnen Niveaustufen konkretisiert. Dadurch wird ein fortschreitender Kompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler ermöglicht. Die Auseinandersetzung mit den Wissensbeständen stellt ein Lernangebot dar, das in unterschiedlicher Intensität realisiert werden kann und nicht auf Abfragewissen von Fach­begriffen reduziert werden darf. Die Auflistung ist jederzeit unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Lerngruppe erweiterbar. Sie hebt zentrale Wissensbestände des Faches hervor und kann unterschiedlichen Inhalten zugeordnet werden.

Die Themen sind frei wählbar und werden von den Lehrkräften in Absprache mit den Lernenden und in Abstimmung mit anderen Fachbereichen sowie unter Berücksichtigung aktueller Bedingungen festgelegt. Die Themen greifen die Lebenswirklichkeit und Interessen der Lernenden auf und unterstützen deren Identitätsbildung.

[1]  In Brandenburg sind diese Schülerinnen und Schüler dem Bildungsgang Förderschule Lernen gemäß § 30 BbgSchulG zugeordnet.

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  • Titel, Autorin/Autor, Überschrift
  • Reim, Reimwort, Strophe
  • Wunsch, Bitte, Vorschlag, Begrüßung, Frage, Aufforderung, Entschuldigung, Dank
  • Erzählen, Informieren
  • Blatt, Rand, Großbuchstabe, Kleinbuchstabe, Druckschrift, Schreibschrift, Wörterliste, Zeile, ABC, Punkt, Fragezeichen
  • Adresse, Anschrift, Absender
  • Silbenbogen, Selbstlaut, Mitlaut
  • Großschreibung, Kleinschreibung, Nomen

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  • Kapitel, Inhaltsverzeichnis, roter Faden
  • Figur, Rolle, Kostüm, Requisit
  • Erzählweise, Handlung, Erzähler
  • Reimformen, Vers, Refrain
  • Wörterbuch, Lexikon, Glossar
  • Spalte, Legende, Symbol, Abschnitt

  • Textüberarbeitung

  • Begründung, Zustimmung, Ablehnung, Aussage, Lösungsvorschlag, Anleitung
  • Nachfragen, Beschreiben, Erklären, Vorstellen, Berichten
  • W-Fragen
  • Sprecherin/Sprecher, Zuhörerin/Zuhörer, Beobachterin/Beobachter
  • Lautstärke, Tempo, Betonung, Pause, Stimmung, Sprechweise, Blickkontakt
  • Alphabet, Vokal, Konsonant, Doppelkonsonant, Umlaut, Zwielaut
  • Komma, Ausrufezeichen, An-/Ausführungszeichen, Doppelpunkt, Aufzählung, wörtliche Rede, Redebegleitsatz
  • Nomenproben, verlängern, ableiten
  • Wortfamilie, Wortstamm, Vorsilbe, Nachsilbe, Silbentrennung
  • Zusammensetzung, Grundwort, Bestimmungswort
  • Aussagesatz, Fragesatz, Aufforderungssatz, Ausrufesatz, Aufzählung
  • Satzglied: Prädikat (ein-/mehrteilig), Subjekt, Objekt, Adverbialbestimmung (Ort, Zeit)
  • Verb: Grundform, Personalform
  • Zeitform: Gegenwart/Präsens, Vergangenheit/Präteritum, Perfekt, Zukunft/Futur
  • Adjektiv: Grundform, erste/zweite Steigerungsform, Steigerungsprobe
  • bestimmter/unbestimmter Artikel, Pronomen, Präposition, Zahlwort
  • Einzahl/Singular, Mehrzahl/Plural
  • Fall: Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ

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  • Klappentext, Cover
  • Paarreim, Kreuzreim
  • Balken-, Säulen-, Kreisdiagramm
  • Lesestrategien (vor dem Lesen, während des Lesens und nach dem Lesen)
  • Lesetechniken (orientierendes, überfliegendes, genaues Lesen)
  • Gestaltungsmittel
  • Ideensammlung, Gliederung, Stichwörter bzw. Notizen, Cluster, Mindmap, Einleitung, Hauptteil, Schluss
  • Sachinformation, Bewertung, Argument, Begründung, Kriterium, Beispiel, Aufforderung
  • Briefkopf, Anrede, Grußformel
  • Thema, Redebeitrag (Einleitung, Vorschlag, Begründung, Schlusssatz)
  • Mimik, Gestik, Gesprächspartnerin/Gesprächspartner
  • Oberbegriff, Unterbegriff
  • Getrennt-/Zusammenschreibung, Abkürzung
  • Konjunktion
  • Personalpronomen, Demonstrativpronomen, Possessivpronomen, Relativpronomen
  • Singular, Plural, Nominalisierung, Wortbaustein, Präfix, Suffix, Fugen-S
  • Fremdwort
  • Infinitiv, finite Verbform, Zeitformen des Verbs: Plusquamperfekt
  • Umstellprobe, Weglassprobe, Austauschprobe, Erweiterungsprobe
  • Attribut, Adverbialbestimmung (Grund, Art und Weise)
  • Hauptsatz, Nebensatz, Satzgefüge, Satzreihe, Relativsatz

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  • Textgattung, Lyrik, Dramatik, Epik
  • Figurenkonstellation, Dialog, Monolog, Akt, Szene, Erzählperspektive, Erzähltechnik, Rückblick, Vorausschau, Textwirkung, Kontext, Gestaltungsmittel, lyrisches Ich, lyrisches Subjekt, Vergleich, sprachliches Bild
  • Quelle, Nachricht, Schlagzeile, Rubrik, Ressort
  • These, Gegenargument, Argumentationskette, Schlussfolgerung, Fazit, Behauptung, Standpunkt, Kompromiss
  • Drehbuch, Cliffhanger, Bildkomposition, Kameraperspektive
  • Personenbeschreibung, Figurenbeschreibung
  • Verlaufsprotokoll, Ergebnisprotokoll
  • Stichwort, Absatz
  • Sachebene, Beziehungsebene, Ich-Botschaft, Du-Botschaft
  • Gesprächsleitung, Rückmeldung/Feedback
  • Plenum, Brainstorming, Adressaten- und Situationsorientierung, Visualisierung
  • Standard-, Alltags-, Fachsprache
  • Rechtschreibstrategien
  • Eigennamen, Orts- und Zeitangaben
  • Kasus, Genus
  • Positiv, Komparativ, Superlativ
  • Adverb, Numerale
  • Partizip I / II des Verbs, Aktiv, Passiv, schwaches Verb, starkes Verb
  • Modus des Verbs: Indikativ, Imperativ
  • indirekte Rede
  • Temporal-, Lokal-, Kausal-, Modalbestimmung

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  • Textfunktion, Analyse
  • Lesart, Motiv
  • Erzählzeit, erzählte Zeit
  • Spannungsbogen, Inszenierung, Regie, Regieanweisung, Kulisse, Pantomime, Requisit
  • rhetorische Figur, rhetorische Frage, Alliteration, Anapher, Ellipse, Metapher
  • Storyboard, Kameraeinstellung
  • argumentativer Text, These, Antithese, Proargument, Kontraargument, Fragestellung, Aufhänger, Argumentationsstruktur, Argumentationskette, Stoffsammlung
  • Quelle, direktes Zitieren
  • Moderation, Artikulation, Publikumsbezug, Sprechanlass
  • Subjektsatz, Objektsatz, Präpositionalobjekt
  • Konjunktiv I, Futur II, Apposition
  • Sprachvarietäten

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  • Tragödie, Komödie, Prolog, Epilog, Exposition, Höhepunkt, Protagonist, Antagonist, Klischee, Stereotyp
  • Symbol, Personifikation, Metapher
  • Manuskript, Redeeröffnung, Redeanlass
  • Plot, Rückblende
  • Nominalstil, Verbalstil, Parataxe, Hypotaxe
  • Dialekt, Anglizismus
  • Synonym, Antonym, Homonym
  • Temporalsatz, Kausalsatz, Modalsatz, Konjunktiv II, Infinitivsatz

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  • literarische Epoche, Metrum, Jambus, Trochäus, Daktylus, Anapäst, Enjambement,
  • Klimax, Inversion, Neologismus, Parallelismus, Hyperbel, Ironie
  • steigende Handlung, Peripetie, fallende Handlung, retardierendes Moment, Katastrophe
  • Essay, Satire, Rezension, Plädoyer
  • Kommunikationsmodell, Sender, Medium, Empfänger, Redestrategien, Paraphrase, Euphemismus
  • Denotat, Konnotat
  • indirektes Zitieren
  • Sprachstruktur, Sprachwandel, Bedeutungswandel, Soziolekt, Rhetorik

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Der Wahlpflichtunterricht stellt ein Angebot dar, das über den Regelunterricht hinausgeht und ihn thematisch erweitert. Er dient der Vertiefung von Fachinhalten und schafft die Möglichkeit, Fachliches und Überfachliches zu verbinden.

Im schulinternen Curriculum wird sichergestellt, dass thematische Dopplungen mit dem Regelunterricht und Vorgriffe auf Inhalte des Unterrichts in der gymnasialen Oberstufe vermieden werden.

Grundlage für den Unterricht im Wahlpflichtfach sind die fachlichen Kompetenzbereiche. Werden weitere Fächer hinzugezogen, gilt dies für die Kompetenzbereiche aller beteiligten Fächer.

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Redaktionell verantwortlich: Boris Angerer, LISUM