Zum Inhalt springen

Infektionsgefährdung - Betriebsärztliche Information

In der Zeit des Aufenthalts der Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung werden alle Flüchtlinge erstuntersucht und erhalten Impfangebote gemäß Stiko – Empfehlungen, zusätzlich werden sie bei gegebenem Anlass ärztlich untersucht und behandelt. (s. auch Schreiben des Ministerium zu Erstuntersuchungen vom 18.9.2015)

Die Beschulung in Regelschulen auch bei sogenannten „Willkommensklassen“ bedeutet aus betriebsärztlicher Sicht  daher keine erhöhte Infektionsgefährdung (Ausnahme akuter Infektionsfall – hier Riegelungsimpfung bzw. Angebotsvorsorge).

Dennoch: Präventiv wird empfohlen den eigenen Impfstatus zu überprüfen. Insbesondere bzgl.

  • Masern, 
  • Mumps, 
  • Röteln,
  • Windpocken, 
  • Tetanus, 
  • Diphterie, 
  • Keuchhusten.

Es wird empfohlen, dass unzureichende Immunisierung bzw. Impflücken über Impfungen geschlossen werden. Sie können auch Ihren eingescannten Impfausweis an Ihre Betriebsärztin senden und mögliche Impflücken genannt bekommen über: 

Sollte in der Einrichtung ein akuter Infektionsfall auftreten, ist eine betriebsärztliche Angebots-Vorsorge in Hinblick auf diese Erkrankung kurzfristig möglich. Terminvereinbarung über die Schulleiterin oder den Schulleiter über die Disposition des AMD TÜV Rheinland: 030 / 7562-1314

Dabei kann in bestimmten Fällen eine Riegelungsimpfung angeboten werden (z. B. Masernimpfung innerhalb von 3 Tagen nach Exposition bei unsicherer Immunitätslage des Beschäftigten). Bei meldepflichtigen Erkrankungen wird parallel auch das Gesundheitsamt Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Dr. med. Ulrike Zeeck (Fachärztin für Arbeitsmedizin)

Die erhöhte Anzahl von Flüchtlingen stellt in Deutschland ...

nicht nur politisch eine enorme Herausforderung dar, sondern ist auch unter arbeitsmedizinischen Aspekten zu berücksichtigen. Neben bestehenden Traumatisierungen gibt es auch Impflücken und akute Infektionskrankheiten unter den Flüchtlingen. Aktuell sind Fälle von Masern oder Windpocken in Einrichtungen aufgetreten. Auch Fälle von Krätze und Läuse sind bekannt.

Maßnahmen: 

Allgemeine Hygienemaßnahmen beachten!

Betriebsärztliche Angebotsvorsorge:

Ihr Arbeitgeber ermöglicht Ihnen im Rahmen einer betriebsärztlichen Angebotsvorsorge beraten zu werden und mögliche Impflücken zu schließen bzgl.

  • Masern, 
  • Mumps, 
  • Röteln, 
  • Windpocken, 
  • Tetanus, 
  • Diphterie, 
  • Kinderlähmung, 
  • Keuchhusten, 
  • Hepatitis A,
  • bzw. ggf. den Immunstatus überprüfen zu lassen.

Sie können auch, wenn Sie keine Vor-Ort-Beratung und ggf. Blutentnahme wünschen, Ihren eingescannten Impfausweis an Ihre Betriebsärztin senden und nur über mögliche Impflücken beraten werden: 

Bitte füllen sie dann den beigefügten Anamnesebogen mit Ihren persönlichen Angaben aus und senden alles an: 

ulrike.zeeck(at)de.tuvcom

Sollte in der Einrichtung ein akuter Infektionsfall auftreten, ist eine betriebsärztliche Angebots-Vorsorge in Hinblick auf diese Erkrankung kurzfristig möglich.

Terminvereinbarung  über die Disposition des AMD TÜV Rheinland: 030 / 7562-1314

In bestimmten Fällen kann z. B. eine Riegelungsimpfung angeboten werden (z. B. Masernimpfung innerhalb von 3 Tagen nach Exposition bei unsicherer Immunitätslage des Beschäftigten). Bei meldepflichtigen Erkrankungen wird parallel auch das Gesundheitsamt Kontakt mit Ihnen aufnehmen.  

Eine Angebotsvorsorge bedeutet, dass der Arbeitgeber Ihnen diese ermöglichen muss, Ihnen selber aber freigestellt ist, ob sie diese annehmen.

Dr. med. Ulrike Zeeck (Fachärztin für Arbeitsmedizin)

Redaktionell verantwortlich: André Koch, LISUM