Die Themenfelder und Inhalte gelten für die Doppeljahrgangsstufen 7/8 und 9/10 und können auf verschiedenen Niveaustufen bearbeitet werden.

Die Umsetzung der Themenfelder und Inhalte richtet sich nach der Entwicklung und Kompetenz der Lernenden. Sie bietet zahlreiche Möglichkeiten, Bezüge zu anderen Fächern und zu übergreifenden Themen herzustellen. Auf unterschiedlichen Niveaus können einzelne Aspekte erneut aufgegriffen und vertieft werden.

Die Themenfelder und Inhalte bilden die Grundlage für differenzierte Aufgabenstellungen und eine Materialauswahl, die eine motivierende Herausforderung für das gesamte Leistungsspektrum einer Lerngruppe darstellt. Die Lernenden erhalten Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit den Themenfeldern und Inhalten allein und kooperativ unter Beweis zu stellen. Sie erfahren dabei, in welchem Maße sie die gesetzten Standards erreichen bzw. was sie tun können, um ihre Kompetenzen zu vertiefen und zu erweitern.

Bei der Ausgestaltung der Themenfelder und Inhalte werden die Basis- und Fachkonzepte der Politischen Bildung regelmäßig aufgegriffen sowie zunehmend theoretisch und in ihrer Komplexität erschlossen. Politische Probleme und ihre Lösungen können somit besser verstanden und mithilfe politischer Kategorien und Kriterien diskutiert werden. Alle Inhalte in den einzelnen Themenfeldern stehen immer in Bezug zu allen vier Kompetenzbereichen: Analysieren, Urteilen, Mündig handeln und Methoden anwenden. Diese wiederum sind wechselseitig miteinander vernetzt.

Die Themenfelder und Inhalte knüpfen vor allem an die Themenfelder, Themen und Inhalte für die Gesellschaftswissenschaften 5/6 an.

Schulinterne Planung: Die Themen des Politikunterrichts werden aus den Themenfeldern abgeleitet. Die Fachlehrkräfte und die Fachkonferenzen erhalten mit den Themenfeldern einen thematischen Rahmen sowie verbindliche Inhalte, die sie je nach Niveaustufe und Schulprofil bei der Planung von Unterricht und bei der Erstellung des schulinternen Curriculums berücksichtigen. Dabei sind neben den vorgegebenen Kompetenzen und Inhalten vor allem aktuelle politische Probleme, die Interessen der Schülerinnen und Schüler, das Schulprogramm, Gegebenheiten der Schule, Schulpartnerschaften, Wettbewerbe etc. zu berücksichtigen. 

Vielfalt und inklusives Lernen: Die dargestellten Themenfelder und Inhalte greifen die Lebenswirklichkeit der Lernenden auf. Die Heterogenität der Lernenden im Hinblick auf persönliche, soziokulturelle und ethnische Hintergründe sowie unterschiedliche Lebensformen sind somit wichtige Ausgangspunkte für die Planung des Unterrichts. Diese knüpft an die Realität der Schülerinnen und Schüler an, bezieht dabei im Besonderen die individuellen gesellschaftlichen Erfahrungen von Lernenden ein. Damit fördert der Unterricht die Stärken unterschiedlicher Persönlichkeiten und nutzt diese für das individuelle Lernen ebenso wie für die Demokratieerziehung in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft.

Die ausgewiesenen Themenfelder werden für Schülerinnen und Schüler, die wegen einer erheblichen und langandauernden Beeinträchtigung ihres Lern- und Leistungsverhaltens sonderpädagogische Förderung erhalten oder für die sonderpädagogischer Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen1  festgestellt wurde, schülerbezogen berücksichtigt. Sie werden entsprechend der Lebensbedeutsamkeit für die Schülerinnen und Schüler ausgewählt.

 

Die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, unabhängig von ethnischer und kultureller Herkunft, sozialem und wirtschaftlichem Status, Geschlecht und sexueller Orientierung, Alter und Behinderung sowie Religion und Weltanschauung, bildet sowohl die Basis für die Unterrichtspraxis als auch einen zentralen Inhalt im Sinne des inklusiven Lernens.

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1In Brandenburg sind diese Schülerinnen und Schüler dem Bildungsgang Förderschule Lernen gemäß § 30 BbgSchulG zugeordnet.

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Unterrichtsleitende Prinzipien

Ein kompetenzorientierter Politikunterricht, der die politische Mündigkeit der Schülerinnen und Schülern fördert, orientiert sich an folgenden didaktischen Prinzipien:

 

Problemorientierung, Kontroversität und Multiperspektivität sind die zentralen didaktischen Zugänge, um die Urteils- und Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler auszubilden. Diese Prinzipien sind eng mit der Wissenschaftsorientierung und dem Exemplarischen Lernen verknüpft. Eine Kontroverse oder ein Problem lässt sich am besten an einem konkreten Beispiel erschließen, welches exemplarisch für die Problemstellung ist und darauf abzielt, aufgrund seiner Bedeutsamkeit, Aktualität oder seines Bezugs zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler Interesse zu wecken und Motivation zu erzeugen.

 

Curriculare Bezüge der Fächer Geografie, Geschichte und Politische Bildung im Verbund: Für die Doppeljahrgangsstufe 7/8 sind Migration und Bevölkerung sowie Armut und Reichtum und für die Doppeljahrgangsstufe 9/10 Konflikte und Konfliktlösungen sowie Europa in der Welt für die drei Fächer Geografie, Geschichte und Politische Bildung als gemeinsame Themenfelder festgelegt. Eines davon wird in jedem Schuljahr im Verbund unterrichtet. Die organisatorische (zeitgleiche, ggf. zeitversetzte) Umsetzung erfolgt nach Absprache zwischen den Fächern (z. B. gegenseitige Abstimmung der Themenzugriffe; gemeinsame Planung und Durchführung; Durchführung von Projekten) und nach den schulspezifischen Gegebenheiten. In der Regel werden die Themenfelder gleichzeitig unterrichtet.

 

Die Themenfelder und Inhalte bieten darüber hinaus die Möglichkeit der Vernetzung und fachübergreifenden Kooperation mit allen Fächern bis hin zum Sachfachunterricht in einer Fremdsprache. In der Spalte Mögliche Konkretisierungen finden sich Anregungen zur Umsetzung der Inhalte.

 

Projektarbeit und Lernen am außerschulischen Lernort: Die Projektarbeit und die Nutzung von außerschulischen politischen Bildungsangeboten sind wichtige Formate für die Unterrichtsgestaltung im gesellschaftswissenschaftlichen Lernbereich. Durch die Möglichkeit, politisches Handeln (real oder simulativ) selbst erleben bzw. durchführen zu können, leistet das Fach Politische Bildung einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung. In jeder Doppeljahrgangsstufe wird mindestens ein außerschulischer Lernort besucht.

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Doppeljahrgangsstufe 7/8

3.1Armut und Reichtum (Unterricht im gesellschaftswissenschaftlichen Fächerverbund)

3.2Leben in einer globalisierten Welt

3.3Migration und Bevölkerung (Unterricht im gesellschaftswissenschaftlichen Fächerverbund)

3.4Leben in einem Rechtsstaat

Doppeljahrgangsstufe 9/10

3.5Demokratie in Deutschland

3.6Konflikte und Konfliktlösungen (Unterricht im gesellschaftswissenschaftlichen Fächerverbund)

3.7Soziale Marktwirtschaft in Deutschland

3.8Europa in der Welt (Unterricht im gesellschaftswissenschaftlichen Fächerverbund)

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  • Konfliktanalyse „Ukraine-Krise“
    Die Ukraine-Krise ist ein hoch aktueller Konflikt, auf den der Politikunterricht reagieren sollte. Aus diesem Grund wurde die Konfliktanalyse „Ukraine-Krise“ für die Sekundarstufe I entwickelt.
    Hrsg.: Martin-Luther-Universität Halle, Autor: Christian Fischer, 2015
  • Der Nahostkonflikt in Schule und Unterricht
    Der Nahostkonflikt ist auch an Berliner Schulen immer wieder Thema. Er bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Fachunterricht und lässt sich auch in fachübergreifenden und extracurricularen Kontexten aufgreifen. Das  Dossier bietet einen Überblick über mögliche Themen und Ansätze sowie über Materialien und Kooperationspartner.
    Hrsg.: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Berlin, Autor: ufuq.de, 2019

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Der Wahlpflichtunterricht stellt ein Angebot dar, das über den Regelunterricht hinausgeht und ihn thematisch erweitert. Er dient der Vertiefung von Fachinhalten und schafft die Möglichkeit, Fachliches und Überfachliches zu verbinden.

Grundlage für den Unterricht im Wahlpflichtfach sind die fachlichen Kompetenzbereiche. Werden weitere Fächer hinzugezogen, gilt dies für die Kompetenzbereiche aller beteiligten Fächer.

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Redaktionell verantwortlich: Boris Angerer, LISUM